Paramount Pictures und Spielzeughersteller Hasbro haben mit Filmen basierend auf den „G.I. Joe“-Actionfiguren weltweit ein sattes Sümmchen von über 700 Millionen US-Dollar an den Kinokassen eingefahren. Ganz so groß wie zum Beispiel das „Transformers“-Franchise ist die „G.I. Joe“-Reihe bisher zwar nicht geworden. Doch Paramount glaubt weiter an die Zugkraft der Marke und werkelt an neuen Filmen über die Agentinnen und Agenten der Global Integrated Joint Operating Entity (G.I. JOE), die in Filmen wie „G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra“ bisher u.a. von Stars wie Channing Tatum und Marlon Wayans dargestellt wurden.
So wurde vor wenigen Wochen bekannt, dass Paramount bei Filmemacher Max Landis einen Entwurf für einen neuen „G.I. Joe“-Film bestellt hat – was in der Branche für einige hochgezogene Brauen sorgte.
Denn nachdem der Sohn von Kult-Regisseur John Landis („Blues Brothers“, „Der Prinz aus Zamunda“) mit seinem Drehbuch-Erstling zum Found-Footage-Actioner „Chronicle“ für positives Aufsehen gesorgt hatte, fiel Max Landis durch misogyne Aussagen in Interviews immer wieder negativ auf, bis er schließlich von bis dato insgesamt acht Frauen des sexuellen und psychischen Missbrauchs und der körperlichen Gewalt bezichtigt wurde. Für Landis bedeutete dies das Karriere-Aus – entsprechend sorgte die Nachricht, Paramount wolle mit Landis für ein großes Action-Franchise zusammenarbeiten, für Schlagzeilen.
Kein neuer "G.I. Joe"-Film von Max Landis
Doch daraus wird letztendlich nun doch nichts, wie Variety exklusiv berichtet: Das „G.I. Joe“-Filmprojekt aus Landis’ Feder wird nicht weiterentwickelt. Dies habe „kreative Gründe“, zitiert das Branchenmagazin eine seiner Quellen. Paramount äußerte sich bislang nicht zur Ablehnung von Max Landis’ Entwurf, dafür reagierte der Filmemacher selbst via Instagram – und gab dabei Details preis, um was es in seinem „G.I. Joe“-Abenteuer gegangen wäre.
In seiner „G.I. Joe“-Fortsetzung hätte die Bösewicht-Organisation Cobra „erfolgreich die Weltherrschaft übernommen und G.I. Joe zu einer Verschwörungstheorie degradiert“. Dass aus dem Projekt nun nichts werde, könne er nachvollziehen, so laufe es bei der Entwicklung rund um Projekte großer Marken immer ab. „Ehrlich gesagt war ich überrascht, dass überhaupt darüber berichtet wurde“, kommentierte Landis die bisherige Berichterstattung.
"Verrückte und subversive Idee"
Gegenüber Variety erklärte er, er sei dankbar, diese Gelegenheit bekommen zu haben, und der Pitch für den Film sei eher zufällig zustande gekommen, basierend „auf der Coolness dieser verrückten und subversiven Idee“, die er für den „G.I. Joe“-Ableger mit Bösewicht-Fokus gehabt habe.
Doch auch ohne Max Landis als Drehbuchautor geht es mit der Suche nach der nächsten Idee für einen neuen „G.I. Joe“-Film weiter. Paramount hole derzeit Ideen von weiteren Autor*innen ein, schreibt Variety. Bereits bekannt ist, dass unter anderem Danny McBride („The Righteous Gemstones“) zu diesem Kreis gehört.
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