Während wir von FILMSTARTS (gemeinsam mit unseren Kolleg*innen von Moviepilot) unsere Liste der besten Filme 2025 längst mit euch geteilt haben, geht die Debatte um die besten Filme des Vorjahres geht knapp zwei Monate nach Jahresende in die heiße Phase. Denn wir befinden uns mitten in der Award-Season. Bevor in der Nacht vom 15. auf den 16. März die Oscars zum 98. Mal verliehen werden, werden bereits einige andere prestigeträchtige Preise vergeben. So auch die BAFTAs.
Dabei handelt es sich um die von der British Academy Of Film And Television vergebenen Awards, die durchaus als einer der Gradmesser für die folgenden Academy Awards gelten. Und tatsächlich räumten vor allem zwei Filme ab, die sich auch große Oscar-Chancen ausrechnen dürfen. In einer der Hauptkategorien können wir indes schon jetzt sagen, dass es in etwas weniger als einem Monat einen neuen Gewinner geben wird. Aber eins nach dem anderen…
Die großen BAFTA-Gewinner: "Blood & Sinners" und "One Battle After Another"
Großer Gewinner des gestrigen Abends ist „One Battle After Another“. Das neueste Meisterwerk von Paul Thomas Anderson, das in der FILMSTARTS-Kritik die vollen fünf Sterne absahnte und auch in 13 Oscar-Kategorien nominiert ist, ging in sechs Rubriken als Sieger hervor. Unter anderem gab es den Hauptpreis für den besten Film, zudem machten auch Anderson (als bester Regisseur und für das beste adaptierte Drehbuch), Nebendarsteller Sean Penn, Kameramann Michael Bauman und Cutter Andy Jurgensen das Rennen.
Das Horror-Historien-Epos „Blood & Sinners“ bringt es immerhin auf drei Auszeichnungen. Prämiert wurden Ryan Coogler (bestes Originaldrehbuch), Wunmi Mosaku (beste Nebendarstellerin) sowie Ludwig Göransson (bester Score). Bei den Academy Awards könnte sich dieser Erfolg durchaus wiederholen lassen, ist der Kassenschlager doch gar in 16 Kategorien nominiert. Ein gestriger Triumph wird auf der größten Hollywood-Bühne allerdings nicht noch einmal stattfinden…
Robert Aramayo als bester Schauspieler gekrönt
Denn ausgerechnet Robert Aramayo wurde bei den BAFTAs als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet – und damit ein Schauspieler, der für den begehrtesten Preis der Filmwelt aus formellen Gründen nicht einmal nominiert ist! Im auf einer wahren Geschichte basierenden Drama „I Swear“, das hierzulande am 4. Juni 2026 unter dem Titel „Verflucht normal“ in die Kinos kommen wird, spielt er den an Tourette erkrankten John Davidson, dessen Geschichte „akute Inspirations-Gefahr“ mitbringt – und auch unseren Autor Oliver Kube begeisterte. In der FILMSTARTS-Kritik gab es so starke 4 von 5 möglichen Sternen.
Aramayo schlug damit sensationell die beiden hoch gehandelten Favoriten in dieser Kategorie: Timothée Chalamet mit „Marty Supreme“ und Leonardo DiCaprio mit dem bereits genannten „One Battle After Another“. Bei den Oscars geht Aramayo übrigens aufgrund der Zulassungsregeln erst ein Jahr später ins Rennen, ist somit jetzt schon einer der Kandidaten für einen Goldjungen 2027.
Die BAFTA-Gewinner*innen in den anderen Schauspiel-Kategorien – darunter auch Jessie Buckley („Hamnet“) – dürfen sich indes Hoffnung machen, schon dieses Jahr auch den ehrwürdigen Oscar in ihren Händen zu halten.
Ob sich Hauptdarsteller-Mitfavorit Timothée Chalamet mit „Marty Supreme“ seinen ersten Goldjungen mit seiner dritten Nominierung (nach „Call Me By Your Name“ und „Like A Complete Unknown“) verdient hat, könnt ihr ab dieser Woche übrigens selbst feststellen. Denn das neue, vor chaotischer Energie strotzende Meisterwerk von „Der schwarze Diamant“-Macher Josh Safdie startet am 26. Februar. Zur Einstimmung auf das Must-See lassen wir euch an dieser Stelle den Trailer da: