Der junge Regisseur Kane Parsons hat mit „Backrooms“ Unglaubliches geschafft: Schon jetzt ist sein mysteriöser Schocker die erfolgreichste Produktion in der Geschichte des Indie-Studios A24. Bereits jetzt (Stand: 20. Juni 2026) steht der Film bei einem Einspiel von über 265 Millionen US-Dollar. Und in Deutschland ist der Film beispielsweise gerade erst gestartet.
Der Grund dafür, dass „Backrooms“ an den Kinokassen einschlägt wie eine Bombe, ist simpel: Die von Kane Parsons kreierte Welt ist einfach wahnsinnig faszinierend – und lädt zum Fantasieren und Spekulieren ein. Welche Geheimnisse und Horrorfiguren gibt es noch in den gelb beleuchteten Hinterzimmern zu entdecken? Eines der größten Mysterien ist der Pappaufsteller eines Höhlenmenschen, der mehrfach im Film zu sehen ist und der dabei stets eine seltsame Sounddatei abspielt. Wir verraten euch, was es mit der Figur auf sich hat.
Dient der Höhlenmensch zur Kontaktaufnahme?
Sowohl Clark (Chiwetel Ejiofor) als auch Mary (Renate Reinsve) stoßen bei ihren Erkundungen der Backrooms auf diesen eigenwilligen Pappkameraden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Objekten in dieser gelblichen Zwischenwelt scheint der Höhlenmensch nicht von den Räumen selbst generiert worden zu sein, sondern wurde stattdessen bewusst dort platziert. Im späteren Verlauf des Films sehen wir in einem Raum des Async-Labors gleich Hunderte dieser Aufsteller, die nur darauf zu warten scheinen, in den schier endlosen Gängen verteilt zu werden.
Der Zweck dieses Papp-Höhlenmenschen ist nicht sofort klar, aber an jedem von ihnen ist ein Kassettenrekorder angebracht, der Begrüßungsnachrichten in allen Sprachen (außer Englisch) abspielt. Dabei handelt es sich um die 55 Grußbotschaften, die auf der interstellaren Datenplatte, der sogenannten Voyager Golden Record, 1977 von der NASA mit den Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 ins Weltall geschickt wurden. Die Botschaften sollten außerirdischen Zivilisationen einen Eindruck von der Vielfalt der menschlichen Stimmen und Sprachen auf der Erde vermitteln – vorausgesetzt natürlich, dass sie jemals gefunden werden.
Könnte es also sein, dass diese Aufnahme und der Höhlenmensch auch in „Backrooms“ dazu dienen sollen, Kontakt mit den eigenartigen Lebensformen in dieser Zwischenwelt herzustellen? Immerhin sehen wir, dass die Backrooms-Kreaturen tatsächlich auf den Pappaufsteller reagieren – wenn auch nicht gerade auf freundliche Weise. Zudem ist der Aufsteller in einer Szene sogar Teil einer Falle, mit der eine der unheimlichen Kreaturen gefangen werden soll.
Steckt doch mehr dahinter?
Berechtigterweise bleibt jedoch die Frage, warum die Async-Forschenden ausgerechnet einen Höhlenmenschen – gewissermaßen die Ursprungsform des modernen Menschen – für die erste Kontaktaufnahme ausgewählt haben. Immerhin sind doch seitdem einige tausend Jahre vergangen - und wir unterscheiden uns doch inzwischen recht deutlich von diesem in Fell gekleideten Zeitgenossen.
Dementsprechend gibt es noch eine deutlich düsterere Theorie zu diesem Pappaufsteller. Im Film wird deutlich, dass die Backrooms versuchen, Objekte aus der realen Welt zu replizieren. Gerade Dinge, die irgendwie in diese Zwischenwelt gelangt sind, werden von den Räumen immer wieder kopiert. Ist es vielleicht möglich, dass es den Wissenschaftler*innen darum geht, die menschliche Evolution in diesen Räumen neu zu starten und die Entwicklung der Spezies unter diesen besonderen Bedingungen zu erforschen? Da stellt sich natürlich die Frage, zu welchem Zweck dieser Aufwand betreiben wird.
Vielleicht bekommen wir ja in „Backrooms 2“ eine klare Antwort auf diese Frage. Warum es sich übrigens lohnt, bei „Backrooms“ nach dem Abspann noch ein wenig länger im Kinosessel zu verweilen, erfahrt ihr hier:
"Backrooms" hat keine Post-Credit-Szene – darum solltet ihr trotzdem unbedingt sitzenbleiben