Colleen Hoover ist in Hollywood schwerstens angesagt: Aktuell übertrifft auch die Verfilmung „All das Ungesagte zwischen uns – Regretting You“ wieder die Erwartungen – und für 2026 steht mit „Für immer ein Teil von dir“ bereits die dritte Adaption einer ihrer Romane in den Startlöchern…
Aber all das ist nichts gegen den alle Erwartungen pulverisierenden Erfolg des ersten Colleen-Hoover-Kinoprojekts: Das Häusliche-Gewalt-Drama „Nur noch ein einziges Mal – It Ends With Us“, in dem die Autorin persönliche Erfahrungen ihrer Mutter verarbeitet hat, kostete trotz Starbesetzung zwar gerade einmal 25 Millionen Dollar – und trotzdem stand für den Verleih Sony Pictures am Ende ein weltweites Box Office von mehr als 350 Millionen Dollar zu Buche!
Doch so richtig konnte Colleen Hoover den Erfolg wohl nicht genießen – und für so manch anderen Beteiligten an der Produktion dürfte das sogar doppelt und dreifach gelten. Um es nur noch mal ganz grob zusammenzufassen:
- schon während der Postproduktion scheint es kreative Auseinandersetzungen sowie ein „Zerwürfnis“ zwischen Regisseur/Hauptdarsteller Justin Baldoni und Hauptdarstellerin/Produzentin Blake Lively zu geben; es machen sogar Gerüchte von zwei konkurrierenden Schnittfassungen die Runde
- Anfang August 2024 verdichten sich während der Pressetour die Gerüchte über einen Streit, da Justin Baldoni bei den gemeinsamen Werbeauftritten größtenteils fehlt, darunter auch bei der New Yorker Weltpremiere am 6. August 2024, wo er weder mit seinen Co-Stars posiert noch den Film vor der Vorführung vorstellt
- im Dezember 2024 eskaliert der Streit öffentlich, als Blake Lively eine Beschwerde beim California Civil Rights Department einreicht, in der sie ihrem Co-Star und Regisseur Belästigung am Arbeitsplatz und unangemessenes Verhalten vorwirft
- in der Folge entwickelt sich ein umfassender Rechtsstreit mit Klagen und Gegenklagen zwischen Blake Lively und Justin Baldoni – dieser umfasst schließlich nicht nur ihre jeweiligen Unternehmen und PR-Teams, auch Livelys Ehemann Ryan Reynolds und ihre gute Freundin Taylor Swift werden mit hineingezogen
Jetzt meldet sich die Autorin selbst zu Wort
Colleen Hoover hat in all dieser Zeit weitestgehend geschwiegen. Aber nun hat sie sich für ein ausführliches Porträt im Magazin Elle doch noch zu den ganzen unschönen Vorkommnissen geäußert und sie unter anderem als „unglücklich“ und „enttäuschend“ bezeichnet.
Inzwischen sei es sogar so weit gekommen, dass sie das Buch nicht mehr guten Herzens empfehlen könne: „Ich habe das Gefühl, die Klage hat es überschattet. Es ist mir fast peinlich zu sagen, dass ich es geschrieben habe. Wenn Leute fragen, was ich mache, sage ich nur: ‚Ich bin Autorin. Bitte fragen Sie mich nicht, was ich geschrieben habe.‘ Je mehr Zeit vergeht, desto einfacher wird alles für uns alle. Aber es ist traurig, denn ich war sehr stolz auf dieses Buch. Und ich bin es immer noch, aber weniger öffentlich. Vielleicht brauche ich Therapie, ich weiß nicht.“
Auch sonst will sie sich möglichst wenig zu der Sache äußern, um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen: „Ich habe meine eigene Geschichte, die ich erzählen könnte, aber ich möchte keine Aufmerksamkeit darauf lenken, und ich möchte niemanden herabsetzen, um mich selbst aufzuwerten. Deshalb ignoriere ich es lieber und lasse die Leute denken und sagen, was sie wollen. Ich habe das Gefühl, dass es an diesem Punkt so groß ist, dass niemand etwas sagen kann, um die Meinung der Leute darüber zu ändern, obwohl niemand die tatsächliche Wahrheit kennt. Nicht einmal ich.“
Es scheint also ganz so, als würde auch Colleen Hoover zu den Kollateralschäden der öffentlich ausgetragenen Schlammschlacht gehören. Aber vielleicht kann ihr ja ihr anhaltender Hollywood-Erfolg dabei helfen, nach und nach über die Sache hinwegzukommen. So wurde erst letzten Monat der erste Trailer für ihren dritten Kinofilm „Für immer ein Teil von dir“ (Kinostart: 12. März 2026) veröffentlicht:
Nach "Nur noch ein einziges Mal" kommt "Für immer ein Teil von dir" – hier ist der Trailer zur Verfilmung des berührenden Bestsellers