Zur Freude etlicher Film-Fans kehren aktuell vermehrt große Regisseure zu ihren Wurzeln zurück – oder erleben nach Jahren der Funkstille ein Comeback. So feierte 2024 „Der Pate“-Macher Francis Ford Coppola mit „Megalopolis“ nach 13 Jahren Pause seine Rückkehr. Und während sich Steven Spielberg fast 45 Jahre nach „E.T.“ im Blockbuster „Disclore Day“ erneut mit der Erforschung außerirdischen Lebens befasst, kehrt Michael Mann („Collateral“) 30 Jahre nach dem Original mit „Heat 2“ zum (stargespickten) Action-Kino zurück. In eine ähnliche Richtung geht auch ein anderes Comeback:
Genau zehn Jahre ist es her, dass Kultregisseur Oliver Stone zuletzt einen Film gedreht hat. Der 79-Jährige zählt mit Meisterwerken wie „Platoon“, „Wall Street“ und „Natural Born Killers“ zu den einflussreichsten Filmemachern der 80er- und 90er-Jahre. Doch seit dem Biopic „Snowden“ von 2016 hat der dreifache Oscar-Gewinner keinen Spielfilm mehr gedreht. Bis jetzt! Denn die Produktion seines Comeback-Streifens „White Lies“ in bereits in vollem Gange. Schon länger wissen wir, dass Josh Hartnett („The Trap“) die Hauptrolle spielen wird. Jetzt steht fest, welche weiteren Stars in dem Familiendrama dabei sind.
Diese Schauspiel-Superstars veredeln den "White Lies"-Cast
Wie Variety berichtet, sind zwei echte Hollywood-Schwergewichte in Stones 21. Spielfilm mit an Bord: Michael Douglas („Basic Instinct“) und Willem Dafoe („Spider-Man“). Für den Filmemacher ist es ein doppeltes Widersehen. Mit Douglas arbeitete er bereits beim 80er-Klassiker „Wall Street“ zusammen. Mit Dafoe hat der Vietnam-Veteran Stone die Anti-Kriegsfilme „Platoon“ und „Geboren am 4. Juli“ gedreht.
Außerdem gehören Ellen Barkin („The Big Easy“, „Ocean’s 13“), Yvonne Chapman („Superman & Lois“) und Homer Gere („Euphoria“) zum Cast. Für den 26-jährigen Gere, der älteste Sohn von Richard Gere („Pretty Woman“), ist „White Lies“ das erste große Spielfilm-Projekt. An der Seite von Hartnett spielt zudem Leila George („Mortal Engines“) die weibliche Hauptrolle.
Im Mittelpunkt des Films steht Jack Freeman (Hartnett), der als Scheidungskind die Traumata seiner Kindheit noch nicht verarbeitet hat – und in seiner eigenen Ehe die Fehler seiner Eltern wiederholt. Um der Enge seines Lebens und der unglücklichen Beziehung mit seiner Frau (George) entkommen, begibt er sich auf eine hedonistische Reise der Befreiung.
Laut Variety wurden die Dreharbeiten zu „White Lies“, die u.a. in Rom und Bangkok stattfanden, kürzlich abgeschlossen. Lange Zeit stand Stones Film aufgrund jahrelanger Verzögerungen allerdings auf der Kippe. Schon im August 2018 meldete Deadline, dass Stone einen neuen Film mit Benicio del Toro („Sin City“) in der Hauptrolle plane. Im März 2026 wurde bekannt, dass der Oscar-Preisträger („One Battle After Another“) offiziell aus dem Projekt ausgestiegen war und durch Hartnett ersetzt wurde.
Umso erfreuter dürften Stone-Fans sein, dass „White Lies“ doch noch realisiert wird. Und Spannung ist vorprogrammiert, denn einem offiziellen Pressestatement soll sich „White Lies“ deutlich von Stones bisherigen Werken unterscheiden. Die über drei Generationen erzählte Geschichte sei ein „intimes und provokantes Drama, […] dass Familie, Verlust und Schmerz erforscht und aufdeckt, wie Liebe im Laufe unseres Lebens ihre Form verändern kann“ (via Variety). Einen offiziellen Starttermin gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.
„Geboren am 4. Juli“ zählt bis heute zu den stärksten Arbeiten im Schaffen von Stone. Die Hauptrolle spielte damals ein junger Tom Cruise, der mit einer phantastischen Performance seine letzten Kritiker verstummen ließ. Warum ihm dennoch der Oscar verwehrt blieb lest ihr hier:
"Der Beste seiner Generation": Vor 37 Jahren legte Tom Cruise eine der besten Leistungen seiner Karriere hin – doch der Oscar blieb ihm verwehrt!Unsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.