"Ein großartiger Film": Stephen King feiert diesen Sci-Fi-Horror – obwohl er als Tiefpunkt unter seinen Verfilmungen gilt!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Ob psychologischer Horror, Slasher-Film oder obskures Kleinod: Michael liebt das Horrorkino, seit er nach dem Schauen von „Blair Witch Projekt“ eine halbe Stunde lang wie versteinert auf dem Sofa saß.

Vor zehn Jahren erschien eine Stephen-King-Adaption mit John Cusack und Samuel L. Jackson – und wurde nicht nur zum Mega-Flop, sondern erntete auch vernichtende Kritiken. Der Autor der Vorlage hält den Film allerdings für schwer unterschätzt!

Stephen King ist nicht nur einer der populärsten, sondern auch einer der produktivsten Schriftsteller seiner Generation – fast 70 Romane und über 200 Kurzgeschichten gehen mittlerweile auf sein Konto. Entsprechend lang ist auch die Liste der Verfilmungen von Stoffen aus der Feder des Horror-Meisters – darunter Klassiker wie „Carrie“, „Misery“ oder „Die Verurteilten“.

Da King nicht nur ein erfolgreicher Autor, sondern auch passionierter Filmfan ist, hält er mit seinen Meinungen zu neuen Adaptionen selten hinterm Berg – wobei seine Urteile nicht selten überraschend ausfallen. So gilt Stanley Kubricks berühmte „Shining“-Version von 1980 als absolutes Meisterwerk, doch Stephen King hat aus seiner Abneigung gegen die stark von seiner Buchvorlage abweichende Kino-Umsetzung nie einen Hehl gemacht (welchen Regisseur er Kubrick vorgezogen hätte, erfahrt ihr hier).

Doch es geht auch andersrum: So hat er die vor zehn Jahren erschienene Verfilmung eines seiner weniger bekannten Romane vehement verteidigt, obwohl sie bei Fans und Kritiker*innen eher schlecht abschnitt. Die Rede ist von Puls“ mit John Cusack und Samuel L. Jackson in den Hauptrollen.

Puls - Wenn alle vernetzt sind ist keiner sicher
Puls - Wenn alle vernetzt sind ist keiner sicher
Starttermin 12. Januar 2017 | 1 Std. 38 Min.
Von Tod Williams
Mit John Cusack, Samuel L. Jackson, Isabelle Fuhrman
User-Wertung
2,3
Filmstarts
2,5

Der Film dreht sich um ein mysteriöses Signal, das über das Mobilfunknetz übertragen wird und jeden, der gerade telefoniert, augenblicklich in einen blutrünstigen Amokläufer verwandelt. Inmitten des daraus resultierenden Chaos versucht der Comiczeichner Clay Riddell (Cusack), sich gemeinsam mit dem besonnenen U-Bahn-Fahrer Tom McCourt (Jackson) von Boston nach Maine durchzuschlagen. Bald müssen sie feststellen, dass die Infizierten eine unheimliche Schwarmintelligenz entwickeln, die die letzten Überlebenden systematisch in die Enge treibt...

In den USA spielte „Cell“ (so der Originaltitel) nur etwas mehr als eine Million Dollar ein – ein gewaltiger Flop! Aus diesem Grund kam er beispielsweise in Deutschland gar nicht erst in die Kinos und wurde direkt auf DVD und Blu-ray ausgewertet. Kritik und Zuschauer*innen waren sich dabei einig, dass es sich bei der Regiearbeit von „Paranormal Activity 2“-Macher Tod Williams um keinen besonders guten Film handelt – auf der US-amerikanischen Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes kommt die Produktion auf gerade einmal 11 Prozent Zustimmung bei der Fachpresse bzw. 17 Prozent beim Publikum.

Stephen King äußerte sich in einem Interview mit Yahoo! allerdings positiv über den Film: „Ich habe ehrlich nie verstanden, warum die Leute ‚Puls‘ nicht mochten“, so der „Es“-Schöpfer. „Für mich war das ein großartiger, exzentrischer Film mit wirklich seltsamen, eigenwilligen Darbietungen. […] John Cusack in Bestform, und Samuel L. Jackson ist ebenfalls großartig.“ Er persönlich halte „Puls“ für eine der meistunterschätzten Stephen-King-Verfilmungen.

Das könnte durchaus damit zusammenhänge, dass er gemeinsam mit Adam Alleca höchstpersönlich für das Drehbuch verantwortlich zeichnete. Allerdings sprach er über seine bisher einzige Regiearbeit deutlich weniger wohlwollend. Um welchen 80er-Jahre-Flop es geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

Stephen King hielt diesen Horrorfilm für "schwachsinnig" – doch nach 39 (!) Jahren plant der Star des Originals eine Fortsetzung!

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