Mit „Conan der Barbar“ und natürlich vor allem „Terminator“ stieg Arnold Schwarzenegger Anfang der 1980er-Jahre in die erste Liga der Actionstars auf. Im weiteren Verlauf des Jahrzehnts feierte der heute 78-Jährige große Erfolge mit Krachern wie „Das Phantom Kommando“ oder „Predator“, und mit „Twins – Zwillinge“ wagte er sich auch in den Komödien-Bereich vor. In einem Film der für ihren Perfektionismus berühmt-berüchtigten Regie-Legende Stanley Kubrick („2001: Odyssee im Weltraum“) kann man sich den muskelbepackten Österreicher allerdings nur schwer vorstellen.
Tatsächlich wäre es aber fast dazu gekommen! Kubrick hatte Schwarzenegger für eine Rolle in „Full Metal Jacket“ (1987) im Auge, bei dem es sich für die FILMSTARTS-Community um den drittbesten Kriegsfilm aller Zeiten handelt.
Der „True Lies“-Star sollte der Figur des Sergeant „Animal Mother“ sein markantes Gesicht leihen, die schließlich von Adam Baldwin („Firefly – Der Aufbruch der Serenity“) verkörpert wurde. Doch Schwarzenegger musste ablehnen. Den simplen Grund dafür verriet er im Interview mit Empire: „Ich hatte keine Zeit.“ Kein Wunder, brachte er in jenem Jahr mit „Predator“ und „Running Man“ doch gleich zwei Filme ins Kino.
Das ist "Full Metal Jacket"
„Full Metal Jacket“ erzählt vom Weg einer Gruppe junger US-Rekruten durch die Ausbildung des Marine Corps und ihren anschließenden Einsatz im Vietnamkrieg. Der erste Teil des Films schildert das brutale Drillcamp unter dem berüchtigten Ausbilder Gunnery Sergeant Hartman (R. Lee Ermey), in der zweiten Hälfte folgt Kubrick mehreren Soldaten – darunter dem Kriegsreporter „Joker“ (Matthew Modine) – an die Front. Einer der markantesten unter ihnen ist Sergeant „Animal Mother“, ein schwer bewaffneter, kompromissloser Maschinengewehrschütze, der sich mit beinahe fanatischer Härte ins Kriegsgeschehen stürzt. Zumindest körperlich hätte Schwarzenegger sehr gut in diese Rolle gepasst.
Die Produktion von „Full Metal Jacket“ war von zahlreichen Verzögerungen geprägt und die Dreharbeiten erstreckten sich am Ende über ein ganzes Jahr. Doch am Ende hatte sich der Aufwand gelohnt: Mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 120 Millionen US-Dollar (gegenüber einem Budget von ca. 17 Millionen) war der Film ein beachtlicher Erfolg.
Sowohl vom Publikum als auch in der Fachpresse wurde er kontrovers diskutiert – wobei die positiven Kritiken deutlich überwogen. In der offiziellen FILMSTARTS-Rezension gab es sogar die seltene Maximalwertung von fünf Sternen. Wie anders der Film wohl ausgesehen hätte, wenn Schwarzenegger mit von der Partie gewesen wäre? Das lässt sich heute schwer sagen...
Sehr wohl beantworten lässt sich allerdings die Frage, warum Schwarzenegger nach dem Erfolg des ersten Teils nie wieder in einem „Predator“-Film mitgespielt hat. Mehr dazu lest ihr im nachfolgenden Artikel:
"Es hat mir nicht gefallen, also werde ich es nicht tun": Darum war Arnold Schwarzenegger nie wieder in einem "Predator"-Film zu sehen*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.