Paul Thomas Anderson ist ein Meister seines Fachs. Gleich mehrere Werke des Ausnahme-Regisseurs wurden in der FILMSTARTS-Kritik mit den vollen fünf Sternen bedacht – darunter etwa der als einer der besten Filme des 21. Jahrhunderts geltende „There Will Be Blood“ oder das Drama-Epos „Magnolia“, das das Leben in all seinen Facetten vielleicht so eindrucksvoll wie kein zweiter Film anfängt. Und sein erster Kinofilm seit 2021 reiht sich nahtlos in jene Riege von Meisterwerken ein.
„One Battle After Another“ startet am heutigen 25. September in den deutschen Kinos und zählt für uns schon jetzt zu den besten Filmen des Jahres. Unser Autor Björn Becher kommt in der FILMSTARTS-Kritik aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus, vergibt (natürlich) die Höchstnote und verspricht unter anderem „Nonstop-Action, Nonstop-Humor, Nonstop-Gefühl“ und einen Film, den man einfach gesehen haben muss, „um zu glauben, dass es ihn wirklich gibt“.
Kurz auf den Punkt gebracht: Der neue Film von Paul Thomas Anderson ist genau der Geniestreich, den man sich davon erhoffte – und der Beweis, dass der mittlerweile elfmal oscarnominierte Filmemacher auch Action kann. Wie Anderson nun in einem Interview verriet, hätte er das auch schon gerne in der Vergangenheit unter Beweis gestellt. Doch er bekam nie die Gelegenheit dazu.
Paul Thomas Anderson hätte gerne Tom Cruise als Ethan Hunt in Szene gesetzt
Wie Anderson nun im Gespräch mit der französischen Tageszeitung La Figaro bestätigte, hätte er nur zu gerne noch einmal mit seinem „Magnolia“-Star Tom Cruise zusammengearbeitet – und diesen in seiner Paraderolle Ethan Hunt inszeniert! „Das hätte ich liebend gerne gemacht, aber ich habe nie einen Anruf von ihm erhalten“, so der über jene verpasste Chance nach wie vor enttäuschte „Boogie Nights“-Macher.
Dass es zu einer dementsprechenden Zusammenarbeit in Zukunft noch kommen wird, schließt dieser indes aus nachvollziehbaren Gründen aus. Schließlich erhielt der achte Teil der „Mission: Impossible“-Saga nicht umsonst den Untertitel „The Final Reckoning“. „Ich glaube, er ist mit ‚Mission: Impossible‘ fertig, also wird es auch nicht mehr passieren“, gesteht sich Anderson gegenüber La Figaro ein.
Ob das aber überhaupt gepasst hätte?
Zugegeben, dass ausgerechnet Indie- und Arthouse-Mastermind Paul Thomas Anderson für ein Kapitel einer gigantischen Blockbuster-Saga auf dem Regiestuhl Platz nimmt, wäre für uns ohnehin nur schwer vorstellbar. Auf der anderen Seite stellt der Kalifornier aber gerade mit seinem jüngsten Werk eindrucksvoll unter Beweis, dass ihm eben auch krachende Unterhaltung durchaus liegt.
Eine Herausforderung wäre es aber wohl allemal gewesen, einem Regisseur dieses Kalibers einerseits seine kreative Freiheit zu lassen, während andererseits hunderte Millionen Dollar investiert werden, die im Idealfall vielfach wieder zurück in die Kassen gespült werden. Ganz zu schweigen von Tom Cruise, der als Produzent schließlich auch großes Mitspracherecht genießt – und stets seine ganz eigene Vision im Kopf hat, die er realisieren will.
Auch Christopher Nolan besteht auf sein Final-Cut-Recht – und wird wohl nicht zuletzt deswegen zumindest erst einmal auch keinen „James Bond“-Film auf den Weg bringen, obwohl sein Interesse, selbst einmal eine 007-Mission zu inszenieren, kein Geheimnis ist. Für den 26. Teil der Agenten-Saga konnte man letztlich „Dune“-Macher Denis Villeneuve gewinnen. Wen sich dieser als Daniel Craigs Nachfolger wünscht, ist zwar nicht bekannt. Wohl aber, welchen Schlag Schauspieler er nicht als Hauptdarsteller in „James Bond 26“ will:
"99,9 Prozent" der möglichen 007-Nachfolger ausgeschlossen: Denis Villeneuve hat eine klare Bedingung an den neuen Bond