Stoppt "Harry Potter und der Orden des Phönix" bei 127 Minuten und 28 Sekunden: Diese magische Kreatur habt ihr wahrscheinlich völlig vergessen!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Sie haben große symbolische Bedeutung für Harry Potters Weg, doch niemand kann sie sehen. Erst ein augenzwinkerndes Detail im fünften Film ruft uns ihre Existenz wieder ins Gedächtnis. Hier erfahrt ihr, um welche magischen Wesen es geht.

Nach den Ereignissen von „Harry Potter und der Feuerkelch“ ist die Zauberwelt in Aufruhr. Mit der Rückkehr von Lord Voldemort steht nicht nur Hogwarts, sondern die gesamte magische Gesellschaft vor einer Zeitenwende. In „Harry Potter und der Orden des Phönix“ – dem fünften Buch bzw. Film der Reihe – wird diese Bedrohung schließlich greifbar: Während das Zaubereiministerium noch leugnet, dass der böse Magier wieder aufgetaucht ist, beginnt Harry gemeinsam mit Ron und Hermine, seine Mitschüler*innen heimlich auf den unausweichlichen Kampf vorzubereiten.

Diese magische Kreatur können nur Harry und wenige andere sehen!

Doch inmitten all der politischen Intrigen und Spannungen innerhalb der Schule taucht in Teil 5 auch eine Kreatur auf, die wie kaum ein anderes Wesen für das Unsichtbare und Unausgesprochene steht: der Thestral.

Schon bei Harrys Ankunft in Hogwarts scheinen sich die Kutschen, die die Schüler*innen zum Schloss bringen, von selbst fortzubewegen – was normalerweise alle einfach so hinnehmen. Nur Harry und Luna Lovegood erkennen, was sich wirklich vor den Gefährten befindet: knochige, geflügelte Pferde, deren Anblick jenen vorbehalten ist, die den Tod mit eigenen Augen erlebt haben.

Luna Lovegood (Evanna Lynch) ist eine der wenigen anderen außer Harry, die die Thestrale sehen können. Warner Bros.
Luna Lovegood (Evanna Lynch) ist eine der wenigen anderen außer Harry, die die Thestrale sehen können.

Für Harry, der die Ermordung von Cedric Diggory miterleben musste, ist diese Begegnung ein schmerzhafter Wendepunkt. Plötzlich sieht er etwas, das den meisten verborgen bleibt – ein Sinnbild für die Bürde, die er ganz alleine tragen muss. Regisseur David Yates, der mit dem 2007 erschienenen „Harry Potter und der Orden des Phönix“ seinen Einstand in dem von Joanne K. Rowling erdachten Universum gab und später auch für die „Phantastische Tierwesen“-Reihe verantwortlich zeichnen sollte, nutzt die Thestrale geschickt, um den immer düsterer werdenden Tonfall der Filme zu unterstreichen.

Ihre Präsenz ist unheimlich, obwohl sie weder grausam noch feindselig sind. Tatsächlich übernehmen sie seit jeher eine ganz banale Aufgabe: Sie ziehen zuverlässig die Kutschen, die in die Schule für Hexerei und Zauberei führen, ohne dass die meisten Schüler*innen je von ihrer Existenz geahnt hätten. Dennoch werden sie wegen ihres bedrohlichen Äußeren vom Zaubereiministerium als gefährlich eingestuft.

Besonders reizvoll ist ein kleines Detail ganz am Ende des Films – genauer: bei 2 Stunden, 7 Minuten und 28 Sekunden. Während die Kamera Harry und Ron zeigt, stolpert im Hintergrund eine Schülerin scheinbar grundlos – in Wahrheit prallt sie aber gegen einen Thestral, den sie selbst nicht sehen kann. Ein subtiler und humorvoller Hinweis darauf, dass diese Wesen tatsächlich immer noch anwesend sind – auch wenn wir sie aufgrund ihres nicht sichtbaren Äußeren selbst längst vergessen haben mögen!

Übrigens: In einem anderen „Harry Potter“-Abenteuer gibt es ein eher unbeabsichtigtes Detail zu entdecken, das dazu in der Lage ist, die Magie vollständig zu zerstören. Wenn ihr wissen wollt, worum es geht, dann lest doch auch den nachfolgenden Artikel:

Wenn ihr in "Harry Potter" bei 90 Minuten und 12 Sekunden auf Pause drückt, ist die Magie augenblicklich dahin

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels. Ein ähnlicher Artikel ist zuvor schon bei unseren Kollegen von vidaextra.com erschienen.

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