"Ein verdammt guter Film": Christopher Nolan liebt diesen Actionthriller, der zu den unterschätztesten Einträgen in ein absolutes Kult-Franchise gehört!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Liebt es, wenn Filme in Bewegung sind – und bekommt von (guten!) Action-Filmen deshalb niemals genug. „Speed“ hat seine Leidenschaft für Action-Kino einst entfacht, und durch Filme wie „Ambulance“ oder „RRR“ lebt sie weiter.

Christopher Nolan ist bekanntlich ein riesiger James-Bond-Fan. Sein absoluter Lieblingsfilm der Reihe ist dabei zugleich ein oft übersehenes 007-Abenteuer, das innerhalb des Franchise eine Sonderstellung einnimmt!

Wer als Spion mit der Lizenz zum Töten in die Fußstapfen von Daniel Craig treten wird, ist noch immer ein gut gehütetes Geheimnis. Doch immerhin der Regisseur für das 26. James-Bond-Abenteuer ist endlich gefunden: Denis Villeneuve!

Ein Regisseur, mit dem Villeneuve oft und gern verglichen wird und um den sich in der Vergangenheit ebenfalls oft 007-Gerüchte rankten, ist Christopher Nolan. Zwar ist eine Beteiligung des zurzeit mit seinem am 16. Juli erscheinenden Mammutprojekt „The Odyssey“ beschäftigten Briten erst einmal wieder vom Tisch, doch dass sich der 55-Jährige dem Franchise in fernerer Zukunft noch einmal zuwenden könnte, bleibt weiterhin nicht unwahrscheinlich – schließlich hat Nolan aus seiner Liebe zu James Bond nie einen Hehl gemacht, und mit seinem Sci-Fi-Agenten-Actioner „Tenet“ hat er 2020 schon einmal einen Vorgeschmack darauf gegeben, wie ein von ihm inszenierter 007-Blockbuster aussehen könnte. Auch „Inception“ bezeichnete er damals als „meinen Bond-Film“.

Einen oft übersehenen 007-Film schätzt Christopher Nolan am meisten

Doch welchen Film rund um den wohl berühmtesten Agenten der Literatur- und Kinogeschichte schätzt Nolan eigentlich am allermeisten? Das hat der „The Dark Knight“- und „Interstellar“-Schöpfer in einem Interview mit Empire verraten (via Collider) – und seine Antwort ist nicht unbedingt die naheliegendste!

„Ich glaube, ‚Im Geheimdienst ihrer Majestät‘ ist mein liebster Bond-Film. Ein verdammt guter Film, der auch heute noch hervorragend funktioniert. Was mir daran gefällt […] ist die enorme Balance zwischen Action, Größe, Romantik, Tragik und Emotion. Von allen Bond-Filmen ist er mit Abstand der emotionalste.“

Nolan hat sich also weder für den Sean-Connery-Klassiker „Goldfinger“ noch für die beiden Daniel-Craig-Hits „Casino Royale“ oder „Skyfall“ entschieden, die in unserem Ranking der besten Bond-Filme aller Zeiten laut den Bewertungen der FILMSTARTS-Community die Top 3 bilden.

Stattdessen fällt seine Wahl auf den einzigen 007-Einsatz von George Lazenby. Der heute 86-Jährige löste im Jahr 1969 Sean Connery ab, doch wohl nicht zuletzt aufgrund seiner Unerfahrenheit – Lazenby war zu dieser Zeit vor allem als Model tätig und hatte keine Schauspielausbildung – gab er den Posten nach nur einem Film direkt wieder ab. Auch das Publikum fremdelte mit dem Australier.

Heute gilt „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ vielen Fans allerdings als unterschätzter Eintrag in das Franchise, gerade weil er sich in einigen entscheidenden Punkten stark von seinen Vorgängern und Nachfolgern unterscheidet.

James Bond 007 - Im Geheimdienst Ihrer Majestät
James Bond 007 - Im Geheimdienst Ihrer Majestät
Starttermin 19. Dezember 1969 | 2 Std. 20 Min.
Von Peter Hunt
Mit George Lazenby, Diana Rigg, Telly Savalas
Pressekritiken
3,8
User-Wertung
3,7
Filmstarts
4,5
Im Stream

In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik wurde „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ mit starken 4,5 von 5 Sternen geadelt. In dem Text heißt es unter anderem: „Der Agenten-Actionthriller fesselt als perfekter Bond-Cocktail mit allen Zutaten, die die Fans lieben: Action, Spannung und Ironie vom Feinsten erweitert um die Komponente Tragik.“

In der Tat hebt sich das Regiedebüt des Bond-Cutters Peter R. Hunt vor allem durch seine melodramatische Dimension vom Rest der Reihe ab. Schließlich verliebt sich der für seine flüchtigen Affären berüchtigte Spion in dem Film ernsthaft und heiratet sogar – und muss schließlich, Spoiler!, den Verlust seiner Ehefrau (gespielt von Diana Rigg) verkraften.

Wenn ihr übrigens wissen wollt, mit welchem 007-Darsteller Bond-Erfinder Ian Fleming zunächst rein gar nichts anfangen konnte (und warum), dann lest direkt im folgenden Artikel weiter:

"Er entspricht nicht meiner Vorstellung": 007-Erfinder konnte mit einem der beliebtesten James-Bond-Darsteller rein gar nichts anfangen!

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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