Im November 1995 veränderte ein Film das abendfüllende Animationskino: „Toy Story“ kam, wurde mehre Millionen Male gesehen und obsiegte! Das Pixar-Projekt über die Abenteuer und Gefühle lebender Spielsachen wurde zum Megahit und zog mehrere Fortsetzungen nach sich, ebenso wie diverse Kurzfilme, zwei TV-Specials und jede Menge Themenparkattraktionen.
Von zumeist euphorischen Kritiken begleitet und vom zahlenden Publikum innig geliebt, lässt sich die „Toy Story“-Saga zweifelsohne als eine der beliebtesten Filmreihen der Kinogeschichte bezeichnen. Und heute, am 26. Juni 2026, läuft „Toy Story“ ab 20.15 Uhr im Disney Channel – darüber hinaus könnt ihr den wegweisenden Animationsfilm jederzeit ganz flexibel via Disney+ abrufen.
Auf Disney+ findet ihr zudem „Toy Story 2“, „Toy Story 3“ und „A Toy Story – Alles hört auf kein Kommando“ sowie mehrere Kurzfilme aus dem „Toy Story“-Universum, allesamt praktisch angeordnet in der „Toy Story“-Themensammlung*. Den Ableger „Lightyear“* müsst ihr derweil abseits der Sammlung gesondert aufrufen.
Darum geht es in "Toy Story"
Cowboypuppe Woody (Stimme im Original: Tom Hanks / Stimme in der deutschen Synchronfassung: Peer Augustinski) ist unumstritten Andys Lieblingsspielzeug. Das macht ihn, zusammen mit seinen diplomatischen Qualitäten, zum Anführer der Plastik-, Holz- und Porzellanbande, die von Menschen unbeobachtet ein heimliches Leben führt. Doch als Andy eine Buzz-Lightyear-Actionfigur (Tim Allen / Walter von Hauff) geschenkt bekommt, verliert der Junge Woody aus den Augen.
Das macht Woody ungeheuerlich eifersüchtig – und dass Buzz nicht einmal weiß, dass er ein Spielzeug ist, sondern glaubt, ein echter Weltraum-Ranger zu sein, treibt den alteingesessenen Cowboy zur Weißglut. Als Woody eines Tages im Affekt Buzz eins auswischen will, schlägt die Aktion fehl und nimmt drastischere Formen an als geplant. Alsbald sind Woody und Buzz in der Welt außerhalb von Andys Kinderzimmer gestrandet – und für eine Rückkehr muss nicht nur Woody seinen Stolz herunterschlucken, sondern Buzz obendrein Selbsterkenntnis erlangen (und das verkraften)...
Herzlicher Kumpelspaß mit Hintersinn
Oberflächlich betrachtet, haben die Pixar-Kreativköpfe eine zügig erzählte, smart konstruierte Kumpelkomödie erschaffen: Zwei ungleiche Dickköpfe müssen in der Stunde der Not lernen, sich zu mögen und einander zu vertrauen. Doch diese noch dazu mit clever platzierten, wiederkehrenden Gags bestückte und ihre „Was wäre, wenn Spielzeug ein Eigenleben hätte?“-Prämisse mit Fantasie ausschmückende Komödie hat mehr auf dem Kasten: Mit familienfreundlicher Leichtigkeit und zeitloser Relevanz erörtert „Toy Story“ Themenkomplexe wie die Dynamik zwischen Selbstbildnissen und von außen auferlegten Rollen, den (notwendigen) Schmerz der Neuorientierung in Lebensphasen des Wandels, sowie den Beitrag, den Gemeinschaftssinn zur Selbstfindung leisten kann.
Das ist jetzt, über 30 Jahre später, optisch zwar mitunter ziemlich krude. Vor allem dann, wenn sich John Lasseters Inszenierung vom engen Fokus auf den Spielzeug-Subkosmos löst. Allerdings lässt sich nicht unterschätzen, welche technologische Revolution und mediale Zäsur „Toy Stoy“ darstellt: Pixars erster Langfilm offenbarte die leinwandfüllenden Möglichkeiten der Computeranimation und stellte unter Beweis, dass sich das Publikum ebenso in Pixel verlieben kann, wie es sich schon viele Male zuvor in Tinte, Bleistiftzeichnungen und Gouache-/Acrylfarben verliebt hat.
Und vielleicht wird auch dieser für 2027 angekündigte Pixar-Film zum zeitlosen Klassiker:
Der erste Trailer zum neuen Pixar-Film "Gatto" nimmt sich ausgerechnet den besten Gangsterfilm (!) aller Zeiten zum VorbildUnsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.
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