Im Jahr 1999 wurde eine junge Schauspielerin mit zwei Kino-Erfolgen zum Superstar, die außer einem gemeinsamen Wort im Titel kaum unterschiedlicher sein könnten: „American Pie“ und „American Beauty“. Die Rede ist natürlich von Mena Suvari!
In „American Pie“ verkörperte sie die schüchterne Chorsängerin Heather, die eine Beziehung mit dem Lacrosse-Spieler Oz (Chris Klein) eingeht. Es war aber vor allem ihre Darstellung der Angela Hayes, der besten Freundin von Jane Burnham (Thora Birch) in „American Beauty“, die zur Projektionsfläche für die sexuellen Fantasien von Janes Vater Lester (Kevin Spacey) wird und hinter deren vermeintlich abgeklärter Fassade sich einige Unsicherheiten verbergen, für die sie gefeiert wurde. Langfristig in Hollywood etablieren konnte sich die damals 20-Jährige jedoch nicht.
So ging die Karriere von Mena Suvari nach "American Beauty" weiter
Zwar bekam Suvari laufend weitere Rollenangebote. Doch entweder musste sie in Teenie-Komödien wie „Loser – Auch Verlierer haben Glück“ oder „Sugar & Spice“ immer ähnliche Charaktere spielen – oder sie landete in Independent-Produktionen, die weder kommerziell noch kritisch an den Comedy-Hit „American Pie“ oder den Oscar-Triumph „American Beauty“ anknüpfen konnten. Habt ihr beispielsweise „Sonny“ gesehen, ein Crimedrama, mit dem Nicolas Cage seinen einzigen Film als Regisseur ins Kino brachte? Oder den Psychothriller „Traumata“ mit Colin Firth?
Ein Grund für diese Entwicklung war auch ihr persönlicher Hintergrund, den sie 2021 in ihrer Autobiografie „The Great Peace: A Memoir*“ öffentlich machte. Darin beschreibt Suvari, dass sie während ihres Karrierestarts mit den Folgen eines sexuellen Übergriffs und einer Drogensucht zu kämpfen hatte, was ihre Arbeit und ihre Entscheidungen in dieser Zeit stark beeinflusste. „Von außen sah ich aus wie ein Fabergé-Ei, aber innen war ich leer“, so die heute 47-Jährige.
In der Folgezeit wurden Suvaris Rollen kleiner. Zwar war sie Mitte der 2000er-Jahre noch in Kinofilmen wie „Beauty Shop“ oder „Domino“ zu sehen, trotzdem baute sie sich ein zweites Standbein im Fernsehen auf. So war sie etwa in Staffel 4 der damals extrem populären Serie „Six Feet Under“ mit von der Partie.
Suvari steht bis heute vor der Kamera
Von der Schauspielerei zurückgezogen hat sich die „Carrie 2“-Darstellerin nie, doch spätestens mit Beginn der 2010er-Jahre verlagerte sie ihre Karriere nahezu komplett ins Fernsehen. Ihren wohl bekanntesten TV-Auftritt legte sie in „American Horror Story“ als Elizabeth Short hin, darüber hinaus übernahm sie eine wiederkehrende Rolle in der Serie „Chicago Fire“. Zudem wurde sie zum Gesicht sowohl des Mystery-Horrros „South Of Hell“ als auch der Dramedy „American Woman“, beide Serien fanden allerdings wenig Beachtung und wurden nach nur einer Staffel wieder eingestellt.
Zuletzt war Suvari wieder vermehrt in Spielfilmen zu sehen, nur das von der Kritik zerrissene Biopic „Reagan“ mit Dennis Quaid in der Titelrolle schaffte es aber auf die (US-amerikanischen) Leinwände. Privat ist sie seit 2018 mit dem Set-Designer Michael Hope verheiratet, 2021 bekamen sie einen gemeinsamen Sohn. Zudem ist sie überzeugte Vegetarierin und setzt sich aktivistisch für eine fleischfreie Ernährung ein.
Einer von Suvaris jüngeren Filmen ist „Kalahari – Hunting Grounds“, in dem sie an der Seite eines anderen 90er-Jahre-Stars ums Überleben kämpfte: Ryan Phillippe. Wenn ihr wissen wollt, was der vor allem aus „Eiskalte Engel“ bekannte Schauspieler heute macht, dann lest direkt im nachfolgenden Artikel weiter:
Er war einer der großen Stars der 90er: Was macht "Eiskalte Engel"- und "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast"-Darsteller Ryan Phillippe heute?Ein ähnlicher Artikel ist zuvor auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.
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