In sechs Staffeln der Serie „Peaky Blinders“ tauchten neben Oscar-Preisträger Cillian Murphy („Oppenheimer“) immer wieder zahlreiche prominente Gesichter auf. So gaben sich unter anderem „Jurassic Park“-Star Sam Neill, Adrien Brody („Der Pianist“), Anya Taylor-Joy („Furiosa: A Mad Max Saga“) sowie Sam Claflin („Die Tribute von Panem - Catching Fire“) die Ehre. Ein bei Fans besonders beliebter Star war jedoch Tom Hardy („Venom“). In „Peaky Blinders“ verkörperte er die Figur Alfie Solomons, den charismatischen und unberechenbaren Anführer der Camden-Town-Bande, der sich im Verlauf der Serie zu einem ebenso gefährlichen wie faszinierenden Verbündeten von Tommy Shelby entwickelte.
Murphy und Hardy standen darüber hinaus bereits gemeinsam für drei Filme von Christopher Nolan vor der Kamera – „Inception“, „The Dark Knight Rises“ und „Dunkirk“ – hatten dort jedoch vergleichsweise wenige gemeinsame Szenen. Erst Serien-Schöpfer Steven Knight gab ihnen in „Peaky Blinders“ den Raum für intensive gemeinsame Momente, die bis heute regelmäßig von Fans in sozialen Netzwerken geteilt werden.
Mit „Peaky Blinder - The Immortal Man“ ist inzwischen das letzte Kapitel der beliebten Gangster-Saga bei Netflix gestartet. Viele Zuschauer*innen waren jedoch enttäuscht, dass Tom Hardy darin nicht auftauchte – zumal er in Interviews zuvor seine große Verbundenheit mit der Figur Alfie Solomons betont hatte und Hoffnung machte, im Film zurückzukehren. Und auch Steven Knight zog seine Rückkehr in Erwägung, wie er kürzlich verriet.
Steven Knight verwarf den Plan, Tom Hardys Figur im Film zurückzubringen
Die Beziehung zwischen Tommy Shelby und Alfie Solomons war stets vielschichtig und bewegte sich irgendwo zwischen Freundschaft und erbitterter Feindschaft. Am Ende der vierten Staffel erschießt Tommy Alfie scheinbar – doch wie sich später herausstellt, überlebt dieser den Angriff. Hardy selbst überzeugte Steven Knight davon, die Figur für die fünfte und sechste Staffel am Leben zu lassen. In Staffel fünf wird schließlich enthüllt, dass Alfie den Schuss überlebt hat und seinen Tod lediglich vortäuschte.
Für „Peaky Blinders - The Immortal Man“ spielte Knight sogar mit dem Gedanken an eine überraschende Wendung: In einem Interview mit dem Hollywood Reporter erklärte er: „Ich hatte eine Idee, über die ich bisher noch nicht wirklich gesprochen habe. Seitdem er am Strand von Margate [in Staffel vier] erschossen wurde, hat man Tommy und Alfie immer nur zu zweit gesehen. Ich dachte mir: Vielleicht taucht [Alfie] auf, und wir stellen fest, dass er die ganze Zeit über tot war. Nun, ich hätte das beinahe umgesetzt, habe es dann aber doch nicht getan.“
Eine solche Interpretation hätte durchaus ins Serienuniversum gepasst, da Tommy Shelby immer wieder von Erscheinungen seiner Vergangenheit heimgesucht wird – etwa von seiner verstorbenen Frau Grace oder später von seiner Tochter Ruby. An anderer Stelle hatte Knight jedoch bereits verraten, dass die Geschichte darüber bestimme, welche Figuren im Film auftauchen. Insofern ist Tom Hardys Abwesenheit also einfach der Story geschuldet.
Im FILMSTARTS-Interview haben wir außerdem Cillian Murphy gefragt, ob er sich vorstellen könne, Tommy selbst einmal als Geist zu spielen. Seine Antwort darauf gibt es hier:
"Er ist schlimmer als ich": Cillian Murphy und Rebecca Ferguson im Interview zu "Peaky Blinders – The Immortal Man"