"Sieh dir an, was mit dem armen Sean Connery passiert ist": Dieser Hollywood-Superstar wollte auf keinen Fall James Bond werden!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Mel Gibson als James Bond?! In den 1980er Jahren war er einer der absoluten Wunschkandidaten für den Doppelnull-Agenten. Doch der „Braveheart“-Star hatte gute Gründe, das Angebot abzulehnen...

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Seit knapp vier Jahren brodelt die Gerüchteküche – doch obwohl wir mittlerweile wissen, dass Denis Villeneuve („Dune“) als Regisseur für das 26. James-Bond-Abenteuer engagiert wurde, steht immer noch nicht fest, wer Daniel Craig in der Rolle des Doppelnull-Agenten beerben wird. Was wir dagegen wissen: Welche Schauspieler die Rolle nicht gespielt haben, obwohl sie die Chance dazu gehabt hätten!

Clint Eastwood wurde die Nachfolge von Sean Connery angeboten, doch ihm war die Rolle nicht bodenständig genug. Cary Grant empfand sich selbst als zu alt für James Bond, und Liam Neeson wollte nicht auf den Actionheld festgelegt werden (bevor das mit den „96 Hours“-Filmen dann doch geschah). Hugh Jackman wiederum gefiel die neue Richtung nicht, die die Produzenten für James Bond einschlagen wollten – der „Wolverine“-Star war kurzzeitig für „Casino Royale“ im Gespräch.

Und dann ist da noch Mel Gibson: Im Interview mit JoBlo erzählte der Schauspieler und Regisseur („Die Passion Christi“), dass sich auch ihm einmal die Möglichkeit geboten hat, den berühmtesten aller Kino-Spione zu spielen. Mitte der 1980er-Jahre hätte Gibson nach Connery, George Lazenby und Roger Moore der vierte Bond-Darsteller werden können, doch er hatte gute Gründe, den Part nicht anzunehmen.

Derzeit sind zahlreiche Bond-Filme übrigens im Abo bei Amazon Prime Video enthalten:

„Ich bekam ein Angebot für die James-Bond-Filme, als ich 26 war, was ungefähr 40 Jahre her ist“, so Gibson gegenüber JoBlo. „Sie sagten: ,Hey, wir wollen, dass du der nächste James Bond wirst!' Und ich habe darüber nachgedacht. Ich war gerade in Australien und habe mit Peter Weir gearbeitet [für die Kriegsfilme „Gallipoli“ und „Ein Jahr in der Hölle“, Anm. d. Red.]. Ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, aber dann schließlich abgelehnt. Denn ich dachte: ,Sieh dir an, was mit dem armen Sean passiert ist, er saß dort drei Jahrzehnte lang fest.“

Natürlich hat sich Sean Connery im Laufe seiner Karriere von seinem Bond-Image emanzipiert (spätestens, als er für Brian De Palmas Gangsterfilm-Meisterwerk „Die Unbestechlichen“ einen Oscar gewann), doch bis dahin war es ein langer Weg. Aus diesem Grund hatte er auch ziemlich negative Gefühle gegenüber seiner Paraderolle:

"Ich würde ihn am liebsten umbringen": 007-Ikone Sean Connery hat James Bond gehasst

Diesem Schicksal wollte Gibson entgehen. Zwar liegt seine Karriere mittlerweile aus ganz anderen Gründen brach, doch dank der „Lethal Weapon“-Reihe oder dem fünffach oscarprämierten Historien-Epos „Braveheart“ (bei dem er selbst Regie führte) war Gibson in den 80er und 90er Jahren einer der größten Hollywood-Stars – der komische Rollen genauso spielen konnte wie dramatische, der in Action-Filmen zu sehen war, aber auch in einer Romanze wie „Forever Young“ überzeugte. Ob ihm ein derart vielfältiges Rollenspektrum möglich gewesen wäre, wenn alle Welt nur James Bond in ihm gesehen hätte?

Statt Mel Gibson hat schließlich Timothy Dalton die Rolle angenommen, der James Bond aber nur zwei Filme lang spielte – bevor dann Pierce Brosnan übernahm. Dieser hat übrigens einen ganz klaren Favoriten für den nächsten 007-Darsteller:

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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