Nachdem sich Hape Kerkeling eine Zeitlang aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, ist der Kult-Komiker seit geraumer Zeit wieder deutlich präsenter. Allein in den ersten Monaten dieses Jahres war er bereits zweimal auf der Kinoleinwand zu sehen – in „Extrawurst“ und „Horst Schlämmer sucht das Glück“. Doch Kerkeling ist längst nicht nur als Schauspieler aktiv: Seit einigen Jahren hat er sich auch als Autor mit bemerkenswerter Konstanz etabliert – und das mit einer nahezu verlässlichen Bestseller-Garantie.
Nachdem seine Bücher „Ich bin dann mal weg“, „Ein Mann, ein Fjord“ und „Der Junge muss an die frische Luft“ bereits erfolgreich verfilmt wurden, steht nun auch eine Adaption seines jüngsten literarischen Werks „Gebt mir etwas Zeit: Meine Chronik der Ereignisse“ aus dem Jahr 2024 bevor. In dieses Buch floss besonders viel persönliche Recherchearbeit ein, die Kerkeling während der Corona-Zeit intensiv betrieb. Inzwischen wurde auch bekannt, wann „Gebt mir etwas Zeit“ in die deutschen Kinos kommen soll: am 21. Oktober 2027.
Darum geht’s in "Gebt mir etwas Zeit"
Wie schon in „Ich bin dann mal weg“ oder „Der Junge muss an die frische Luft“ ist auch „Gebt mir etwas Zeit“ eine zutiefst persönliche Erzählung geworden, die sich als verwobene Mischung aus Autobiografie und Ahnenforschung versteht.
Kerkeling schildert darin nicht nur seine Kindheit in den 1970er-Jahren, sondern auch jene entscheidenden Jahre kurz vor seinem großen Durchbruch als Entertainer. Besonders das Jahr 1987 ist dabei von Bedeutung. In dieser Phase sah sich Kerkeling gezwungen, seine Homosexualität zu verbergen, während sich auf einer Reise nach Amsterdam sein Leben grundlegend veränderte. Dort lernte er mit Duncan seine erste große Liebe kennen – einen Menschen, den er später an den HIV-Virus verlieren sollte.
Parallel dazu entfaltet sich zweit weitere Erzählebenen, die weit in die Vergangenheit reicht: Sein Vorfahr Barend kämpft im Jahr 1620 um Selbstbestimmung und persönliche Freiheit. Im Jahr 1903 wiederum erlebt seine Urgroßmutter Agnes eine überraschende Verbindung zum englischen König Edward VII. und stellt ebenfalls gesellschaftliche Grenzen und Konventionen infrage.
In „Gebt mir etwas Zeit“ stehen damit Themen wie Identität, Freiheit sowie das vielschichtige Wechselspiel von Vergangenheit und Gegenwart im Mittelpunkt. Inszeniert wird die Verfilmung von Katja von Garnier („Ostwind“). Wer die Hauptrollen übernehmen wird, ist bislang noch nicht bekannt. Ob Hape Kerkeling selbst vor der Kamera zu sehen sein wird, bleibt daher vorerst abzuwarten.
Übrigens: Demnächst wird auch endlich ein Sci-Fi-Bestseller verfilmt, nachdem Fans ganze 27 Jahre darauf warten muss. Mehr dazu im nachfolgenden Artikel:
Erst nach 27 Jahren (!) wurde dieser dystopische Sci-Fi-Roman ein Bestseller – jetzt wird er endlich verfilmtFILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
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