Der verstörendste Film des Jahres? Erster Trailer zur Neuauflage des berüchtigten Horror-Schockers "Faces Of Death"
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Horror ist in seiner DNA verankert – ob irre wie „Braindead“ und „Eraserhead“ oder packend wie „Halloween“ und „High Tension“. Hauptsache ungekürzt!

„Faces Of Death“ ist längst abgedreht, verschwand vor einiger Zeit allerdings scheinbar spurlos von der Bildfläche. Jetzt soll das Remake des gleichnamigen Horror-Kults aber endlich erscheinen – und zumindest schon einmal in den US-Kinos starten.

Legendary Pictures

Gerade im Horror-Kino bekommen wir in aller Regelmäßigkeit Remakes, neue Interpretationen, Sequels, Prequels oder irgendwas dazwischen zu berüchtigten Klassikern des Genres zu sehen. Die einen wandeln dabei auf den geradezu totgetretenen Pfaden des Originals, die anderen versuchen das Rad neu zu erfinden. Einige sind für die Tonne, andere absolut grandios – und viele irgendwo mittendrin. Im Falle von Faces Of Death wissen wir allerdings nicht so recht, wo wir den Schocker einordnen sollen. Und das bereits seit einiger Zeit.

Nachdem bereits Mitte der 2000er mit einem Remake des gleichnamigen Horror-Phänomens von 1978 geliebäugelt wurde, dauerte es letztlich bis 2023, bis das Vorhaben in die Tat umgesetzt wurde. Vor mittlerweile drei Jahren nahm das Projekt endlich Fahrt auf, wurde mit durchaus prominenter Besetzung (u.a. Barbie Ferreira aus „Euphoria“ und Superstar Charlie XCX) angekündigt und auch direkt gedreht. Doch dann herrschte lange Zeit Funkstille – bis jetzt.

"Faces Of Death" soll 2026 endlich erscheinen

Denn jetzt wurde endlich ein erster Trailer zu „Faces Of Death“ veröffentlicht, in dem wir nach all der Wartezeit nun immerhin einige kurze Einblicke in das Werk bekommen, das sich offenbar anschickt, genau so zu verstören wie das ikonische Original (um das Video zu sehen, müsst ihr allerdings bei YouTube angemeldet sein).

[UPDATE 5. Februar 2026] Der Trailer wurde mittlerweile von YouTube entfernt.

Und das ist noch nicht alles. Obendrein enthüllt die Vorschau endlich auch den Starttermin. Der Film soll am 10. April 2026 in die US-Kinos kommen – was natürlich auch die Tore für eine internationale Ausspielung öffnet. Zunächst bleibt allerdings abzuwarten, ob der Start auch tatsächlich eingehalten wird – und ob sich überhaupt ein deutschsprachiger Verleiher findet, der sich einer hiesigen Veröffentlichung annimmt.

Das Original stand in Deutschland übrigens lange auf dem Index, ist seit 2022 allerdings komplett ungekürzt frei auf DVD erhältlich:

Der kurze Clip zum Remake legt indes nahe, dass Zartbesaitete auch um die Neuverfilmung einen weiten Bogen machen sollten. Die bereits im Jahr 2024 erteilte US-Altersfreigabe machte das ebenfalls bereits deutlich. Vergeben wurde die Erwachsenenfreigabe R-Rating. Die Begründung: „strong bloody violence and gore, sexual content, nudity, language and drug use“ („sehr blutige Gewalt und Gore, sexuelle Inhalte, Nacktheit, vulgäre Sprache und Drogenkonsum“).

Das ist "Faces Of Death"

Lange bevor „Blair Witch Project“ sein Publikum mit der Frage beschäftigte, ob das Gezeigte tatsächlich inszeniert oder womöglich sogar echt ist, avancierte „Faces Of Death“ zur verstörenden Sensation, die vor allem für Hartgesottene in den 80er-Jahren zum absoluten Pflichtprogramm zählte – und in der Videotheken-Ära mehr als 35 Millionen Dollar eingebracht haben soll. Bei Produktionskosten von weniger als 100.000 Dollar.

Alle wollten sehen, was es mit dem schockierenden Werk auf sich hat. Denn obwohl es eine grobe Rahmenhandlung gibt, bietet der Film schließlich keine klassische Kino-Unterhaltung, sondern im Grunde nicht mehr als eine Aneinanderreihung von schonungslosen, teils wirklich den Magen umdrehenden Aufnahmen von Menschen oder Tieren, deren Ableben filmisch festgehalten wurde.

Nachdem es bis zur Jahrtausendwende zu einer Reihe von offiziellen und inoffiziellen Fortsetzungen gekommen war, versteht sich der jüngste Beitrag der Reihe nun als Remake – und zwar mit Meta-Touch (durchaus ähnlich wie bereits bei „The Human Centipede 2“). Denn die Geschichte soll sich um eine junge Frau drehen, die gewalttätige Inhalte für eine Internetplattform aussondert und dabei auf eine Gruppe stößt, die die Morde aus dem berüchtigten „Faces Of Death“-Original nachzustellen scheinen. Aber sind die Gräueltaten tatsächlich echt – oder fake?

Die Inszenierung übernahm übrigens Daniel Goldhaber, der auch schon den Netflix-Horror „Cam“ und den Terrorismus-Thriller „How To Blow Up A Pipeline“ verantwortete – und sich längst auch schon einem neuen Projekt widmet. Mehr dazu erfahrt ihr hier:

Das Remake eines der berüchtigtsten Horrorfilme aller Zeiten liegt seit über zwei Jahren im Giftschrank – jetzt dreht der Regisseur seinen nächsten Film

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