Es ist ein ganz besonderer Hybrid, der Fans zweier äußerst populärer Genres meist gleichermaßen anspricht: Action-Horrorfilme, die beim Betrachter eine Achterbahn der Gefühle auslösen. Warum? Weil rasante Verfolgungsjagden oder intensive (Nah-)Kampfszenen für Schweiß auf der Stirn sorgen und der Grusel-Anteil an menschliche Urängste appelliert. Einige Werke dieser Untergattung zählen zu den schockierendsten – und blutigsten – Filmen überhaupt.
Bekannte Vertreter sind Robert Rodriguez‘ ultraheftiger und hemmungslos überzogener Action-Splatter-Spaß „Planet Terror“ (2007) oder der südkoreanische Horror-Trip „I Saw The Devil“ von 2010, der für seine realistischen Gewaltdarstellungen bekannt ist. Alles andere als realistisch, dafür umso drastischer kommt der heute wohl nur eingefleischten Genre-Fans bekannte „Project Wolf Hunting“ (ebenfalls eine südkoreanische Produktion) daher. Der 2022 veröffentlichte Film zählt zu den brutalsten Streifen der letzten Jahre – und das liegt vor allem an den Unmengen von Kunstblut, die bei diesem Gewaltrausch verwendet wurden.
"Predator" trifft auf "Con Air": Das ist "Project Wolf Hunting"
Inhaltlich geht „Project Wolf Hunting“ am ehesten als Mix aus dem Arnold-Schwarzenegger-Klassiker „Predator“ und dem 90er-Action-Kult „Con Air“ durch. Alles dreht sich um einen Schwerverbrecher-Transport auf dem hochmodernen Übersee-Frachtschiff „Frontier Wolf“, das sich auf dem Weg nach Korea befindet.
Zwei Dutzend Polizisten sollen die Gangster in Schach halten. Doch das gelingt nicht lange: In einem Moment der Unachtsamkeit überwältigen die Kriminellen die Beamten und übernehmen die Kontrolle. Was die Verbrecher jedoch nicht ahnen ist, dass im Bauch des Schiffes ein Zombie-Soldat namens Alpha gefangen gehalten wird. Eine Art todbringende, genetisch modifizierte Superwaffe – die ebenfalls außer Kontrolle gerät und ein nicht für möglich gehaltenes Blutvergießen verursacht.
Blutfontänen und Body-Count-Irrsinn
Regisseur Kim Hong-seon lässt in der Folge einen krassen, schweißtreibenden Bilderrauch auf den Zuschauer los, der sich vor allem aus deftigen Splatter-Momenten und den spektakulären Kampfszenen speist. Hier kämpft jeder gegen jeden: Verbrecher gegen Polizisten, Polizisten gegen Alpha, Alpha gegen die Verbrecher. Egal ob mit Schusswaffen, Messern, Handschellen, Küchenutensilien oder den blanken Fäusten: Kim lässt seine Protagonisten wie wilde Tiere aufeinander losgehen und macht bei den Nahkampf-Sequenzen und beim Body-Count keine Kompromisse.
Das gilt ebenso für den unaufhaltsamen Amoklauf von Alpha, für den das Team sage und schreibe 2,5 Tonnen (2.500 Liter) Kunstblut einsetzte. Zum Vergleich: Ein Mensch hat durchschnittlich fünf bis sechs Liter Blut in seinem Körper. In „Project Wolf Hunting“ schießt das Blut bei jedem Kill und jeder Verletzung aber nur so aus den Wunden und geschundenen Körpern.
Capelight Pictures
Da Kim kein CGI-Blut aber dennoch das Blut nur so spritzen lassen wollte, entwickelten er und sein Team eine spezielle Technik. Zum Einsatz kamen nämlich extra angefertigte Hochdruckpumpen, die für die Blutfontänen sorgten. Zu sehen gibt es insgesamt 57 explizite Tötungsszenen im Verlauf der Handlung, bei denen diese „Blutpumpe“ ihre volle Wirkung entfaltet – ganz zur Freude von Gore-Enthusiasten, die bei dem „roten Wahnsinn“ natürlich voll auf ihre Kosten kommen.
Blutig und brutal geht es auch in dem Film zu, um den sich der nachfolgende Artikel dreht:
"Der beste Horrorfilm des neuen Jahrhunderts": Stephen King liebt das brutale Remake eines der berüchtigtsten Schocker aller ZeitenUnsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.