Falls ihr „Der Astronaut - Project Hail Mary“ noch nicht gesehen habt, kommt hier eine Spoiler-Warnung! Denn wir gehen auf das emotionale Finale des Science-Fiction-Blockbusters ein, der am 19. März 2026 im Kino gestartet ist und Ryan Gosling als Wissenschaftler auf Weltenrettungsmission zeigt. Aber seine Figur Dr. Ryland Grace ist in der Adaption des Romans „Der Astronaut“ von Andy Weir nicht allein ...
Denn auf seiner nach dem Tod der Crew-Mitglieder Olesya Ilyukhina (Milana Vayntrub) und Yáo Li-Jie (Ken Leung) zunächst sehr einsamen Mission begegnet Grace dem Alien Rocky. Eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht, die bald so eng ist, dass Grace sich sogar entschließt, seine eigene Heimkehr aufzugeben, um Rocky zu retten. Denn nachdem sich die Wege der beiden zunächst getrennt haben, scheinbar für immer, macht Grace eine schwerwiegende Entdeckung: Die Taumöben, die die sternenfressenden Astrophagen zerstören können, sind in der Lage, das Material Xenonit zu durchdringen – aus dem Rockys Raumschiff besteht.
Rocky in Gefahr: Taumöben fressen Astrophagen-Treibstoff
Grace erkennt sofort die Gefahr nicht nur für seinen Freund Rocky, sondern für dessen gesamtes Volk. Denn wenn die Taumöben aus ihren Behältern auf Rockys Raumschiff entkommen, fressen sie die Astrophagen, die dem Schiff als Treibstoff dienen – und Rocky strandet im All und kann nie die Rettungsmaßnahme zu seinem Heimatplaneten 40 Eridani transportieren. Also opfert Grace seine Aussicht auf eine Rückkehr zur Erde, denn sein eigener Treibstoff reicht nur noch für die Reise zu einem Planeten. Er entschließt sich, den tatsächlich inzwischen im Weltraum gestrandeten Rocky einzusammeln, und ihn mit seinem Raumschiff Hail Mary nach „Erid“ zu bringen.
Vor Ort bedanken sich die Eridianer bei Ryland Grace, indem sie ihm in einer Kuppel einen kleinen Nachbau einer irdischen Umwelt samt für Menschen atembarer Luft installieren. Darin kann ihn Rocky, der dann selbst wiederum in einem Xenonit-Anzug steckt, besuchen. So entstehen die Bilder im Finale von „Der Astronaut“, in denen Grace und Rocky scheinbar am Meer sitzen. In Wahrheit befinden sie sich jedoch auf dem Planeten 40 Eridani, dessen wahres Aussehen wir im Film jedoch nicht zu sehen bekommen.
Ryland Grace auf Eridani: Eine neue Aufgabe wartet auf den Lehrer
Damit erzählt der Film des Regie-Duos Christopher Miller und Phil Lord das gleiche Ende wie auch die Buchvorlage von Andy Weir: Auch im Roman rettet Grace Rocky, nachdem er vier nach den Beatles benannte Sonden mit den Taumöben und allen wichtigen Informationen zur Erde geschickt hat, und reist mit ihm auf Rockys Planeten. Der Epilog nimmt im Roman etwas mehr Platz ein als im Film und es kommt zunächst noch zu einigen Komplikationen bei der Bereitstellung der idealen Lebensbedingungen für Grace, der zunächst sogar wegen der für ihn lebensfeindlichen Umgebung in Lebensgefahr schwebt – doch der Ausgang ist in Buch und Film gleich:
Nachdem Rocky seinem menschlichen Freund eröffnet hat, dass die Hail Mary mit genügend Treibstoff betankt ist und ihn nun wieder zur Erde fliegen könnte (im Roman wird dies nicht ganz so klar formuliert, Grace denkt lediglich über eine Rückkehr nach), sieht es ganz so aus, als würde sich Ryland Grace entscheiden, für immer auf Erid zu bleiben. Denn dort hat er eine neue Aufgabe gefunden, die wir in der letzten Szene von „Der Astronaut“ sehen: Er nimmt seine Tätigkeit als Lehrer wieder auf und unterrichtet jetzt eridianische Kinder.
Keine Buchvorlage für "Der Astronaut 2" – Sequel somit unwahrscheinlich
Ein Happy End also, bei dem alle Hauptfiguren noch leben und Protagonist Ryland Grace auf Erid weitere Abenteuer bevorstehen, wie sie kein Mensch bisher erlebt hat. Könnte dies als Handlung einer Fortsetzung dienen? Oder könnte ein potenzieller „Der Astronaut 2“ davon erzählen, dass sich Grace letztendlich doch noch für eine Rückkehr zur Erde entscheidet?
Bei großen Blockbustern steht die Frage nach einem Sequel nahezu immer im Raum – doch aktuell gibt es keine Anzeichen dafür, dass „Der Astronaut - Project Hail Mary 2“ geplant ist. Die Buchvorlage von Andy Weir ist komplett auserzählt, eine Romanfortsetzung gibt es nicht. Auch die vorherige Andy-Weir-Verfilmung „Der Marsianer - Rettet Mark Watney“ mit Matt Damon bekam trotz eines imposanten Einspielergebnisses von 630,6 Millionen US-Dollar keinen zweiten Teil. Es gibt sie also doch noch in Hollywood, die Geschichten, die nach einem Film beendet sind.
Eine Science-Fiction-Story, die auch auf einer literarischen Vorlage basiert und im Kino definitiv noch weitergeht, ist Denis Villeneuves Weltraum-Saga „Dune“. „Dune 3“ kommt am 17. Dezember 2026 ins Kino – hier könnt ihr euch den Trailer ansehen:
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