Fans wünschen sich gerne, dass große Hollywood-Universen, -Franchises und Serien am besten von Anfang an durchgeplant sind. Doch in der Realität ist das nahezu unmöglich. Gute neue Ideen bekommen plötzlich Vorrang und alte erweisen sich als nicht umsetzbar. Da bildet auch das DCU keine Ausnahme. Als James Gunn das neue Universum 2023 ankündigte, stellte er fünf Filme und fünf Serien vor, die unter der Überschrift „Gods & Monsters“ das erste Kapitel seiner Saga bilden sollten. Längst hat sich dieser Plan komplett gewandelt – und ein Projekt ist jetzt sogar komplett tot.
Als zweiten Titel direkt nach „Superman“ kündigte Gunn im Januar 2023 das Action-Spektakel „The Authority“ an. Im Mittelpunkt steht eine sehr rücksichtslos agierende Gruppe, die mit Superkräften ausgestattet ist. Sie kämpfen zwar wie die Justice Gang oder auch die Justice League gegen globale Bedrohungen, doch sie nehmen nicht nur einfach das Gesetz selbst in die Hand, sondern setzen ihre Macht gerne auch mal höchst rücksichtslos ein.
"The Authority" kommt nicht mehr!
Doch Teil des DCU wird diese Gruppe vorerst nicht. Schon vor einigen Monaten gestand James Gunn in Interviews Probleme mit dem Projekt ein. Es sei „eine Herausforderung, sie ins DCU einzubinden“. Damals äußerte er noch die „Hoffnung, einen Weg zu finden“. Doch mittlerweile hat er diese zumindest vorerst aufgegeben.
Nachdem sich Fans auf dem Kurznachrichtendienst Threads über den Stand von „The Authority“ wunderten, schaltete sich Gunn persönlich ein. Erst einmal stellte er klar, dass er nicht, wie ein Fan behauptete, der Regisseur und Autor des Projekts gewesen sei. Das sei nie geplant gewesen, dafür hätte er auch gar nicht die Zeit.
Doch im selben Post bestätigte er auch, dass das Skript, für welches jemand anderes zuständig war, durchgefallen ist: „Das Drehbuch war noch nicht ganz ausgereift, aber was noch wichtiger ist: Es hat im Hinblick auf das größere DCU nicht funktioniert – sowohl was die Story als auch praktische Erwägungen betraf.“
James Gunn lässt zwar noch eine Hintertür offen, indem er meint, dass es „vielleicht eines Tages“ doch noch einen „The Authority“-Film geben wird. Doch mit seinem „nicht bald“ erklärt er das Projekt vorerst für tot.
"Booster Gold" und "Paradise Lost" leben noch
Bei zwei anderen Projekten, die Teil von Gunns großer Ankündigung im Januar 2023 waren, hat das DC-Mastermind positivere Antworten. Auf Fan-Nachfrage erklärte Gunn ebenfalls bei Threads, dass „Booster Gold“ in Entwicklung sei und „Paradise Lost“ sogar in „extremer Entwicklung“. Was er mit letzterem meint, führte er nicht weiter aus. Aber wir gehen davon aus, dass er damit ausdrücken will, dass ein besonderer Fokus auf dem DC-„Game Of Thrones“ liegt und man „Paradise Lost“ eher früher als später voranbringen will.
Sowohl bei „Booster Gold“ als auch bei „Paradise Lost“ handelt es sich um Serien. „Booster Gold“ soll eher ein Comedy-Projekt werden. Im Mittelpunkt steht ein Aufschneider aus der Zukunft, der in der Zeit zurückreist, um sich hier mit seiner fortgeschrittenen Technik als Superheld auszugeben.
„Paradise Lost“ wurde von James Gunn derweil mit „Game Of Thrones“ verglichen und ist eine Serie rund um Intrigen auf der mythischen Insel Themyscira, von der Wonder Woman stammt. Die Serie soll aber vor der Geburt der Heldin spielen.
Wann diese Serien dann wirklich erscheinen, wird die Zukunft zeigen. Erst einmal geht es im DCU im Kino weiter – ab dem 25. Juni mit „Supergirl“. Nachfolgend haben wir den Trailer:
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