Eine Sache gleich vorweg: Nein, Peter Jacksons „Der Hobbit“-Trilogie kommt nicht an seine „Der Herr der Ringe“-Trilogie heran. Da dürften sich wohl die allermeisten Film- und Tolkien-Fans einig sein. Trotzdem tauche ich einfach immer wieder so gerne in die Welt von Mittelerde ein, dass sich auch die „Hobbit“-Filme einen Platz in meinem Herzen gesichert haben – vor allem, nachdem ich lange nach Kinostart noch einmal alle drei Filme eng hintereinander in der Extended Edition geschaut habe. Wie schon bei „Die Gefährten“, „Die zwei Türme“ und „Die Rückkehr des Königs“ waren auch „Eine unerwartete Reise“, „Smaugs Einöde“ und „Die Schlacht der Fünf Heere“ in dieser Fassung nochmal wesentlich besser.
Besonders mit letzterem Film hatte ich nämlich damals im Kino so meine Probleme: „Die Schlacht der Fünf Heere“ ist – wie es der Titel ja auch nicht anders verspricht – im Prinzip eine 144 Minuten lange Schlachtszene, noch dazu mit teilweise fragwürdigem Einsatz von Computereffekten und präsentiert im überbelichteten HFR-Look. Gleichzeitig sind aber auch die Qualitäten von „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ nicht von der Hand zu weisen – und von denen könnt ihr euch am 18. September 2025 um 20.15 Uhr auf Vox vergewissern.
Alternativ findet ihr „Die Schlacht der Fünf Heere“ aktuell auch im Abo bei Amazon Prime Video*, allerdings nur in der Kinofassung, nicht in der einleitend gelobten Extended Edition. Die gibt es zwar auch bei Amazon (und anderen VoD-Anbietern), allerdings nur gegen Aufpreis:
Wenn ihr „Die Schlacht der Fünf Heere“ also nie gesehen habt oder eure Meinung zu diesem Film noch einmal auf den Prüfstand stellen wollt, so wie ich es damals auch getan habe, gibt es dazu nun die günstige Gelegenheit. Denn was sich einfach nicht von der Hand weisen lässt, ist, dass Peter Jackson epische Schlachtenszenen inszenieren kann, wie kaum ein zweiter Regisseur. Zumal wenn diese von Jacksons Stammkameramann Andrew Lesnie großartig eingefangen und von Komponist Howard Shore hervorragend musikalisch untermalt werden.
Und auch wenn die Figurenzeichnung in der Kinofassung etwas kurz kommt, kann ich zumindest bei der Extended Edition nicht behaupten, dass mich das verlustreiche Finale von „Die Schlacht der Fünf Heere“ (und damit der gesamten, 700 Millionen Dollar teuren „Hobbit“-Trilogie) kalt gelassen hätte – im Gegenteil! Dafür hat man über die Filme hinweg einfach zu viel Zeit mit Bilbo Beutlin, Thorin Eichenschild und Co. verbracht. Die emotionalen Momente drohen im Vergleich zum gewaltigen Schlachtengetümmel nur hin und wieder unterzugehen.
Abschließend noch ein paar Worte zum Inhalt: „Die Schlacht der Fünf Heere“ knüpft direkt an die Handlung der vorherigen beiden „Der Hobbit“-Filme an: Der Drache Smaug fällt nach seiner Vertreibung aus der Zwergenfestung im Berg Erebor über die naheliegende Seestadt her und kann erst in letzter Minute von dem Bogenschützen Bard (Luke Evans) gestoppt werden. Doch das ist der Anfang des Abenteuers, denn in der Folge treffen auch Elben, Zwerge und schließlich zwei Orkheere am Erebor ein...
Wusstet ihr übrigens schon, dass es demnächst wieder zurück nach Peter Jacksons Mittelerde geht? „Der Herr der Ringe: The Hunt For Gollum“ soll am 16. Dezember 2027 in die deutschen Kinos kommen und von der Jagd nach Gollum erzählen, die vor und während der Haupthandlung der „Der Herr der Ringe“-Filme spielt. Und dafür werden gleich mehrere bekannte Gesichter zurückkehren:
Nicht nur Gandalf: Neuer "Der Herr der Ringe"-Film bringt weiteren Fan-Liebling zurück*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.