Als Kathleen Kennedy ihren Abschied von Lucasfilm verkündete, machte die langjährige „Star Wars“-Chefin eine besonders überraschende Aussage: „Das Projekt von Mangold liegt aktuell auf Eis, ebenso wie das von Soderbergh“, erklärte sie in ihrem sehr offenen und ausführlichen Interview mit dem Branchenmagazin Deadline. Das von ihr angesprochene „Projekt von Mangold“ ist der 2023 erstmals angekündigte „Dawn Of The Jedi“ – für den Autor dieser Zeilen und viele weitere Fans eigentlich das spannendste „Star Wars“-Projekt im Entwicklungsplan seit Jahren.
Schließlich ist der unter „Logan - The Wolverine“-Regisseur James Mangold entwickelte Titel die erste Geschichte der Saga, die uns in eine komplett andere Ära entführen sollte. In dem rund 25.000 (!) Jahre vor der Originaltrilogie spielenden Film sollten wir vom allerersten Jedi erfahren – in einer epischen Erzählung, die an alte Bibel-Filme erinnert.
"Dawn Of The Jedi" wird nicht mehr aufgetaut!
Dass Kennedy James Mangolds Projekt mit ihren Aussagen im Januar 2026 auf dieselbe Stufe wie ein durch Disney abgelehntes Projekt von Steven Soderbergh und Adam Driver rund um Kylo Ren setzte, sorgte bei uns bereits für riesige Zweifel hinsichtlich der Zukunft. In unserer Übersicht der aktuellen „Star Wars“-Projekte findet sich „Dawn Of The Jedi“ seitdem auch in der Kategorie der Titel, bei denen wir vorerst nicht mehr erwarten, dass sie noch erscheinen:
Alle kommenden "Star Wars"-Filme im Kino und -Serien auf Disney+ in der kompletten ÜbersichtJetzt nährt sich die Gewissheit. Konnte man angesichts von Kennedys Aussage, dass das Projekt „auf Eis liegt“ noch auf ein Auftauen hoffen, macht der für gewöhnlich gut informierte Insider Jeff Sneider solche Überlegungen zunichte. In der aktuellen Ausgabe seines Podcasts The Hot Mic erklärte er das Projekt für „tot“. Er habe diese Info gerade frisch gehört, das Vorhaben sei jetzt komplett begraben. Er konnte es zwar noch nicht mit seiner direkten Quelle bei Lucasfilm rückbestätigen, doch er ist ziemlich überzeugt, dass es das war mit „Dawn Of The Jedi“.
Macher sitzen bereits an neuen Projekten
Kennedy erklärte bei ihrem Abschied: „James Mangold und Beau Willimon haben ein unglaubliches Drehbuch geschrieben, aber es sprengt definitiv den Rahmen.“ Nun scheinen die beiden Filmschaffenden unter der neuen Leitung um Dave Filoni wohl auch nicht mehr die Möglichkeit zu bekommen, ihre Idee noch in einen umsetzbaren Rahmen zu bringen. Stattdessen sind sie längst zu neuen Ufern aufgebrochen.
Autor Beau Willimon, der zuletzt mit seinen herausragenden „Star Wars: Andor“-Episoden rund um das Gefängnis Narkina 5 (Staffel 1) und das Ghorman-Massaker (Staffel 2) für Aufsehen sorgte, schrieb so gerade einen möglichen „Game Of Thrones“-Kinofilm.
Von James Mangold wissen wir schon länger, dass er mit seinem „Like A Complete Unknown“-Star Timothée Chalamet als nächstes den Action-Thriller „High Side“ dreht. Schließlich steckt in dem Projekt eine Menge Geld. Studio Paramount zahlt Hauptdarsteller Chalamet sogar so viel, dass er damit einen Gehalts-Rekord aufstellte:
25 Millionen Dollar für neuen Action-Thriller: Timothée Chalamet stellt Gehalts-Rekord aufViele „Star Wars“-Fans hofften bislang, dass Mangold sich danach doch noch einmal „Dawn Of The Jedi“ widmet. Insider Sneider glaubt allerdings, dass der Regisseur sich nach „High Side“ eher dem DC-Universum widmen wird. Für James Gunn soll er dort den Horror-Schocker „Swamp Thing“ rund um die gleichnamige Figur inszenieren. Um das Projekt ist es seit der Ankündigung sehr still, es könnte bald jedoch wieder vorangehen.
Bei „Star Wars“ geht es derweil aber trotzdem ebenfalls voran. Schließlich stehen endlich mal wieder neue Kinofilme an – sogar gleich zwei. Am 20. Mai 2026 startet „The Mandalorian & Grogu“, am 26. Mai 2027 folgt dann „Star Wars: Starfighter“. Zu „The Mandalorian & Grogu“ haben wir hier zum Abschluss noch den Trailer: