"Es ist schockierend, wie furchtbar dieser Film ist": Quentin Tarantino hasst diesen legendären Katastrophenfilm-Blockbuster
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Quentin Tarantino hält mit seiner Meinung selten hinterm Berg. So enthüllte er, dass er einem der erfolgreichsten Filme der 70er-Jahre, der obendrein drei Oscars gewonnen hat, rein gar nichts abgewinnen kann!

Quentin Tarantino ist nicht nur bekannt für Kult-Meisterwerke wie „Pulp Fiction“ oder „Kill Bill“, sondern auch dafür, bei jeder sich ihm bietenden Gelegenheit seine (gern mal kontroversen) Ansichten zur Filmgeschichte mit der Welt zu teilen. Kaum jemand spricht mit derart überschäumender Begeisterung über das Kino, was auch schon mal zum Problem werden kann. Entsprechend fallen die Urteile des 63-Jährigen meist sehr absolut aus – zwischen grenzenloser Euphorie und vehementer Abneigung bleibt bei Tarantino selten Platz.

Während er etwa den für viele schlechtesten Sci-Fi-Film aller Zeiten in den höchsten Tönen lobte, stampfte er den erfolgreichsten Kino-Hit des Jahres 1974, der obendrein für acht Oscars nominiert war und als Meilenstein seines Genres gilt, in Grund und Boden: Die Rede ist von „Flammendes Inferno“!

Flammendes Inferno
Flammendes Inferno
Starttermin 6. März 1975 | 2 Std. 45 Min.
Von John Guillermin
Mit Paul Newman, Steve McQueen, William Holden
Pressekritiken
4,0
User-Wertung
3,4
Filmstarts
4,0

Der mit unter anderem Steve McQueen, Paul Newman, Faye Dunaway und Fred Astaire hochkarätig besetzte Katastrophenfilm-Klassiker erzählt von einem verheerenden Feuer in einem neu errichteten Wolkenkratzer und setzte mit seinen damals spektakulären Spezialeffekten neue Maßstäbe.

Vor 52 Jahren ließ er folglich die gesamte Box-Office-Konkurrenz im Regen stehen – darunter seine Genre-Kollegen „Airport '75 – Giganten am Himmel“ und „Erdbeben“, Francis Ford Coppolas Gangster-Epos „Der Pate II“ sowie den 007-Blockbuster „Der Mann mit dem goldenen Colt“. Für den Schnitt, die Kamera und die Musik (von John Williams!) gab es jeweils einen Academy Award.

Doch zwei zeigten sich davon wenig beeindruckt. Zum einen Paul Newman, der den Architekten Doug Roberts spielte und den Film einmal höchstselbst als „Schund“ bezeichnete. Und Quentin Tarantino, der in einem Gespräch mit „American Psycho“-Autor Bret Easton Ellis die Katastrophenfilm-Welle der 1970er-Jahre mit dem heutigen Superhelden-Boom verglich – und dabei vor allem gegen „Flammendes Inferno“ austeilte.

„Man könnte die komplette Debatte über Superheldenfilme genauso gut über Katastrophenfilme führen“, so Tarantino (via Far Out Magazine). „Ehrlich gesagt ist ‚Iron Man‘ besser als ‚Airport '75‘ oder ‚Flammendes Inferno‘. Ich habe ‚Flammendes Inferno‘ erst vor Kurzem noch einmal gesehen – und es ist schockierend, wie furchtbar dieser Film ist. Und er war sogar für den Oscar als Bester Film nominiert!“

Das lassen wir an dieser Stelle einfach mal so stehen – und verweisen auf den folgenden Artikel, der zeigt, dass sogar Quentin Tarantino filmische Lücken hat:

"Ich habe ihn nie gesehen": Quentin Tarantino gesteht, dass er einen der größten Klassiker der Hollywood-Geschichte bis heute nicht kennt

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Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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