Wer heute den Namen Gandalf hört, hat automatisch Ian McKellen vor Augen. 23 Jahre nach dem Abschluss von Peter Jacksons monumentaler „Herr der Ringe“-Trilogie kann man sich kaum noch vorstellen, dass das verantwortliche Studio ursprünglich eine ganz andere Besetzung vor Augen hatte.
Unter anderem Anthony Hopkins und Sean Connery waren für die Rolle des weisen Zauberers im Gespräch, doch beide Legenden haben sich – sehr zu McKellens Belustigung – dagegen entschieden. Doch wahrscheinlich war es am Ende sowieso die bessere Idee, einen Schauspieler zu wählen, der zumindest zum damaligen Zeitpunkt im direkten Vergleich noch nicht so bekannt war. Mit seiner würdevollen und zugleich verschmitzten Art hat McKellen die Figur geprägt, wie es womöglich keinem anderen Darsteller gelungen wäre.
J.R.R. Tolkien war das Vorbild für Ian McKellens Gandalf
Aber wusstet ihr, dass McKellen tatsächlich ein reales Vorbild für seine Interpretation von Gandalf hatte? Niemand Geringeres als J.R.R. Tolkien, der Schöpfer der Mittelerde-Saga höchstpersönlich, stand Pate für seine Performance. Das hat der Brite in einem Interview mit Entertainment Weekly verraten. Wörtlich sagte er:
„Wir fanden eine Aufnahme, auf der Tolkien einen Teil von ‚Der Hobbit‘ vorliest. Es war sehr hilfreich, diese rauchige Stimme zu hören – sehr englisch, ziemlich professoral. Nun ja, er war schließlich Universitätsdozent! [...] Das hat mich ermutigt, weil er es schauspielerisch eigentlich nicht besonders gut vortrug, aber ihm gefiel die Vorstellung, dass seine Geschichte laut vorgelesen wird – genau das tat er ja auch. Vom Hörbuch bis zur Verfilmung ist es gar kein so großer Schritt, und natürlich hat er die Filmrechte an ‚Der Herr der Ringe‘ verkauft. Anders als einige Mitglieder seiner Familie fand er die Idee von Filmen also sehr reizvoll, auch wenn er unsere Version natürlich nie gesehen hat.“
Tolkien verstarb im Jahr 1973, also fast drei Jahrzehnte, bevor sich die „Herr der Ringe“-Trilogie im Kino zum mit insgesamt 17 Oscars gekrönten Milliardenerfolg entwickelte. Dass er Jacksons epische Schöpfung genossen hätte, ist zumindest nicht unwahrscheinlich. Das galt allerdings ganz und gar nicht für den ersten Versuch, sein Fantasy-Epos ins Kino zu bringen. Die ganze Geschichte lest ihr im nachfolgenden Artikel:
"Ich bin sehr unzufrieden mit der extremen Dummheit": Der "Herr der Ringe"-Schöpfer hasste den ersten Versuch, seine Fantasy-Saga ins Kino zu bringenFILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.