Ob nun übernatürliche Gruselgeschichten, kurzweilige Teenie-Slasher oder kompromissloser Volldampf-Terror: Das Horror-Genre hat viele Gesichter – die sich allesamt immens großer Beliebtheit erfreuen. Und ja, selbst Gorehounds, die es auf der Suche nach ungekürzten Schlachtplatten früher in die dunkelsten Ecken ihrer Stammvideotheken verschlug, werden heute regelmäßig bedient – und zwar sogar im Kino!
In den letzten Monaten sorgten so unter anderem Killer-Clown Art in „Terrifier 3“ oder der „Toxic Avenger“ für Angst und Schrecken in den Kinosälen – sowie für Bewunderung seitens hartgesottener Genre-Enthusiasten, die sich über einige der kreativsten, ausuferndsten und blutrünstigsten Spektakel der jüngeren Vergangenheit freuen durften. Ob es der neue Film von Yoshihiro Nishimura hierzulande ebenfalls auf die Leinwand schaffen wird? Zumindest ein Platz im Programm eines Genre-verbundenen Filmfestivals (Fantasy Filmfest, we're looking at you!) wäre ihm zu wünschen…
"Geisha War": Blutfontänen, abgetrennte Gliedmaßen & der pure Wahnsinn!
Okay, eine reguläre Kinoauswertung in den hiesigen Filmtheatern wird wohl eher Wunschdenken bleiben. Dass der Japaner uns schon aber schon bald eine frische Gore-Granate um die Ohren pfeffert, ist aber auch so schon Grund genug zur Freude. Warum, ist schnell erklärt:
Yoshihiro Nishimura bescherte uns mit „Tokyo Gore Police“ (2008) nicht weniger als einen der originellsten, abgefahrensten und auch ekligsten Splatterfilme der letzten 20 Jahre! Hier treffen vergleichsweise billige, aber hervorragend eingesetzte Computereffekte auf schlicht meisterhafte Make-up- und Spezialeffekte, die einen in Blut getränkten Cocktail aus Mutationen, Blutfontänen und Gedärmen ergeben. Und ja, auch wenn der Regisseur in den Jahren danach mit Filmen wie „Vampire Girl Vs. Frankenstein Girl“, „Mutant Girls Squad“ oder „Helldriver“ nachlegte, ist die Fülle an nahezu unaussprechlichen, wahnsinnigen Ideen aus „Tokyo Gore Police“ – zumindest für den Autor dieses Artikels – bis heute absolut unerreicht.
Ob Nishimura mit seinem jüngsten Werk an seinen Kulthit anschließen kann, der für seine FSK-18-Freigabe einst sogar um über sieben Minuten (!) geschnitten werden musste? Wir sind gespannt! Die ersten nun via Bloody-Disgusting veröffentlichten Bilder zu „Geisha War“, dem neuen Film des Gore-Gurus, versprechen jedenfalls einmal mehr ein saftiges, verrücktes Vergnügen für alle Gorehounds oder die es noch werden wollen:
In dem Mix aus Action- und Horrorfilm bekriegen sich verfeindete Gangsterbosse der Yakuza und der amerikanischen Mafia, um die Vorherrschaft im historischen Rotlichtviertel von Yoshiwara zu erlangen – und wie die ersten Bilder aus dem Film nahelegen, machen sie dabei keine Gefangenen!
Zum Cast gehören neben einem großteils aus japanischen Darsteller*innen bestehenden Ensemble unter anderem auch Chuck Johnson, der bereits als Stuntman an „Snake Eyes: G.I. Joe Origins“ mitwirkte sowie Costas Mandylor, den wir unter anderem als Hoffman aus der „Saw“-Reihe kennen.
Wann und auf welchem Wege „Geisha War“ erscheinen wird, ist noch nicht bekannt. Zumindest ein erster Trailer dürfte aber wohl schon bald veröffentlicht werden. Bis dahin könnt ihr euch die Zeit ja einfach mit dem ebenfalls ziemlich verrückten, wenn auch nicht ganz so blutrünstigen „Robo Geisha“ vertreiben – oder aber mit dem lange indizierten, kürzlich uncut auf Blu-ray erschienenen Splatter-Kult aus Japan, den wir euch im nachfolgenden Artikel bereits vorgestellt haben:
Er stand ganze 16 Jahre auf dem Index: Diesen irren Action-Splatter gibt es jetzt komplett ungekürzt auf Blu-ray!Discliamer