Das kalifornische Independent-Studio The Asylum ist berühmt-berüchtigt für seine trashigen Mockbuster („Triassic World“, „Ape Vs. Monster“ etc.) zu jedem größeren Actioner und Sci-Fi- oder Horrorfilm aus Hollywood sowie für seine kaum weniger billig gemachten Originaltitel wie die Streifen der „Sharknado“-Reihe.
Ein Genre, an das sich The Asylum nicht ganz so konsequent heranwagt, ist das des Animationsfilms. Nun hat man allerdings einen neuen eigenen Titel auf diesem Gebiet produziert, auf den das Studio offenbar große Hoffnungen setzt – schließlich konnte man sich dabei einer bei Kindern und Erwachsenen noch immer sehr beliebten Figur bedienen: „Pu der Bär“, bekannt aus zahlreichen Disney-Filmen.
Möglich ist dies, weil die Urheberrechte an Autor A.A. Milnes erstem Roman (Originaltitel: „Winnie-The-Pooh“) im Jahr 2022 ausgelaufen sind. „Pu der Bär“ ist daher Public Domain und kann jetzt ohne Restriktionen genutzt werden. Allerdings betrifft dies nur einen Teil des Franchise. Manche Details unterliegen noch immer dem Urheberrecht. So darf Pu in unlizenzierten Filmen und anderen Medien etwa vorerst sein rotes Shirt nicht tragen, da dieses erst Jahre später dazukam. Deshalb seht ihr ihn im obigen Trailer stattdessen mit einem roten Schal.
Bisher wurde das Auslaufen der Urheberrechte von Filmemachern primär für billig produzierte Horrorschocker wie „Winnie The Pooh: Blood And Honey“ und seine Fortsetzungen genutzt. Wie der Trailer zeigt, scheint The Asylum mit „A Winnie-The-Pooh Christmas“ allerdings eine für die ganze Familie geeignete Story zu erzählen. Die Inszenierung teilten sich „WandaVision“- sowie „Hawkeye“-Cutter Jimmy Gadd und „Sereia, die kleine Meerjungfrau“-Regisseur Michael Johnson. Das Skript stammt hingegen allein von Gadd.
In Nordamerika debütierte der Film am 21. November 2025 als Video-on-Demand. Über einen wie auch immer gearteten deutschen Erscheinungstermin von „A Winnie-The-Pooh Christmas“ gibt es aktuell noch keine Informationen.
Der Stimmencast des Films setzt sich fast komplett aus No-Name-Schauspieler*innen zusammen. Wie bei den Realfilm-Veröffentlichungen von The Asylum üblich, ist aber auch bei diesem Projekt ein bekannter Star dabei, der für Publicity sorgen soll und den man schön groß auf die Werbemittel und das Cover-Artwork der eventuell später erscheinenden DVD/Blu-ray drucken kann.
In diesem Fall handelt es sich um den Kultmimen Bruce Campbell, weltbekannt als Ash Williams aus der ebenso bizarren wie blutigen „Tanz der Teufel“- beziehungsweise „Evil Dead“-Reihe sowie dank zahlreicher Cameo-Auftritte in Blockbustern wie der „Spider-Man“-Trilogie aus den 2000ern oder „Doctor Strange In The Multiverse Of Madness“.
Im englischsprachigen Original von „A Winnie-The-Pooh Christmas“ leiht Campbell der (alt)klugen Eule sein charismatisches Organ. Dies ist übrigens nicht Campbells erster Synchronjob für eine animierte Figur. Vorher war er nämlich schon bei unter anderem „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“, „Cars 2“ und „Rapunzel - Die Serie“ auf dem Disney Channel zu hören.
Darum geht’s in "A Winnie-The-Pooh Christmas"
Pu der Bär (Stimme im englischsprachigen Original: Sophia Tori), seine besten Kumpel Schweinchen (Angela Cole) und Tiger (Jamal Fahim), die weise Eule (Bruce Campbell) und weitere Freund*innen wachen auf und stellen fest, dass alle ihre Weihnachtsgeschenke auf mysteriöse Weise verschwunden sind.
Entschlossen, die sehnsüchtig erwartete Bescherung zu retten, begibt sich der bunte Haufen auf eine abenteuerliche Winterreise voller Heffalumps, Woozles und verschneiten Überraschungen, wie sie nur der Hundertsechzig-Morgen-Wald bieten kann. Dabei entdecken sie, dass das größte Geschenk von allen die Freundschaft und Liebe ihrer selbstgewählten Familie ist.
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