Früher indiziert, heute Abend komplett ungekürzt im TV: Einer der legendärsten und besten Horrorfilme überhaupt!
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Horror ist in seiner DNA verankert – ob irre wie „Braindead“ und „Eraserhead“ oder packend wie „Halloween“ und „High Tension“. Hauptsache ungekürzt!

Egal, wie schnell du läufst – der Killer kriegt dich immer! Genau aus diesem Stoff sind nicht nur Albträume gemacht, sondern auch jede Menge Kino-Klassiker. So wie der einst indizierte Horror-Meilenstein, der heute Abend bei Tele 5 läuft.

Michael Myers („Halloween“, 1978) und Jason Voorhees („Freitag der 13.“, 1980) haben es vorgemacht – und mit ihrer Teeniejagd die Basis für das moderne Slasher-Kino gelegt. Doch wer Michael oder Jason sagt, der muss auch Freddy sagen.

Ja, 1984 ließ Wes Craven mit „Nightmare - Mörderische Träume“ alias „Nightmare On Elm Street“ einen weiteren Genre-Klassiker von der Leine – und legte damit den Grundstein für eines der bis heute ikonischsten Franchises der Horrorfilm-Geschichte. Entgegen seiner Vorgänger setzte er aber nicht etwa auf einen stoischen Meuchler, der seine Opfer buchstäblich im Spaziergang erledigt. Stattdessen ist Freddy Krueger ein Sprüche klopfender Quälgeist, der nicht nur mordet – sondern seinen Opfern davor auch noch gehörig auf den Senkel geht. Und damit das Publikum einst im Sturm eroberte.

Das macht nicht nur mächtig Laune, sondern gipfelt auch regelmäßig in abstrusen Gewaltspitzen – mit denen „Nightmare“ beim Jugendschutz lange Zeit als rotes Tuch galt. Die ungekürzte Version stand bis 2017 auf dem Index und durfte in Deutschland nicht offen beworben oder verkauft – sowie schon gar nicht im TV gezeigt – werden. Doch Zeiten ändern sich bekanntlich, und so haben wir heute gute Nachrichten für euch. Denn die Uncut-Fassung wurde mittlerweile ab 16 Jahren freigegeben – und darf am 5. Oktober somit in voller Länge bei Tele 5 gezeigt werden! Um 22.20 Uhr geht's los.

Alternativ könnt ihr den Klassiker von 1984 natürlich auch im Streaming sowie auf Blu-ray* erwerben. Darüber hinaus kam es just in dieser Woche zur Veröffentlichung eines der wohl größten Heimkino-Highlights des Jahres. Exklusiv im Shop von Verleiher PLAION PICTURES feierte die „Nightmare On Elm Street“-Reihe am 2. Oktober ihre Premiere auf 4K-Blu-ray – in Form einer streng limitierten, sieben Steelbooks umfassenden Kollektion:

Wie bei jeder Filmreihe sind natürlich auch hier bessere und schlechtere Teile dabei, Laune macht – wenn es nach dem Verfasser dieses Artikels geht – allerdings eigentlich jeder Film der Albtraum-Saga. An Teil 1, der euch heute im Free-TV erwartet, kommt dennoch keiner heran.

"Nightmare On Elm Street": Ein zeitloser Horror-Klassiker

Fingernägel aus blankem Stahl, ein Gesicht, das an eine Käsepizza erinnert und ein rot-grün-gestreifter Pulli: So sieht der geheimnisvolle Killer aus, der in den Träumen von Nancy (Heather Langenkamp) Jagd auf die Jugendliche macht – und dafür sorgt, dass sie Nacht für Nacht schweißgebadet aufwacht. Doch das Schlimmste kommt erst noch, denn sie erfährt von anderen, dass auch sie schon nachts mit dem als Freddy (Robert Englund) bekannten Meuchler Bekanntschaft gemacht haben. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Glen (Johnny Depp) beschließt Nancy, dem Spuk ein Ende zu setzen – und den Kampf mit der mörderischen Kreatur aufzunehmen, der sie um ihren Schlaf bringt...

Nightmare - Mörderische Träume
Nightmare - Mörderische Träume
Starttermin 29. August 1985 | 1 Std. 31 Min.
Von Wes Craven
Mit Robert Englund, Heather Langenkamp, Johnny Depp
Pressekritiken
4,0
User-Wertung
4,1
Filmstarts
4,5

Lange bevor er mit „Scream“ ein weiteres Stück Slasher-Saga schrieb, vermengte Wes Craven mit „Nightmare On Elm Street“ bereits Spannung und Spaß auf unnachahmliche Weise. Er spielt einerseits mit den Urängsten seiner Protagonisten sowie auch seines Publikums, dem er damit gnadenlos unter die Haut kriecht. Andererseits hat der diabolische Freddy aber auch so eine unbändige Freude dabei, Teenies den Garaus zu machen, dass man kaum anders kann, als dem mordenden Großmaul nicht zumindest ein bisschen auch die Daumen zu drücken.

Vor allem aber leben „Nightmare - Mörderische Träume“ und seine Fortsetzungen natürlich von den endlosen Möglichkeiten, die sich anhand der Geschichte ergeben. Denn als Spiel zwischen Traum und Realität sind dem sinistren Treiben Freddys faktisch keine Grenzen gesetzt. Mit einem Mix aus vorwiegend handgemachten Spezialeffekten und frühen Computereffekten erweckte Craven so letztlich einige der kreativsten Horror-Szenarien der 80er zum Leben. Bilder für die Ewigkeit, wie sie bis heute auf kopiert, aber nie wieder oder nur selten erreicht wurden.

Das „Nightmare On Elm Street“-Remake hat sich bei dem Versuch jedenfalls mächtig verhoben, berühmten Szenen aus dem Original neues Leben einzuhauchen. Aber wie will man auch etwas verbessern, das schon perfekt ist? Ob wir nach der Nullnummer aber vielleicht doch nocht irgendwann ein Freddy-Comeback erleben werden? Wir würden nicht drauf wetten. Um eine Rückkehr von Jason Voorhees steht es aktuell indes ziemlich gut:

Seit 16 Jahren warten Fans auf eine "Freitag der 13."-Fortsetzung: Wird dieser Star bald zum nächsten Jason Voorhees?

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