Jahrelang mussten wir auf seine Verwirklichung warten, dann sogar befürchten, dass er vielleicht gar nie veröffentlicht werden könnte – doch am Ende ging doch noch alles gut. „The Toxic Avenger“ landete am 25. September letzten Jahres in den hiesigen Lichtspielhäusern und gab nicht nur Troma-Enthusiasten die einmalige Möglichkeit, ihren Lieblingshelden auf der Kinoleinwand in Aktion zu erleben. Für viele Kinobesucher*innen dürfte der Film zudem der erste Berührungspunkt mit der berüchtigten Low-Budget-Exploitation-Schmiede sein – bei der unter anderem „Guardians Of The Galaxy“- und „Superman“-Macher James Gunn seine ersten Schritte als Filmemacher unternahm.
Nachdem der Film eine zeitlang im Giftschrank verschwand, sprang am Ende der amerikanische, unter anderem für die Schlachtplatte „Terrifier 3“ bekannte Verleiher Cineverse in die Bresche – und sorgte dafür, dass der von seinen Fans liebevoll nur „Toxie“ genannte Held doch noch seinen großen Auftritt bekam. Ein Kino-Hype, wie ihn etwa Art the Clown auslöste, wollte diesmal zwar nicht entstehen. Vielleicht aber bekommt der Film aber ja im Streaming mehr Aufmerksamkeit geschenkt...
Ihr könnt „The Toxic Avenger“ ab sofort erstmals ganz ohne Zusatzkosten streamen, und zwar im Abo bei WOW (ehemals Sky Ticket)!
Alternaitv könnt ihr euch den Film natürlich auch auf DVD, Blu-ray oder 4K-Blu-ray* ins Regal stellen. Die 4K-Version (inklusive Blu-ray) gibt es zudem in gleich zwei limitierten Sammlereditionen, als Steelbook* sowie im Mediabook*.
Und wo wir schon dabei sind: Das hierzulande auch unter dem Titel „Atomic Hero“ bekannte Original aus dem Jahr 1984 ist aktuell im Abo bei Amazon Prime Video* enthalten!
"The Toxic Avenger": Der vielleicht räudigste Film 2025
Im Zentrum des Geschehens steht der von „Game Of Thrones“-Mime Peter Dinklage gespielte Winston Gooze, der nach einem verheerenden Giftmüll-Unfall vom schüchternen Hausmeister zu einem grausam entstellten, übermenschlich starken Helden mutiert – der seine neu erworbenen Fähigkeiten nutzen will, um Gerechtigkeit in seiner Heimatstadt walten zu lassen. Eines seiner Ziele ist dabei sein ehemaliger Boss, der sinistre Konzernchef Bob Garbinger (Kevin Bacon), der für Winstons groteske Verwandlung verantwortlich ist…
„Troma für Einsteiger“, titelt FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen in seiner Kritik zur „Atomic Hero“-Reinkarnation – und spricht damit eine Empfehlung für alle Mutigen aus, die sich an die Werke von Lloyd Kaufmans berüchtigter Filmschmiede heranwagen wollen. Und das aber am besten gemächlich tun sollten.
Am Ende sprangen solide 3 von 5 möglichen Sternen heraus – für einen Film, der mit einigen Bildern aufwartet, die das Publikum auch noch lange nach dem Abspann beschäftigen dürften (siehe etwa hier). Zugleich wäre aber sogar noch mehr gegangen, wie aus dem Fazit der FILMSTARTS-Kritik hervorgeht:
Ein Remake von Fans für Fans, das lieber mit allerlei (Gast-)Stars auf der Toxie-Nostalgiewelle reitet, statt sich an die wahrhaft räudigen Seiten des Originals heranzuwagen. Das Ergebnis ist ein kurzweiliger Cartoon-Splatter, in dem einem Bösewicht zwar buchstäblich der Arsch aufgerissen wird, dem weniger CGI-Blutschwälle und mehr echte Grenzüberschreitungen aber trotzdem gutgetan hätten, um das subversive Schlechte-Geschmack-Versprechen hinter dem Namen Troma vollumfänglich einzulösen.
Übrigens: Splatter-Fans dürfen sich auch über ein neues Werk des „Tokyo Gore Police“-Machers freuen. Die ersten Infos zum sicherlich wieder zügellos-abgefahrenen Horror-Gelage könnt ihr hier nachlesen:
Irres Gemetzel im Anmarsch: Der Macher eines der legendärsten Horror-Splatter meldet sich mit seinem neuen Film zurück!*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung. Dieser Artikel basiert auf einem bereits auf FILMSTARTS erschienenen Beitrag.