"Knives Out 3"-Regisseur wünscht sich mehr Risiken im "Star Wars"-Universum – und verteidigt den meistgehassten Teil der Saga
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan ist mit "Star Trek" aufgewachsen und liebt insbesondere die Crew um Captain Jean-Luc Picard. Kubricks Meisterwerk "2001: Odyssee im Weltraum" gehört zu seinen Lieblingsfilmen. Doch auch heute ist das Sci-Fi-Kino lebendig, was Filme wie "Under the Skin" oder "Ad Astra" beweisen

Mit „Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery“ hat Regisseur Rian Johnson bei Netflix mal wieder einen Hit gelandet. Auch im „Star Wars“-Universum hat der Regisseur seine Spuren hinterlassen – und einen der kontroversesten Filme der Reihe erschaffen.

Rian Johnson hat in den letzten Jahren mit der „Knives Out“-Reihe einen Hit nach dem anderen abgeliefert, doch insbesondere seine Arbeit im „Star Wars“-Universum wird bis heute von vielen Fans kritisch gesehen. 2017 inszenierte dieser nämlich „Star Wars 8: Die letzten Jedi“ – ein bis heute extrem kontrovers diskutierter Teil der Sternkriegs-Saga.

Eine Sache, die vielen Fans besonders unangenehm aufgefallen ist, war Johnsons Abgesang auf den einstigen Helden Luke Skywalker, der hier nur noch ein Schatten des einst so heroischen Lichtschwert-Kriegers ist – und einige Wahrheiten preisgibt, die das Bild der Figur für immer verändert haben. In einem Gespräch mit Polygon hat der Filmemacher noch einmal seine Arbeit verteidigt – und argumentiert, dass genau solche unorthodoxen Risiken nötig sind, um das Franchise am Leben zu halten.

Ein neuer "Star Wars"-Teil darf sich nicht nur nach den Wünschen der Fans richten

Für Johnson wäre es ein Fehler, ein Franchise nur nach den Wünschen der Fans zu gestalten. Stattdessen muss es immer wieder kräftig durchgeschüttelt werden, um auf lange Sicht frisch zu bleiben:

„Als ‚Star Wars‘-Fan weiß ich, wie es ist, wenn etwas das Franchise herausfordert, und ich kenne die Gegenreaktion darauf. Ich weiß, wie es zu internen Streitigkeiten in der Welt von ‚Star Wars‘ kommen kann. Aber ich weiß auch, dass es die schlimmste Sünde ist, mit Samthandschuhen vorzugehen. Die schlimmste Sünde ist es, Angst davor zu haben, etwas zu tun, das die Fans aufrüttelt.

Jeder ‚Star Wars‘-Film seit ‚Das Imperium schlägt zurück‘ hat die Fans aufgerüttelt, sie verärgert, sie zum Streiten gebracht und sie dazu gebracht, darüber zu diskutieren. Und dann haben viele von ihnen es schließlich geliebt und sich damit abgefunden.“

Dass die Fans immer wieder herausgefordert werden müssen, ist sicher richtig. Doch manchmal liegt zwischen „herausfordern“ und „vor den Kopf stoßen“ nur ein schmaler Grat - und das musste Johnson in der Vergangenheit selbst feststellen. Wie man einem bekannten Stoff frischen Wind verleiht, zeigt Johnson jetzt mit seiner „Knives Out“-Reihe. Dabei ist der dritte Teil in gewisser Weise auch eine Rückkehr zu den Anfängen des Franchises. Mehr dazu erfahrt ihr hier:

Mit mehr "Fair Play": So kehrt "Knives Out 3" auf Netflix zum Ursprung der Reihe zurück – und warum Fans das glücklich macht
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