Über 50 Filme, 2 Oscar-Nominierungen und eine Gefängnisstrafe von 45 Tagen: Mark Wahlberg hätte seine Zukunft in Hollywood leicht zunichte machen können
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Mark Wahlberg ist seit über drei Jahrzehnten durchgängig in Hollywood erfolgreich – mittlerweile nicht mehr nur als Schauspieler, sondern auch als Produzent. Doch seine Karriere hätte er beinahe selbst verhindert...

Sony Pictures

Mit mittlerweile 54 Jahren befindet sich Mark Wahlberg in einer guten Phase seiner Karriere. Der Schauspieler ist seit Jahren stark in seine Rolle als Produzent hineingewachsen, er hat mehrere Unternehmen gegründet, und natürlich ist er auch weiterhin vor der Kamera aktiv. Allein im vergangenen Jahr hat er drei Filme veröffentlicht – Mel Gibsons Action-Thriller „Flight Risk“ sowie die beiden Streaming-Produktionen „Play Dirty“ und „The Family Plan 2“.

„Ich glaube nicht, dass ich noch viel länger in dem Tempo weiterschauspielern kann, in dem ich es jetzt tue“, gab Wahlberg im September 2023 in einem Interview mit Cigar Aficionado zu – er arbeite „härter als je zuvor“ (via Sensacine.com). Doch die Karriere des praktizierenden Christen hätte auch einen völlig anderen Verlauf nehmen können...

So nahm Mark Wahlbergs Hollywood-Karriere ihren Anfang

Zu Beginn der 1990er-Jahre versuchte sich Wahlberg zunächst als Unterwäschemodel für Calvin Klein sowie unter dem Alias Marky Mark als Rapper. Doch bald versuchte er sich auch an der Schauspielerei.

Sein Leinwand-Debüt gab er 1994 an der Seite von Danny DeVito in der Militär-Komödie „Mr. Bill“, ein Jahr später folgte „Jim Carroll - In den Straßen von New York“ mit Leonardo DiCaprio (der sich übrigens zunächst weigerte, mit Wahlberg zusammenzuarbeiten). Seine erste Hauptrolle übernahm er 1996 im Thriller „Fear - Wenn Liebe Angst macht“ neben Reese Witherspoon. Und 1997 folgte schließlich sein großer Durchbruch auch bei der Kritik – mit der Verkörperung des Pornostars Dirk Diggler in Paul Thomas Andersons „Boogie Nights“.

Wahlbergs Karriere ist konstant erfolgreich geblieben. Für Martin Scorseses Gangster-Thriller „Departed - Unter Feinden“ (in dem er erneut auf DiCaprio traf) erhielt er 2007 eine Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller, und der von ihm als Produzent verantwortete „The Fighter“ von 2010 trat sogar als Bester Film bei den Academy Awards an.

Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte überzeugte der in Boston geborene Mime sowohl als Actionheld (etwa in zwei „Transformers“-Blockbustern) als auch in komödiantischen Rollen (beispielsweise „Ted 1 & 2“). Darüber hinaus fungierte er als Produzent von Serien-Hits wie „Entourage“ oder „Boardwalk Empire“.

Mark Wahlbergs Leben hätte völlig anders verlaufen können

Auch privat scheint es für Wahlberg übrigens gut zu laufen: Seit mittlerweile 17 Jahren ist er mit Rhea Durham verheiratet, wobei aus der Ehe bereits vier Kinder hervorgingen. Dass seine Lebensgeschichte auch eine ganz andere Wendung hätte einschlagen können, zeigt ein Blick in seine Jugend: 1986 verfolgten er und seine Freunde etwa wiederholt Schwarze Kinder und bewarfen sie mit Steinen. Aus diesem Grund wurde der damals 15-Jährige zivilrechtlich verklagt und erhielt eine Verwarnung.

Doch geläutert war der spätere „Pain & Gain“-Star dadurch noch nicht: Im Jahr 1988 griff Wahlberg einen vietnamesisch-amerikanischen Mann an, beschimpfte ihn rassistisch und schlug ihn mit einem Holzstück bewusstlos. Nur wenige Stunden später schlug er einen weiteren vietnamesisch-amerikanischen Mann zusammen und verletzte ihn am Auge.

Wahlberg wurde noch am selben Tag verhaftet und wegen zweifacher Körperverletzung, Drogenbesitzes und Missachtung des Gerichts angeklagt. Die Folge: Der Jugendliche wurde zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, wobei er von der Strafe letztlich 45 Tage tatsächlich verbüßen musste.

Ein Opfer von Wahlberg hat ihm mittlerweile vergeben

1992 war der damals noch nicht als Schauspieler bekannte Wahlberg dann ein weiteres Mal in einen gewalttätigen Vorfall verwickelt – so brach er seinem Nachbarn den Kiefer! Ironischerweise zur Verteidigung seines Freundes Derek McCall, der zuvor rassistisch beleidigt worden war. Dieser Konflikt wurde außergerichtlich beigelegt.

Seitdem hatte der Schauspieler keine weiteren Probleme mit der Justiz. Vor etwa zehn Jahren versuchte Wahlberg allerdings, eine Begnadigung zu erlangen, um die genannten Vorfälle aus seiner Akte tilgen zu können. Außerdem entschuldigte er sich öffentlich bei seinem Opfer Johnny Trinh, der schließlich erklärte, er habe dem Schauspieler für seine verwerflichen Taten in der Jugendzeit vergeben.

Um ein weiteres Was-wäre-wenn-Szenario dreht sich übrigens der nachfolgende Artikel – schließlich hätte Wahlberg in der Neuauflage eines der größten Sci-Fi-Franchiches aller Zeiten mitspielen können. Warum er sich dagegen entschied, erfahrt ihr hier:

"Ich habe versucht, das Drehbuch zu lesen, aber ich habe es nicht verstanden": Mark Wahlberg bereut, eine ikonische Sci-Fi-Reihe abgelehnt zu haben

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.

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