"Wir werden seine Mission fortsetzen": Samuel L. Jackson wurde für einen Tag zum Pfarrer, um sein Vorbild zu ehren – und hielt eine kraftvolle Rede
Christoph Petersen
Christoph Petersen
-Chefredakteur
Hat schon über 1.000 Schauspieler persönlich interviewt – darunter Superstars wie Brad Pitt, Leonardo Di Caprio oder Jennifer Lawrence.

Samuel L. Jackson ehrte einen Mann, mit dem er nicht nur denselben Nachnamen teilt, sondern von dem er auch eine Menge wertvoller Lektionen gelernt hat – das Ergebnis ist eine der kraftvollsten Reden der jüngeren Hollywood-Geschichte.

NAACP

Der 77-jährige Samuel L. Jackson ist längst eine lebende Legende. Seine Leinwand-Karriere erstreckt sich inzwischen auf über fünf Jahrzehnte, in denen er mit solch herausragenden Regisseuren wie Spike Lee („Do The Right Thing“), Steven Spielberg („Jurassic Park“) und natürlich immer wieder Quentin Tarantino („Pulp Fiction“, „Django Unchained“) zusammengearbeitet hat. Ganz nebenbei ist er als Nick Fury auch noch zu DEM Strippenzieher des Multimilliarden-Dollar-Marvel-Franchise geworden (und ja, selbst in „Star Wars“ hat er mitgemischt).

Aber trotz des anhaltenden Erfolgs weiß Samuel L. Jackson besser als jeder andere, dass all dies nicht möglich gewesen wäre ohne wichtige Vorbilder, die ihm die zentralen Lektionen zur Bewältigung seines Lebens vermittelt haben. Vor Kurzem schlüpfte er deshalb in die Rolle eines dieser Menschen, eines Predigers, um bei der jährlichen Gala der NAACP – einer US-Organisation, die für die Rechte afroamerikanischer Bürger kämpft – an eines dieser Vorbilder zu erinnern.

Wichtige Vorbilder

Gekleidet war er dabei in ein traditionelles afrikanisches Gewand, um so einen Mann zu ehren, der sein Leben maßgeblich geprägt hat: Reverend Jesse Jackson. Ein Schwarzer Mann, der im Süden der USA aufwuchs, wo der Rassismus am intensivsten war, und der jahrzehntelang gegen die Rassentrennung kämpfte. Der legendäre Bürgerrechtler setzte sich für die Rechte all jener ein, die aufgrund ihrer Hautfarbe marginalisiert und in die Armut getrieben wurden.

Samuel L. Jackson hielt die Hommage an den Reverend (mit dem er, wie gesagt, den Nachnamen teilt) und erinnerte dabei vor allem an die persönliche Wirkung bestimmter Worte, die ihm in einer Zeit geholfen haben, als er selbst das Gefühl hatte, seinen Kurs verloren zu haben: „Ich bin jemand!“ Unabhängig von der Herkunft oder den Hindernissen zählt man, weil man „jemand“ ist.

Samuel L. Jackson wurde also für einen Tag selbst zum Reverend, um genau die Weisheit weiterzugeben, die einst auch schon sein Leben veränderte. So forderte er das Publikum an diesem Abend dazu auf: „Wir werden seine Mission fortsetzen!“ Seine kraftvolle Rede schloss mit einer leidenschaftlichen Erklärung, die den Höhepunkt der Gala – und damit auch einen der absoluten Höhepunkte der vergangenen Preisverleihungs-Saison – bildete:

Reverend Jackson, dank Ihnen sind wir jemand. So ist es! Alle Macht dem Volke!

Gefeiert wird Samuel L. Jackson übrigens auch von Horror-Papst Stephen King – der findet nämlich eine Adaption seiner Romane besonders gelungen, selbst wenn sie allgemein nicht so super ankommt:

"Ein großartiger Film": Stephen King feiert diesen Sci-Fi-Horror – obwohl er als Tiefpunkt unter seinen Verfilmungen gilt!

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