Der Star von „Michael“ ist zweifellos seine Titelfigur. Der „King Of Pop“ hat 17 Jahre nach seinem Tod noch immer jede Menge Fans. Gespielt wird er als Erwachsener von seinem Neffen Jaafar Jackson und als Kind von Juliano Krue Valdi – beide komplette Kino-Newcomer. Aber im Cast des von „The Equalizer“-Regisseur Antoine Fuqua inszenierten Films sind auch eine Reihe sehr bekannter Darsteller*innen zu sehen.
Die Eltern des „Bad“-Schöpfers verkörpern Nia Long („Boyz N The Hood“) und der für „Rustin“ und „Sing Sing“ jeweils oscarnominierte Colman Domingo. In Person von Miles Teller aus „Top Gun: Maverick“ steht zudem ein echter Superstar auf der Besetzungsliste.
Einen weiteren solchen haben manche von euch aufgrund des vielen Make-ups vielleicht gar nicht erkannt. Es handelt sich um eine Comedy-Legende, die auch schon in Filmen wie „Bohemian Rhapsody“, „Terminal“, „Amsterdam“ und sogar Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ mit überraschenden Kurzauftritten glänzte.
„Michael“ läuft aktuell bundesweit in den deutschen Kinos. Die offizielle FILMSTARTS-Kritik zum Film könnt ihr HIER lesen.
Der Plattenfirmenboss in "Michael" ist ein Superstar
Wenn ihr „Michael“ schon gesehen habt, werdet ihr euch ganz sicher an den Moment erinnern, als Michael Jackson (Jaafar Jackson) und sein Anwalt/Manager John Branca (Miles Teller) den Präsidenten und CEO von Michaels Plattenfirma CBS besuchen: Walter Yetnikoff. Diese Sequenz sticht heraus, und zwar nicht nur, weil sie von allen drei Mimen mit wunderbarem Timing gespielt ist. Denn dieser im Film durchaus witzige Moment war auch für die Karriere des realen Michael Jackson extrem wichtig.
Die Stimmung im Büro ist zunächst sehr relaxt, denn Yetnikoff ist natürlich mehr als happy über die sehr guten Verkaufszahlen von Jacksons Hit-Album „Thriller“. Doch der Star und Branca sind nicht nur dort, um sich Lob abzuholen. Jackson bittet den CBS-Chef stattdessen, sich dafür einzusetzen, dass seine Videos auch auf dem zu dieser Zeit noch enorm einflussreichen Musik-TV-Sender MTV laufen. Denn der hatte ihn und seine Arbeit bis dahin komplett ignoriert.
Yetnikoff versteht die Frustration seines Schützlings, erklärt ihm aber, dass MTV einfach keine Videos schwarzer Künstler*innen zeigen würde. „Sie wollen wohl die weißen Kids in den Vorstädten nicht erschrecken“, vermutet er schulterzuckend und will damit andeuten, dass man diesen Umstand wohl akzeptieren müsse.
Dieser Star steckt in "Michael" hinter der Maske
Doch Jackson lässt nicht locker und erklärt sehr emotional, dass er seine Musik für alle Menschen machen wolle – egal, welche Hautfarbe diese hätten. Yetnikoff realisiert, wie ernst es dem Sänger wirklich ist, und weist seine Assistentin spontan an, ihm den Programmchef von MTV ans Telefon zu holen. Kurz darauf verlangt er von seinem Gesprächspartner, dass dieser innerhalb von zehn Minuten das Video zu „Billie Jean“ senden solle. Ansonsten würde CBS Records dem Sender umgehend verbieten, weiterhin die Clips von ihren damaligen Superstars wie Bruce Springsteen, Billy Joel oder Cyndi Lauper zu spielen. Der Rest ist Geschichte …
Und wer verkörpert in „Michael“ nun den Plattenfirmenboss Walter Yetnikoff? Es ist niemand Geringeres als Mike Myers, der Star von „Wayne’s World“ und der schrillen „Austin Powers“-Reihe. Allein für seinen kurzen Auftritt lohnt sich fast der Gang ins Lichtspielhaus, findet der Autor dieses Artikels.
Weitere Argumente für einen Kinobesuch hört und seht ihr im folgenden Review-Video zu „Michael“ von FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen auf unserem YouTube-Channel. Viel Spaß damit:
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