Peter Jackson verrät uns, warum er den neuen "Herr der Ringe"- Film nicht selbst macht
Björn Becher
Björn Becher
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Björn Becher ist für euch vom 12. bis zum 24. Mai 2026 bei den Filmfestspielen in Cannes und versorgt euch von dort täglich mit spannenden Nachrichten und Kritiken.

Im Rahmen der Filmfestspiele in Cannes konnten wir an einem weit über 90 Minuten langen Gespräch mit Peter Jackson teilnehmen. Dort sprach er auch über die Zukunft des „Herr der Ringe“-Franchise und warum er nicht selbst Regie führt.

Warner Bros.

Peter Jackson hat laut eigener Aussage nie gedacht, dass er jemals die Goldene Palme, einen der bedeutendsten Filmpreise der Welt gewinnt. Dies sei so realistisch gewesen, wie eine Karriere als Balletttänzer oder Hochspringer, erklärte der neuseeländische Filmemacher zum Start des „Rendezvous“ mit ihm bei den Filmfestspielen in Cannes. Dort wurde ihm jetzt nämlich dann doch der Preis verliehen – in Form einer Ehrenpalme. Das habe den Vorteil, dass er dafür nicht mal einen Film drehen musste, schob der sichtlich gut gelaunte Jackson hinterher.

Anlässlich der Auszeichnung, die ihm am gestrigen 12. Mai 2026 zur Eröffnung der Filmfestspiele von Cannes durch seinen „Herr der Ringe“-Star Elijah Wood überreicht wurde, fand am heutigen 13. Mai 2026 auch ein ausführliches Gespräch mit der Regielegende statt. Wir waren persönlich vor Ort und waren so Teil eines wilden Ritts durch Jacksons Filmografie - moderiert von Filmkritiker Didier Allouch und mit Fragen aus dem Publikum. Dabei blickte der Filmemacher nicht nur zurück, sondern auch voraus.

"Hunt For Gollum": Darum ist laut Jackson Andy Serkis der bessere Regisseur

Denn natürlich war seine umfangreiche Arbeit an der Mittelerde-Saga ein großes Thema. Jackson inszenierte bekanntlich die gefeierte „Herr der Ringe“-Trilogie und kehrte dann später ungeplant noch für die „Der Hobbit“-Filme zurück, die ursprünglich eigentlich Guillermo del Toro inszenieren sollte. Dass die nicht ganz so gut ankamen, kommentierte der Filmemacher mit einer lustigen Anekdote.

Ein Lieferbote habe ihn einst erkannt und sofort von „Herr der Ringe“ geschwärmt. Allerdings schob der wohl nicht ganz so gut informierte junge Mann nach, dass man Jackson auch die „Hobbit“-Filme hätte machen lassen sollen. Die waren nämlich „scheiße“ und das wäre mit ihm am Steuer nicht passiert. Jackson erklärte, dass er dem Mann damals beipflichtete. Beim nächsten Teil der Saga könnte er sich bei Beschwerden nun aber mit etwas weniger Lügen aus der Verantwortung ziehen.

Peter Jackson war in Cannes gut gelaunt. Webedia GmbH
Peter Jackson war in Cannes gut gelaunt.

Denn den kommenden „Hunt For Gollum“ wird Jackson nicht inszenieren. Gollum-Darsteller Andy Serkis führt hier Regie. Und laut Jackson hat das einen Grund: Es sei eine Story, die tief in die Psychologie und Sucht von Gollum eintauche. „Es ist eine ganz persönliche Geschichte für Gollum, und Andy kennt diesen Typen besser als jeder andere.“ Es sei daher für ihn „die viel aufregendere Version“ des Films, wenn Serkis diesen inszeniere und nicht er selbst. Daher sei für ihn von Anfang an klar gewesen, dass er hier nur im Hintergrund bleibe. Er werde Serkis nur mit Rat und Tat zur Seite stehen, sollte dieser ihn fragen.

Das wissen wir bereits über "The Hunt For Gollum"

„The Hunt For Gollum“ soll am 16. Dezember 2027 in die Kinos kommen. Laut bisherigen Informationen soll die Geschichte parallel zum Beginn von „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ spielen, wobei Jackson in Cannes jetzt behauptete, sie sei zwischen den beiden Trilogien „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ angesiedelt, womit sie also knapp vor „Die Gefährten“ einsetzen würde.

Womöglich stimmt beides. Die Geschichte beginnt vor den Ereignissen in „Die Gefährten“, verläuft dann aber parallel dazu. Das passt auch gut zur der aus den Vorlagen bekannten Zeitspanne zwischen Bilbos 111. Geburtstag und Frodos Aufbruch aus dem Auenland. In den Büchern vergehen hier 17 Jahre, in denen Gandalf und Aragorn intensiv nach Gollum suchen, um Informationen über den Verbleib des Einen Rings zu erhalten.

Dass diese Suche eine große Rolle einnimmt, macht der der Cast deutlich. Es kehren Ian McKellen als Gandalf, Elijah Wood als Frodo Beutlin und Lee Pace als Waldelben-König Thranduil zurück. „Fifty Shades Of Grey“-Star Jamie Dornan tritt derweil in die Fußstapfen von Viggo Mortensen und wird zu Aragorn alias Streicher. Daneben sind Leo Woodall als Halvard sowie Kate Winslet, die einst für Peter Jackson ihre erste Kinorolle hatte, als Marigol dabei. Details zu diesen Figuren gibt es aber noch nicht. Bei Winslets Figur wird allerdings vermutet, dass es die Mutter von Gollums Alter Ego Smeagol sein könnte.

Bei dem Gespräch in Cannes verriet Jackson auch, was er als nächstes inzenieren will. Es ist ein Film, auf den wir schon sehr, sehr lange warten. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

Comeback nach 12 (!) Jahren: "Der Herr der Ringe"-Regisseur kündigt Fortsetzung zu einem der besten Abenteuerfilme an

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