Künstliche Intelligenz ist das bestimmende Thema der Gegenwart und wird unser aller Leben sehr wahrscheinlich auch in Zukunft nachhaltig prägen. Kein Wunder also, dass sich Hollywood dem Thema KI vermehrt auch in filmischer Form annähert – etwa in dem Science-Fiction-Thriller „Mercy“, der eine düstere, gar nicht allzu futuristische Zukunft zeigt, in der eine KI als Richter, Jury und Henker fungiert.
„Mercy“ scheint dabei ein klassischer High-Concept-Thriller zu sein, also ein simples, kurz zusammenfassbares Konzept zu haben: In der nahen Zukunft hat eine KI die Rolle der Gerichte übernommen. Die Angeklagten haben 90 Minuten Zeit, um ihre Unschuld zu beweisen (oder zumindest unter eine Schuld-Wahrscheinlichkeit von 92 Prozent kommen). Andernfalls werden sie exekutiert.
Chris Pratt vs. KI-Richterin: Das ist "Mercy"
Dieses Schicksal droht in „Mercy“ nun auch Detective Chris Raven (Chris Pratt), obwohl dieser sogar dabei mitgeholfen hat, das Mercy-KI-System zu etablieren. Nun wird der Gesetzeshüter jedoch beschuldigt, seine Frau Nic (Annabelle Wallis) ermordet zu haben und findet sich daher gefangen in einem futuristischen Stuhl wieder. Er muss der KI-Richterin Maddox (Rebecca Ferguson) seine Unschuld beweisen, wofür er immerhin Zugriff auf sämtliche Überwachungskameras und Mobiltelefone in der Stadt zu haben scheint.
Schnell kommt Detective Raven dabei einer Verschwörung aufs Spiel, in die seine Frau verwickelt zu sein scheint: Offenbar planen Terroristen einen Anschlag mit einer gefährlichen Chemikalie. Doch wie soll Raven an den Stuhl gefesselt verhindern, dass dieser Plan in Tage umgesetzt wird?
Regisseur Timur Bekmambetov („Wanted“, „Ben-Hur“) scheint in „Mercy“ Einflüsse aus futuristischen Dystopien wie „Judge Dredd“ mit Elementen der in den letzten Jahren populär gewordenen Desktop-Thriller zu verbinden, in denen wir die Ereignisse (fast) ausschließlich aus der Perspektive einer Hauptfigur über die Bildschirme von Handy oder Computer erleben. Bleibt zu hoffen, dass „Mercy“ besser wird als der im Sommer 2025 gestartete „War Of The Worlds“, der einen ähnlichen Ansatz verfolgte und krachend scheiterte.
Erfahren werden wir es schon in Kürze: „Mercy“ startet am 29. Januar 2026 in den deutschen Kinos. Übrigens empfehlen wir euch in diesem Fall noch einmal besonders, neben dem deutschen Trailer über diesem Artikel unbedingt auch den längeren OV-Trailer zu schauen. Denn dieser ist fast doppelt so lang und enthält zusätzliche Szenen: