Austin Butler ist längst ein Weltstar. Doch bevor es so weit war, erhielt er unerwartete Unterstützung von niemand Geringerem als Denzel Washington! Der zweifache Oscar-Preisträger („Glory“, „Training Day“) war von der Disziplin seines jungen Schauspiel-Kollegen nämlich dermaßen beeindruckt, dass er ihn persönlich für jene Rolle empfahl, die ihm zum endgültigen Durchbruch verhelfen sollte.
Dabei standen sie zuvor nicht einmal gemeinsam vor der Kamera. Washingtons Bewunderung für Butler entstand während der Arbeit an dem Theaterstück „The Iceman Cometh“, das sie im Jahr 2018 zur Aufführung brachten. Der „The Equalizer“-Star zeigte sich so angetan von der Arbeitsweise des ehemaligen Disney-Channel-Darstellers, dass er kurzerhand Regisseur Baz Luhrmann anrief, um ihm den damals noch weitgehend unbekannten Schauspieler ausdrücklich für die Titelrolle seines geplanten Biopics „Elvis“ ans Herz zu legen.
Das hat der „Moulin Rouge“-Macher später selbst in den Presseunterlagen zu seinem Kino-Hit bestätigt (via AlloCiné): „[...] Ich bekam einen Anruf von Denzel, den ich bis dahin gar nicht kannte“, so Luhrmann. „Er sagte mir, dieser junge Mann habe eine Professionalität, wie er sie noch nie erlebt habe.“
Washington geriet dabei nicht nur über Butlers Arbeitsethik ins Schwärmen, er hob auch ausdrücklich hervor, dass der heute 34-Jährige den enormen Vorbereitungsaufwand für die anspruchsvolle Rolle problemlos meistern könne – ob es nun um lange Proben geht, um körperliche Veränderungen oder stundenlange Sitzungen in der Maske.
Washington sollte natürlich Recht behalten. Schon bevor Butler die offizielle Zusage erhielt, begann er, sich intensiv mit dem Leben von Elvis Presley auseinanderzusetzen. „Ich entwickelte eine regelrechte Obsession für Elvis“, so der „Once Upon A Time... In Hollywood“-Mime in einem Interview. „Ich las alles, was ich über sein Leben, seine Freunde und seine Beziehungen finden konnte, und sah mir jede Dokumentation an. Ich hörte ausschließlich seine Musik. Noch vor dem Vorsprechen schickte ich Baz ein Video, auf dem ich am Klavier ‚Unchained Melody‘ spielte und dazu sang.“
Dieser außergewöhnliche Einsatz war schließlich einer der entscheidenden Gründe dafür, dass Butler den Zuschlag bekam. Eine gute Entscheidung! Der gebürtige Kalifornier erhielt für seine aufopferungsvolle Performance nicht nur reichlich Kritikerlob, sondern auch einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller – allerdings zog er bei den Academy Awards gegen Brendan Fraser („The Whale“) den Kürzeren.
Wenn ihr übrigens wissen wollt, warum Denzel Washington seit 26 Jahren nicht mehr von seinem Stimmrecht als Academy-Mitglied Gebrauch macht, dann lest direkt im folgenden Artikel weiter:
"Sie ignorieren mich, ich ignoriere sie": Deshalb stimmt Denzel Washington seit 26 Jahren nicht mehr für die Oscars abEin ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.
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