Bald sind sieben Jahre vergangen, seit uns Quentin Tarantino seine Traumfabrik-Hommage „Once Upon A Time… In Hollywood“ präsentierte. Seitdem warten viele Fans des Kult-Regisseurs darauf, dass dessen nächster Film endlich Fahrt aufnimmt. Schließlich soll dieser ein ganz besonderer, sein letzter werden.
Bis wir diesen auch tatsächlich zu sehen kriegen, dürfte es wohl noch eine Weile dauern. Der Filmemacher nutzt die Zeit derweil, an seinen bisherigen Werken zu schrauben – ob es nun aufwändige Restaurationen im Zuge der 4K-Premieren, neue Schnittfassungen wie „Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ oder Fortsetzung sind, bei der er allerdings nicht mehr selbst Regie führt (David Finchers „The Continuing Adventures Of Cliff Booth“). Doch auch mit öffentlichen Auftritten schlägt der „Pulp Fiction“-Macher hohe Wellen.
Nachdem er mit seinem Paul-Dano-Sager nicht nur halb Hollywood gegen sich aufbrachte, sondern auch vielen seiner treuen Fans vor den Kopf stieß, sind nun auch in der neuesten Ausgabe von Sight & Sound Äußerungen aufgetaucht, die hier und da auf Unverständnis stoßen dürften.
Quentin Tarantino rechnet mit dem Kino der Gegenwart ab
„Ich liebe es, ins Kino zu gehen. Das, was Film heutzutage bedeutet, löst in mir jedoch eher Verachtung als Begeisterung aus“, so Tarantino (via World Of Reel), der seit 2020 zwar hier und da auch mal Filme gesehen habe, die er mochte (etwa Steven Spielbergs „West Side Story“ oder das Western-Epos „Horizon“ von und mit Kevin Costner). Doch keiner habe ihn „wirklich gefesselt und in das magische Land des Genusses entführt“, wie es Kino einst vermochte. „Heutzutage lese ich lieber ein Buch“, räumt er schließlich ein …
… bevor er doch noch eine kurze und dafür umso überraschendere Liebeserklärung von der Leine lässt. Und zwar an einen Film, den an dieser Stelle wohl die Wenigsten erwartet hätten.
Tarantino schwärmt von Netflix' "The Rip"
„Doch, ein neuer Film kam jetzt raus, der mich wirklich von Anfang bis Ende gefesselt hat: Joe Carnahans ‚The Rip‘ mit dem dynamischen Duo Matt Damon und Ben Affleck“, enthüllt Tarantino – und hebt damit einen Film über alle anderen aus der jüngeren Vergangenheit, der beim Gros von Fachpresse und Publikum eher nur okay ankam. Auch in der FILMSTARTS-Kritik gab es für den Action-Thriller um eine Gruppe von Cops, die auf einen Millionenfund stoßen, woraufhin das Vertrauen innerhalb des Teams zunehmend zu bröckeln beginnt, nur solide 3 von 5 Sternen.
Was genau Tarantino an „The Rip“ so sehr schätzt, bleibt unklar. Doch wer den zweifachen Oscar-Gewinner kennt, weiß natürlich, dass dessen Filmgeschmack nicht selten erheblich von der breiten Masse abweicht. Jener Faszination für das Abseitige ist es am Ende ja auch zu verdanken, dass vergessene oder unentdeckte Juwelen sowie Nischenfilme mit Verspätung auch im Mainstream Anerkennung finden – schließlich lässt Tarantino jene Einflüsse regelmäßig in seine eigenen Werke einfließen.
Und wo wir gerade bei Netflix sind: „Reacher“-Star Alan Ritchson erreichte mit seinem neuesten Film einen bemerkenswerten Meilenstein. Mehr dazu erfahrt ihr hier:
Alan Ritchson kickt Fantasy-Kracher aus der Netflix-Top-Ten – doch für Dwayne Johnson wird es nicht mehr reichenUnsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.