Im Jahr 2028 will Michael Caine für die Fortsetzung eines Fantasy-Blockbusters noch ein letztes Mal auf die Leinwand zurückkehren. Doch offiziell befindet sich der 93-Jährige seit beinahe drei Jahren im wohlverdienten Ruhestand. Zuvor stand er fast sieben Jahrzehnte lang durchgehend vor der Kamera, wobei er in dieser Zeitspanne in mehr als 160 (!) Filmen mitgespielt hat.
Immer in Erinnerung bleiben werden uns natürlich die beiden Filme, für die der Brite jeweils einen Oscar als Bester Nebendarsteller gewonnen hat – „Hannah und ihre Schwestern“ und „Gottes Werk und Teufels Beitrag“. Auch Titel wie „Jack rechnet ab“ oder „Dressed To Kill“ genießen längst Klassiker-Status – von Caines zahlreichen Zusammenarbeiten mit Erfolgsregisseur Christopher Nolan (darunter Blockbuster wie „The Dark Knight“ und „Inception“) ganz zu schweigen.
Doch angesichts der schieren Menge an Filmen ist natürlich klar, dass Caine nicht ausschließlich in Hits mitgewirkt haben kann. Tatsächlich hatte der gebürtige Londoner sogar mit einer heftigen Karriere-Durststrecke zu kämpfen. In diese Zeit fiel unter anderem ein Flop von Steven Seagal – und eine Actionkomödie aus dem Jahr 1990, die an den Kinokassen böse abschmierte: „Bullseye – Der wahnwitzige Diamanten Coup“.
Der von „Ein Mann sieht rot“-Macher Michael Winner inszenierte Film erzählt von dem Trickbetrüger Sidney Lipton (Michael Caine) und dem eher unscheinbaren Finanzberater Gerald Bradley (Ex-007 Roger Moore), die zufällig in eine internationale Intrige geraten. Als sie mit zwei ihnen verblüffend ähnlich sehenden Nuklearphysikern verwechselt werden, nehmen sie kurzerhand deren Identitäten an – und geraten dabei immer tiefer in ein gefährliches Spiel um gestohlene Diamanten und undurchsichtige Interessen.
"Bullseye" war ein gewaltiger Flop
Caine und Moore waren privat eng miteinander befreundet, doch die daraus entstandene Chemie brachte am Ende wenig: Die Kritiken fielen vernichtend aus – und von den 15 Millionen US-Dollar, die der Film an Produktionskosten verschlungen haben soll, sah am Ende niemand etwas wieder. In Großbritannien spielte „Bullseye“ lediglich 100.000 Pfund ein, das in den USA erzielte Einspielergebnis wiederum war so verschwindend gering, dass nicht einmal belastbaren Zahlen existieren. Hierzulande kam der Flop in der Folge gar nicht erst ins Kino, sondern wurde direkt für den Heimkino-Markt ausgewertet.
In einem Interview erklärte Michael Caine (via Far Out Magazine): „Miese Filme schleichen sich an. Man arbeitet daran, es läuft so vor sich hin – und eines Tages denkt man plötzlich: ‚Oh Gott! Was mache ich hier eigentlich?‘“
Als er diese Einsicht hatte, war es leider schon zu spät – doch vielleicht tröstet ihn der Gedanke, dass „Bullseye“ schnell in Vergessenheit geriet und 36 Jahre später wohl kaum noch jemand einen Gedanken an den Film verschwendet. Ebenfalls kaum noch präsent ist heute ein Thriller, von dem Caine selbst sagt, dass er ihm die Lust an der Schauspielerei zurückgegeben habe. Um welchen äußerst starbesetzten Film es geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Es hat einfach nicht funktioniert": Michael Caine bedauert bis heute, dass dieser "wunderbare" 90er-Jahre-Thriller zum Mega-Flop wurdeFILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.