Trailer zur beißenden Kriegs-Satire "Atropia" – völlig absurd und doch näher an der Realität, als ihr denkt!
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kubes aktuelle Lieblingsfilme sind "Train Dreams", "Hamnet", "Song Sung Blue" und "Sentimental Value".

Einen ebenso witzigen wie cleveren (Anti-)Kriegsfilm zu machen, ist alles andere als einfach. Die Macherin von „Atropia“ hat sich zumindest schon einmal die richtigen Vorbilder ausgesucht. Und einen guten Cast hat sie obendrein. Hier ist der Trailer:

Laut Schauspielerin und Langfilm-Regiedebütantin Hailey Gates („Challengers“) ist ihr „Atropia“ von solch brillanten (Anti-)Kriegsfilmen wie Robert Altmans „M*A*S*H“, Ernst Lubitschs „Sein oder Nichtsein“ und Mike Nichols’ „Catch 22“ inspiriert. Das sind schon mal keine schlechten Referenzen. Und auch ihre Besetzung macht Hoffnung auf einen wirklich gelungenen Streifen.

So mischen hier immerhin Stars wie Alia Shawkat („Blink Twice“), Callum Turner („Eternity“), Chloë Sevigny („After The Hunt“), Tim Heidecker aus „Wir“, Lola Kirke („Blood & Sinners“), Jane Levy („Don’t Breathe“) und Tim Blake Nelson aus „O Brother, Where Art Thou?“ mit. Außerdem ist noch – im Abspann nicht genannt und im Trailer gut verkleidet! – Superstar Channing Tatum („Magic Mike“) dabei.

Der Film feierte seine Weltpremiere im Januar 2025 im Rahmen des renommierten Sundance-Film-Festivals, wo er den Großen Preis der Jury gewann. Regulär startet er in den USA am heutigen 12. Dezember 2025 in ausgewählten Kinos. Über einen wie auch immer gearteten deutschen Erscheinungstermin von „Atropia“ gibt es derzeit indes noch keine Informationen.

Atropia
Atropia
1 Std. 43 Min.
Von Hailey Gates
Mit Alia Shawkat, Callum Turner, Chloë Sevigny

Hailey Gates, die auch das Drehbuch schrieb, war fasziniert als sie erfuhr, dass die U.S.-Army während des Kriegs im Irak tatsächlich ganz spezielle Trainingscamps unterhielt. In diesen wurden in der kalifornischen Wüste irakische Städte nachgebaut und mit Schauspieler*innen bevölkert. Ziel war es, die Soldat*innen an den Look und das Gefühl solcher Orte zu gewöhnen und sie so für Gefahren durch Anschläge aus der Zivilbevölkerung zu sensibilisieren. Die dort arbeitenden Darsteller*innen wurden vom Militär bezahlt wie Statist*innen in Hollywood – was viele von ihnen offenbar auch waren.

Daraufhin erdachte Gates die Geschichte über eine erfolglose Mimin, die ihre Rolle als irakische Marktfrau irgendwann zu ernst nimmt und in eine unmögliche Situation gerät. Daraus machte Gates den Kurzfilm „Shako Mako“ mit Alia Shawkat als Protagonistin. Das nun erscheinende abendfüllende Werk „Atropia“ basiert wiederum auf „Shako Mako“ und Alia Shawkat spielt erneut die Hauptrolle.

Am Ende dieses Artikels haben wir euch den kompletten Kurzfilm eingebunden. Jetzt kommt aber erst einmal die Handlung von „Atropia“, der übrigens von niemand Geringerem als „Challengers“- und „Call Me By Your Name“-Mastermind Luca Guadagnino produziert wurde.

"Atropia": Das ist die Story

Fayruz (Alia Shawkat) ist eine ehrgeizige Schauspielerin aus dem Irak, die davon träumt, es in Hollywood zu schaffen. Aktuell hat sie aber gerade einmal eine Rolle in Atropia ergattert, einem fiktiven Staat in einem U.S.-Army-Trainingscamp. Trotzdem spielt Fayruz mit so viel Engagement, als würde sie in einem prestigeträchtigen Drama mitmachen. Nebenher coacht sie ihre größtenteils mexikanischen Mitdarsteller*innen und bringt ihnen etwas Arabisch bei, damit auch sie ihre Arbeit auf ein neues emotionales Niveau heben können.

Da macht die Nachricht die Runde, dass ein echter Hollywood-Megastar (Channing Tatum) in das Camp käme, um für einen kommenden Blockbuster zu recherchieren. Fayruz sieht darin die Möglichkeit, mit einer atemberaubenden Darbietung auf sich aufmerksam zu machen. Allerdings glaubt sie, dass das nur funktionieren kann, wenn sie dieses Mal als Senfgas-Attentäterin besetzt wird…

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Hier kommt zum Abschluss der weiter oben versprochene Kurzfilm „Shako Mako“, auf dem „Atropia“ basiert.

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