Wenn der amerikanische Traum zum Albtraum wird: "The White Lotus"- und "Marty Supreme"-Stars in "American Fever Dream"
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Nicht jeder gelangt in den USA zu Wohlstand. Diese Erfahrung muss in „American Fever Dream“ eine Mittelschichtsfamilie machen. Jetzt steht die Besetzung des Indie-Dramas fest, das sich einem existenziellen Überlebenskampf an der Armutsgrenze widmet.

HBO

In finanzielle Not geratene Familien, prekäre Lebensverhältnisse nah an der Obdachlosigkeit und gesellschaftliche Ungleichheit sind beliebte Themen in Sozialdramen. Paradebeispiele für Werke, die sich diesen Inhalten respektvoll und bewegend widmen, sind etwa Sean Bakers Indie-Glanzstück „The Florida Project“ (2017) und „Sorry We Missed You“ (2019) von Ken Loach. In dessen Film rutscht eine Arbeiterfamilie nach dem Jobverlust des Vaters als Folge des Bankencrashs 2008 immer tiefer in die Krise.

Im kommenden Drama „American Fever Dream“ dient Regisseurin Jaclyn Noel ein ähnliches Ereignis als Aufhänger für die darauffolgenden tragischen Vorkommnisse. Und jetzt wissen wir auch, wie sich der Cast dieses vielversprechenden Debüts zusammensetzt.

Alexandra Daddarrio & Co.: Das sind in "American Fever Dream"-Stars

Deadline berichtet exklusiv, dass die Emmy-nominierte Alexandra Daddario („The White Lotus“, 2021) die Hauptrolle übernommen hat. Die 40-jährige New Yorkerin, die seit 2023 auch in der AMC-Horror-Serie „Mayfair Witches“ zu sehen ist, spielt in "American Fever Dream" die aufopferungsvoll kämpfende Ehefrau/Mutter Carrie. Sie versucht die Familie nach dem Jobverlust ihres Mannes („Hand Of God“- und „Pretty Little Liars“-Star Julian Morris) zusammenzuhalten. Die Kündigung ist eine Folge unerwarteter Fabrikschließungen und damit unverschuldet.

Weitere Nebenrollen übernehmen laut Deadline Christopher Convery („Brahms: The Boy II“) als Sohn und Spenser Granese („Marty Supreme“) in einem noch unbekannten Part. Daddario fungiert zudem als Produzentin.

Für Filmemacherin Noel, von der ebenso das Drehbuch stammt, ist es der erste Ausflug in die Welt des abendfüllenden Spielfilms. Zuvor hatte sie bereits drei Kurzfilme realisiert. „American Fever Dream“, dessen Handlung sich über einen Zeitraum von 17 Jahren erstreckt, spielt im vom wirtschaftlichen Niedergang betroffenen US-Rust-Belt im Nordosten des Landes. Er soll an Originalschauplätzen im Bundesstaat Pennsylvania (Lancaster, Reading) entstehen. Die Produktion soll aktuellen Informationen zufolge Ende Mai anlaufen. Einen konkreten Starttermin (ob im Kino oder bei einer Streaming-Plattform) gibt es noch nicht.

Für „The Florida Project“-Nebendarsteller Willem Dafoe gab’s damals übrigens sogar eine Oscar-Nominierung. Demnächst feiert die Hollywood-Legende („Mississippi Burning“) ein Wiedersehen mit einem wahren Regie-Großmeister, der nach zehn Jahren erstmals wieder einen Film dreht:

Regie-Legende macht nach 10 (!) Jahren endlich wieder einen Spielfilm – und feiert ein großes Wiedersehen mit zwei Oscar-Stars

Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.
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