Das erste Sci-Fi-Highlight 2026: Seht hier den deutschen Trailer zu "Lesbian Space Princess"
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Schon in der Grundschule las er Kino-Sachbücher und baute sich parallel dazu eine Film-Sammlung auf. Klar, dass er irgendwann hier landen musste.

Fast ein Jahr nach seiner Aufführung im Rahmen der Berlinale 2025 kommt der rasante, schräge Sci-Fi-Animationsfilm „Lesbian Space Princess“ auch regulär in die deutschen Kinos. Freut euch auf ein ideenreiches Lachfest!

Eine Weltraumprinzessin, großer Liebeskummer und ein Feuerwerk an Gags: Mit „Lesbian Space Princess“ erwartet euch schon im Januar das erste, noch dazu unverschämt lustige Science-Fiction-Highlight des Kinojahres 2026! Zugleich nimmt mit dem Kinostart des australischen Animationsfilms eine lange Reise ihr Ende. Denn der mehrfach preisgekrönte Trickfilm wurde schon im Oktober 2024 auf dem Adelaide Film Festival als Preview aufgeführt und gewann dort den Publikumspreis.

Im Februar 2025 eroberte die launige, optimistische Komödie die Berlinale, auf der sie mit dem Teddy Award ausgezeichnet wurde, und im Oktober 2025 gewann sie zwei Auszeichnungen auf dem genreaffinen Sitges Film Festival. Und am 22. Januar 2026 kommt „Lesbian Space Princess“ endlich regulär in die deutschen Kinos – wärmt also schon einmal eure Lachmuskeln auf!

Darum geht es in "Lesbian Space Princess"

Zwar ist Saira (Stimme im Original: Shabana Azeez / in der deutschen Fassung: Genet Zegay) Prinzessin des Planeten Clitopolis, trotzdem galt sie ihr Leben lang als öde, uninteressant und wenig begehrenswert. Umso glücklicher ist sie, seit sie mit der begehrten Kopfgeldjägerin Kiki (Bernie Van Tiel / Lana Cooper) zusammen ist: Die heißblütige, taffe Kämpferin pusht Sairas Beliebtheitsgrad und ihr Selbstwertgefühl massiv in die Höhe! Das will Saira belohnen, indem sie ihrer Liebsten ein Album bastelt, das auf ihre gemeinsame Zeit zurückblickt.

Eine lieb gemeinte, doch kitschig und nach dieser kurzen Beziehung unangenehm überwältigende Geste mit ernüchternden Folgen: Kiki macht einfach Schluss. Für die adlige Stubenhockerin bricht daraufhin eine Welt zusammen – wenn auch nur für kurze Zeit. Denn wenige Augenblicke später bekommt Saira die Chance, sich als durchsetzungsfähig zu behaupten:

Drei Straight White Maliens entführen die Kopfgeldjägerin und erpressen Saira, um so an ihre königliche Labrys zu gelangen. Was die Incel-Milchgesichter nicht wissen: Saira wartet selbst noch auf dieses ehrenvolle Artefakt. Aber hey, vielleicht erlangt sie Kikis Herz zurück, wenn sie die Kidnapper besiegt?!

Zur deutschen Stimmbesetzung des Films gehören unter anderem noch „In die Sonne schauen“-Star Lena Urzendowsky, Katy Karrenbauer, Jasmin Tabatabai (die schon im Zeichentrickfilm „Persepolis“ Synchronerfahrung gesammelt hat) und Drag Queen Kelly Heelton.

Ein gewaltiger, bunter Kosmos!

Mit „Lesbian Space Princess“ haben sich die Kreativköpfe Emma Hough Hobbs und Leela Varghese sogleich zwei Wünsche auf einen Schlag erfüllt: Das Paar wollte unbedingt einmal zusammenarbeiten und die Filmwelt um einen queeren Animationsfilm bereichern. Als ihnen die Wortfolge „Lesbian Space Princess“ in den Sinn kam, setzten sie alles daran, einen dem Titel gerecht werdenden Film zu ersinnen und als gemeinsames Regiedebüt in die Tat umzusetzen. Und das ist ihnen nicht nur gelungen, sondern obendrein reich an Wortspielen, wie ihr auch dem englischen Trailer entnehmen könnt:

Neben verbalen Doppeldeutigkeiten bietet „Lesbian Space Princess“ ein Schnellfeuer an kessen Referenzen auf queere Subkultur, neckische Seitenhiebe auf den mehr oder minder austauschbaren Mainstream sowie turbulente, zotig angehauchte Weltall-Action.

In der FILMSTARTS-Kritik wurde der Trickspaß daher als „zünftig-zügiges, selbstbewusst nicht-heteronormatives Gute-Laune-Weltallabenteuer voller kreativer Albernheiten“ bezeichnet. Dafür gab es starke vier von fünf Sternen – und wenn ihr auch Lust auf trashigere Sci-Fi-Unterhaltung habt, werdet ihr vielleicht hier fündig:

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