Was lange währt, wird endlich gut? Seit über einer Dekade wird an einer Neuauflage von „The Toxic Avenger“ alias „Atomic Hero“ gebastelt, die mit „Game Of Thrones“-Star Peter Dinklage in der Titelrolle dann auch tatsächlich realisiert werden konnte. Nachdem der Film bereits im September 2023 seine Weltpremiere im Zuge des Fantastic Fest im texanischen Austin feierte, drohte „The Toxic Avenger“ zuletzt jedoch, für immer im Giftschrank zu versauern.
Die Stimmen nach der Uraufführung bescheinigten dem Remake des berühmt-berüchtigten Troma-Klassikers nämlich höchst verstörenden Charakter – und sprachen sogar von einem „unveröffentlichbaren Film“, für den es geradezu unmöglich sei, einen Verleiher zu finden. Mit Cineverse nahm sich letzten Endes aber ein Vertrieb der Veröffentlichung an, der bereits Erfahrung mit Schockern hat, die die Grenzen des guten Geschmacks durch den Fleischwolf drehen – etwa in Form von „Terrifier 3“. Heute wissen wir: „The Toxic Avenger“ kommt auch in die deutschen Kinos – und zwar uncut am 25. September 2025!
Nachdem der Film sowohl auf dem Fantastic Fest als auch kürzlich auf der San Diego Comic-Con in einer Schnittfassung mit R-Rating (ab 17 Jahren) gezeigt wurde, feiert in den amerikanischen Kinos am 29. August nun die Unrated Version Leinwandpremiere – die sogar nochmal krasser in die Vollen geht. Das legt jetzt jedenfalls ein Szenenbild nahe, das mehr als deutlich macht, mit welcher Art Film wir es hier zu tun haben…
Toxie pinkelt sich aus dem Schlamassel!
Nachdem das Ding bereits auf Reddit die Runde machte, hat sich Cineverse-Partner Bloody Disgusting nun entschlossen, einfach selbst einen offiziellen Unrated-Einblick zu gewehren. Und wenn wir dabei von „dem Ding“ schreiben, meinen wir das des Toxic Avengers:
Cineverse
„Toxie befindet sich in einer einzigartigen Situation, aus der er nur entkommen kann, indem er seinen radioaktiven Urin zur Waffe macht und sich, nun ja, aus dem Schlamassel pinkelt“, heißt es zu der gezeigten Szene.
Als Gründer von Bloody Disgusting und Vizepräsident von Cineverse weiß Tom Owen natürlich genau um die Ängste von Studios, einen solchen Film in die Kinos zu bringen. Bereits bei „Terrifier 2“ und dessen Fortsetzung habe er die Nervosität gespürt, die die Horror-Reißer bei Kinobetreibern auslösten. Bei der Veröffentlichung Abstriche zu machen und sicherheitshalber auf gekürzte Fassungen zurückzugreifen, sei für ihn aber nie eine Option – auch nicht im Falle von „The Toxic Avenger“.
Für Owen mache es nur Sinn, den Film in der Unrated Version auf die Welt loszulassen. „Manche Studios haben Angst, Grenzen auszutesten. Wir aber begrüßen genau das. Indem wir Filmemachern echte kreative Freiheit geben, stellen wir sicher, dass ihre Arbeit das Publikum in ihrer pursten Form erreicht – ohne Kompromisse.“
"The Toxic Avenger": Das ist die Story
Dass der Film von Regisseur Macon Blair – der unter anderem übrigens in Christopher Nolans „Oppenheimer“ zu sehen ist – nichts für jedermann ist, dürfte spätestens jetzt jedem klar sein. Wie auch schon das Original ist natürlich auch das Remake nicht als Feel-Good-Film konzipiert, sondern als süffisantes Trash-Gelage, das Grenzen sprengt. Ihr wollt im Kino endlich mal wieder etwas noch nie Dagewesenes erleben? Etwas sehen, das ihr noch nie gesehen habt? Dann seid ihr hier an der richtigen Adresse!
Im Gegensatz zum Kult-Hit von 1984 sind diesmal übrigens auch zahlreiche Hollywoodstars am Start. Neben Peter Dinklage erwarten euch so etwa Horror-erfahrene Promis wie „Herr der Ringe“-Hobbit Elijah Wood und Kevin Bacon („Freitag der 13.“, „Tremors“), Taylour Paige („ES: Welcome To Derry“) sowie Jacob Tremblay, den ihr aktuell in der famosen Stephen-King-Verfilmung „The Life Of Chuck“ sehen könnt.
Im Zentrum der Geschichte steht der von Dinklage gespielte Hausmeister Winston Gooze, der tagein, tagaus gehänselt wird – bis die Tyrannei eines Tages in einem verheerenden Zwischenfall gipfelt: Der Arme wird in ein Giftmüllfass gestoßen und mutiert in der Folge zu einer schrecklich entstellten, zugleich aber auch übermenschlich starken Kreatur, die fortan für Gerechtigkeit sorgen will – und brutale Gewalt einsetzt, um diese herbeizuführen...
Bis zum Start könnt ihr euch natürlich mit allerhand anderweitiger Horrorkost die Zeit vertrieben. Während mit „Weapons - Die Stunde des Verschwindens“ und „Bring Her Back“ aktuell gleich zwei Highlights in den hiesigen Kinos laufen, feierte einer der größten Genre-Hits des Jahres kürzlich schon seine Heimkino-Premiere: