Mit „Winnie The Pooh: Blood And Honey“ fing alles an. Plötzlich waren Puuh und Ferkel nicht mehr die liebenswerten Figuren, die ihr aus den Büchern oder Disney-Filmen kennt, sondern versuchten sich als eiskalte Serienmörder. Trotz katastrophaler Wertungen war der Film kommerziell erfolgreich – und stieß gleich eine ganze Welle gleichartiger Produktionen los. Peter Pan, Micky Maus und zuletzt Bambi: All diese eigentlich so freundlichen Gestalten mordeten sich in ihren eigenen Filmen über die Bildschirme.
Möglich ist dies, da bei immer mehr Titeln und eigentlich geschützten Figuren das Copyright abläuft. So werden sehr freien Adaptionen ermöglicht – und gerade das Horror-Genre nutzt diese Möglichkeit gnadenlos aus. Nun soll auch die legendäre Betty Boop mit „Boop“ ihren eigenen Horrorfilm bekommen.
Das ist Betty Boop
Wer Betty Boop nicht kennt, bekommt hier einen kurzen Überblick: Bei dieser handelt es sich um eine Figur aus den Max-Fleischer-Cartoons, die später von Paramount weitergeführt wurde und sich insbesondere in den 30er-Jahren großer Beliebtheit erfreute. Anfangs erinnerte die kecke Dame eher an einen Mensch-Hund-Hybrid und erhielt erst 1932 im Cartoon „Any Rags“ ihr finales Design.
Paramount
Bemerkenswert dabei ist, dass Betty Boop mit ihrem aufreizend kurzen Rock, dem lockigem Bob und dem sichtbaren Strumpfband zu einem regelrechten Sexsymbol der damaligen Zeit wurde – auch weil sie die erste Cartoon-Figur mit eigener Sexualität war. So sind gerade ihre frühen Kurzfilme vollgepackt mit schlüpfrigen Witzen – die heutzutage vielleicht harmlos wirken mögen, die Sittenpolizei damals jedoch schwer beschäftigten.
Im simpel betitelten Horrorfilm „Boop“ geht es nun um ein Team von Horror-Podcaster*innen, das in ein verlassenes Theater einbricht, um die Spukerscheinungen der einst als Boop bekannten Schauspielerin zu untersuchen. Doch natürlich läuft hier alles aus dem Ruder und schon bald verwandelt sich der Ausflug in ein schreckliches Blutbad, denn Boop ist real und sinnt auf blutige Rache.
Regie führt Jared Cohn („Megaquake – Kalifornien am Abgrund“). Wann und auf welchem Weg wir den Film hierzulande zu sehen bekommen, steht noch nicht fest. Wo wir gerade bei klassischen Cartoons sind: „Roger Rabbit“ soll tatsächlich eine Fortsetzung erhalten. Mehr dazu erfahrt ihr hier:
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