Dass „Michael“ ein Phänomen in den weltweiten Kinos werden würde, hatte sich schon eine ganze Weile angedeutet – daran konnten auch die Berichte und Kontroversen über die Entstehung des Films und die sehr reingewaschene Darstellung von Michael Jackson nichts ändern. Und doch hat „Michael“ am Startwochenende alle Erwartungen noch einmal übertroffen und ein sensationelles Debüt mit gleich mehreren gebrochenen Rekorden und Bestmarken hingelegt.
„Michael“ steht nach dem ersten Wochenende in den weltweiten Kinos bei einem Einspielergebnis von rund 217,4 Millionen Dollar – davon 97 Millionen Dollar in Nordamerika und 120,4 Millionen Dollar im Rest der Welt. Das ist zum einen der zweitbeste Start des Kinojahres 2026, nur übertroffen von „Der Super Mario Galaxy Film“ (372,6 Millionen Dollar).
Bester Start eines (Musik-)Biopics für "Michael"
Zum anderen und noch viel wichtiger: „Michael“ ist der beste Start eines Musik-Biopics gelungen, nachdem man das Queen-Biopoc „Bohemian Rhapsody“ hinter sich gelassen hat, der anno 2018 auf rund 131 Millionen Dollar kam. Und nicht nur das: „Michael“ kann zudem auch den besten Start eines Biopics überhaupt für sich verbuchen – denn auch Christopher Nolans „Oppenheimer“ konnte man übertreffen, der 2023 als Teil des „Barbenheimer“-Phänomens auf rund 180,5 Millionen Dollar zum Start kam.
Auch in Deutschland war „Michael“ trotz des schönen Frühlingswetters übrigens ein echter Hit und lockte am Startwochenende 425.000 Fans in die Kinos. Laut übereinstimmenden Berichten der US-Branchenmagazine handelt es sich dabei auch hierzulande um den größten Start eines Musik-Biopics – allerdings wohl nur, wenn man auf den erzielten Umsatz schaut. Denn „Bohemian Rhapsody“ kam damals sogar auf 508.000 verkaufte Tickets zum Start.
Knackt "Michael" die Milliarde?
Zumindest zum weltweiten Start hat man also zwei absolut überragende Biopic-Superhits übertroffen. Was das für die langfristigen Erfolgsaussichten von „Michael“ bedeutet, bleibt dennoch vorerst abzuwarten. Denn erst einmal muss sich zeigen, ob auch der Michael-Jackson-Film derartige Dauerbrenner-Qualitäten mit sich bringt. „Bohemian Rhapsody“ spielte damals insgesamt sensationelle 904 Millionen Dollar ein, „Oppenheimer“ sogar 975,8 Millionen Dollar.
Fakt ist zudem: „Michael“ war deutlich teurer als „Bohemian Rhapsody“ (55 Millionen Dollar Budget) und sogar „Oppenheimer“ (100 Millionen Dollar Budget). Stolze 250 Millionen Dollar soll „Michael“ dank umfangreicher Nachdrehs und Überarbeitungen gekostet haben, wovon dann 50 Millionen Dollar alleine von der Familie von Michael Jackson getragen wurden. Auch wenn man sich also aktuell auf einem guten Weg befindet, muss „Michael“ in den nächsten Wochen weiterhin ähnlich stark in den Kinos abliefern.
Und die Konkurrenz wird nun eher größer als kleiner, denn „Michael“ hat gewissermaßen den Auftakt zum Blockbuster-Sommer eingeläutet. Als nächstes startet am 30. April 2026 dann etwa „Der Teufel trägt Prada 2“, zu dem ihr euch hier einen Trailer anschauen könnt:
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