Emma Stone kann man guten Gewissens als eine der vielseitigsten Schauspielerinnen ihrer Generation bezeichnen. Vielseitig ist die zweifache Oscar-Preisträgerin dabei nicht nur in ihrer schauspielerischen Bandbreite, sondern auch in der Auswahl ihrer Rollen. So begann sie ihre Karriere als Comedy-Darstellerin in Filmen wie „Einfach zu haben“, glänze später als Comic-Ikone Gwen Stacy in „The Amazing Spider-Man“ und hat sich mittlerweile vor allem in exzentrischen Arthouse-Stoffen wie „Poor Things“ zurechtgefunden.
Doch nicht immer konnte sich Stone mit einer derart großen Auswahl an Rollen begnügen. Ganz im Gegenteil: Vor ihrem Durchbruch musste sie sich erst mal durch unzählige Absagen quälen. Ihr Vorsprechen für die Superhelden-Serie „Heroes“ ließ Stone sogar ernsthaft an ihrer Bestrebung zweifeln, Schauspielerin zu werden – denn sie musste hautnahe miterleben, wie oberflächlich es in der Traumfabrik mitunter zugehen kann.
Emma Stone sprach für die Hit-Serie "Heroes" vor
Falls euch „Heroes“ kein Begriff ist: Die gefeierte Serie aus dem Jahr 2006 handelt von einer Reihe scheinbar völlig gewöhnlicher Menschen, die zufällig entdecken, dass sie übernatürliche Fähigkeiten besitzen. Gemeinsam beschließen sie fortan, gegen die dubiose Organisation „Die Firma“ vorzugehen. Stars der Serie sind unter anderem Zachary Quinto („Stark Trek“), Kristen Bell (Nobody Wants This) und Milo Ventimiglia (Gilmore Girls).
Eine der zentralen Figuren in „Heroes“ ist die Cheerleaderin Claire Bennet, welche über Selbstheilungskräfte verfügt – und genau auf diese Rolle bewarb sich damals Emma Stone. Die Schauspielerin war zu dem Zeitpunkt selbst noch im Teenageralter und hatte für ihren Hollywood-Traum viel aufs Spiel gesetzt. So brach sie sogar vorzeitig die Schule ab, um sich voll und ganz der Schauspielei zu widmen.
Nachdem sie aber bereits für zahlreiche Rollen abgelehnt wurde, begann Stone zunehmend um ihre Zukunft zu bangen. Das Fass zum überlaufen brachte dann aber schließlich ihr Vorsprechen für „Heroes“ – und das nicht einfach nur, weil die Rolle letztlich an Hayden Panettiere ging, die ihren Job zweifelsfrei sehr gut machte.
Wie Stone Vanity Fair erzählte, waren es vor allem die Worte der Produzenten, die ihr stark zusetzten: „Ich konnte hören, wie im Nebenraum gerade ein Mädchen hereinkam und sie sagten: ‚Du bist unsere Wahl. Auf einer Skala von 1 bis 10 bist du eine 11.‘ Ich ging nach Hause und hatte einen richtigen Nervenzusammenbruch.“
Die Schauspielerin war am Boden zerstört
Dass Emma Stone von der Oberflächlichkeit der Produzenten dermaßen angefressen war, ist natürlich vollkommen nachvollziehbar. Mithören zu müssen, wie ihr eine andere Bewerberin allein aufgrund des Aussehens vorgezogen wird, muss sich für die junge Darstellerin wie ein Schlag in die Magengrube angefühlt haben. Stone sieht in diesem Erlebnis jedenfalls ihren „absoluten Tiefpunkt“.
Glücklicherweise hat sie sich deshalb aber nicht von ihrem Traum abbringen lassen, denn nur kurze Zeit später ergatterte sie in der Kult-Komödie „Superbad“ ihre erste größere Rolle – und von da an ging es mit ihrer Karriere nur noch bergauf. Aktuell scheint sie sich vor allem an der Zusammenarbeit mit Regisseur Yorgos Lanthimos zu erfreuen: Für ihn stand sie nämlich schon ganze vier Mal vor der Kamera und blühte dabei auch schauspielerisch nochmal ganz neu auf.
Die letzte Zusammenarbeit des Duos – die Verschwörungsthriller-Satire „Bugonia“ – könnte Emma Stone demnächst erneut den Darsteller-Oscar einbringen. Eine beachtliche Bestmarke hat sie damit sogar jetzt schon aufgestellt: