Das Publikum fällt sein Urteil über "Michael" und stellt fest: Der Film mit Jafaar Jackson ist nicht das beste Musik-Biopic des Jahres!
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan liebt Film. Er vermisst die wöchentlichen Besuche in der Videothek, denn das ziellose Umherirren in den Gängen hat ihm Seherfahrungen wie "Donnie Darko" oder "Fear and Loathing in Las Vegas" beschert.

„Michael“ schlägt an den Kinokassen ein wie eine Bombe und ist auf dem direkten Weg zum Megahit. Doch erstaunlicherweise ist es nicht das beste Musik-Biopic des Jahres - zumindest nach der Meinung des amerikanischen Kinopublikums.

Michael“ ist momentan in aller Munde: Das Publikum liebt ihn und strömt in die Säle, die Begeisterung der Fachpresse hält sich hingegen in Grenzen. Dennoch steht bereits fest, dass das Musiker-Biopic einer der großen Event-Filme des Jahres wird. Schon nach dem ersten Kino-Wochenende sind einige Rekorde gepurzelt – mehr dazu könnt ihr hier lesen:

"Oppenheimer" & "Bohemian Rhapsody" geschlagen: Rekord-Start für "Michael" an den weltweiten Kinokassen

Bei den Fabelzahlen, die der Film an den Kinokassen einfährt, ist es umso erstaunlicher, dass „Michael“ trotzdem nicht das beste Musik-Biopic des Jahres sein soll – zumindest wenn es nach dem CinemaScore geht. Dabei handelt es sich um Durchschnittsnoten, die von den Zuschauer*innen gegeben werden. Direkt nach der Vorstellung erhalten sie eine Karte, auf der sie das Gesehene mit Schulnoten von „A“ (sehr gut) bis „F“ (sehr schlecht) bewerten können. Die so erhobenen Daten sollen eine Art basisdemokratisches Stimmungsbild des Kinopublikums liefern.

Hier konnte „Michael“ eine respektable Bewertung von A- erhalten, was der dritthöchsten möglichen Note entspricht. Diese Wertung erzielten auch andere Produktionen ähnlicher Art wie „Rocketman“ oder „Elvis“. Doch ausgerechnet 2026 kam in den USA ein weiterer Biopic-Film über einen Musiker in die Kinos, dem das Kunststück gelang, die absolute Bestnote zu erreichen.

"I Can Only Imagine 2" schlägt Michael

Konkret geht es hier um „I Can Only Imagine 2“, der im CinemaScore eine Bewertungen von A+ erzielen konnte. Dabei handelt es sich um eine Fortsetzung von „I Can Only Imagine“, bei der sich alles um den Frontmann und Sänger der christlichen Band MercyMe dreht. Der erste Teil war in den USA ein gigantischer Erfolg, erzielte ebenfalls eine A+-Wertung und spielte bei einem Budget von sieben Millionen Dollar schließlich 86 Millionen Dollar ein. Uns konnte das Biopic 2018 nur bedingt abholen: In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik reichte es nur für mittelmäßige 2,5 von 5 möglichen Sternen.

Übrigens konnte „I Can Only Imagine 2“ diese Glanzleistung an den Kinokassen nicht wiederholen. Zwar konnte die Fortsetzung 19 Millionen Dollar einspielen, da das Budget knapp 18 Millionen Dollar betrug, handelt es sich hier um einen waschechten Kinoflop. Wann und auf welchem Weg wir das Biopic-Sequel hierzulande sehen können, ist aktuell noch nicht bekannt.

Bei den aktuellen Box-Office-Zahlen wird „Michael“ diese kleine Niederlage verkraften können. Wer sich ein Bild von „I Can Only Imagine 2“ von dem Film machen möchte, der findet hier den Trailer:

Wenn ihr wissen wollt, wir zum Film stehen, könnt ihr entweder die offizielle FILMSTART-Kritik zu „Michael“ lesen – oder etwas ausführlicher in die aktuelle Folge unseres Podcast Leinwandliebe hineinhören.

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Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Espinof.com erschienen.

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