Bei den derzeit stattfindenden Filmfestspielen in Cannes wurde Peter Jackson mit der Ehrenpalme ausgezeichnet – und stellt sich im Rahmen dessen auch dem ein oder anderen Interview. So sprach er mit dem Magazin IndieWire über seine kommenden Projekte und enthüllte dabei ein spannendes Detail zum kommenden „Der Herr der Ringe“-Ableger „The Hunt For Gollum“, der am 16. Dezember 2027 im Kino startet.
In dem von Gollum-Darsteller Andy Serkis inszenierten Fantasy-Abenteuer, bei dem Jackson als Produzent an Bord ist, rückt der vom Einen Ring korrumpierte Hobbit Smeagol, besser bekannt als verunstalteter und nicht mehr ganz klar denkender Gollum, in den Mittelpunkt. Und die Inspiration, ausgerechnet die Geschichte dieses Wesens näher beleuchten zu wollen und seine Perspektive einzunehmen, kam für Peter Jackson und Drehbuchautorin Fran Walsh aus einer eher ungewöhnlichen Quelle – nämlich von einer DC-Comic-Adaption der jüngeren Jahre, die als besonders umstritten gilt: „Joker“
"The Hunt For Gollum": Von "Joker" inspiriert
Im Interview mit IndieWire verriet Jackson so: „Wir dachten an den ursprünglichen ,Joker‘-Film, den mit Joaquin Phoenix. Die Art und Weise, wie darin die Psychologie des Jokers erforscht wird, während eine Geschichte erzählt wird.“ Die Geschichte, die man in „The Lord Of The Rings: The Hunt For Gollum“ erzählen werde, habe man aus den Anhängen von J.R.R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“-Büchern – „und wir werden diese Geschichte erzählen, aber aus Gollums innerer Perspektive“, so Jackson weiter.
So wie sich auch in „Joker“ vieles im Kopf der von Joaquin Phoenix dargestellten Titelfigur abspielt bzw. stark durch dessen Wahrnehmung geprägt ist, so wird auch „The Hunt For Gollum“ so etwas wie das Psychogramm der Fantasy-Figur. Peter Jackson bestätigte, dass wir viel über Gollums Innenleben erfahren werden: „Man nimmt Tolkiens Texte und verfilmt sie aus einem bestimmten Blickwinkel, und das bedeutet, dass man in [Gollums] Kopf eindringen muss. Ich habe allerdings nicht das geringste Bedürfnis, in Gollums Kopf einzutauchen“, wie Jackson lachend erklärte – „Das kann Andy Serkis selbst übernehmen.“
Darum führt Peter Jackson nicht selbst Regie
Gerade weil es in „The Hunt For Gollum“ ganz speziell um die Figur geht, die Andy Serkis in den bisherigen „Der Herr der Ringe“-Filmen so kongenial zum Leben erweckt hat, ist er der richtige Mann für die Regie des neuesten „Ringe“-Abenteuers. Dies führte Peter Jackson auch im Rahmen eines ausführlichen Gesprächs in Cannes aus, von dem unser dort anwesender Redakteur Björn Becher berichtet hat:
Peter Jackson verrät uns, warum er den neuen "Herr der Ringe"- Film nicht selbst machtGegenüber IndieWire erklärte Jackson auch noch einmal, welche Teile aus Tolkiens Anhängen man in „The Hunt For Gollum“ verarbeiten werde, bei dem neben Andy Serkis in der Titelrolle u. a. auch noch Ian McKellen als Gandalf, Elijah Wood als Frodo, Lee Pace als Thranduil und die Neuzugänge Kate Winslet als Marigol, Leo Woodall als Halvard und Jamie Dornan als Viggo Mortensens Nachfolger in der Rolle des Aragon an Bord sind:
„Gollums Kindheit und wie er zu dem wurde, was er ist. Sein Versuch, ins Auenland zu gelangen, und wie die Waldläufer ihn aufspüren. Am Ende wird er gefangen genommen und nach Mordor gebracht – all das steht in den Anhängen“, so Jackson.
Neben „The Hunt For Gollum“ werkelt Peter Jackson derzeit an noch mindestens einem anderen „Der Herr der Ringe“-Abenteuer fürs Kino: „Shadow Of The Past“. Doch auch ein anderes Franchise lässt den Filmemacher nicht los – und hier wird er sich sogar wieder auf den Regiestuhl setzen! Um welche Abenteuer-Reihe es sich handelt, erfahrt ihr in diesem Artikel:
Comeback nach 12 (!) Jahren: "Der Herr der Ringe"-Regisseur kündigt Fortsetzung zu einem der besten Abenteuerfilme anFILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.