Tom Hardy hat im Laufe seiner Schauspielkarriere schon viele Facetten gezeigt und sich durch diverse Genres seinen Weg an die Spitze Hollywoods gebahnt: ob in Kriegs- und Sci-Fi-Filmen, Action-Thrillern und Comic-Verfilmungen oder mit der Erfolgsserie „Peaky Blinders“.
Auch in frühere Jahrhunderte hat es Hardy dabei schon verschlagen: Neben der Serie „Taboo“, die im England des frühen 19. Jahrhunderts spielt, hat er vereinzelt Rollen in Historien-Dramen übernommen, so im BBC-Fernsehfilm „Elizabeth I“ (2006), „Marie Antoinette“ von Sofia Coppola (2006) oder der Adaption von Emily Brontës „Sturmhöhe“ als Miniserie (2009).
Schon länger kursieren Gerüchte, dass Tom Hardy beinahe noch einen weiteren berühmten Historienfilm in seiner Vita gehabt hätte: Joe Wrights gefeierte Adaption von Jane Austens Literaturklassiker „Stolz und Vorurteil“. Mit welchem Vorurteil jemand aus der Produktion ihm diese Rolle aber verweigerte – was sicher auch an seinem Stolz kratzte –, erläuterte Hardy erst 2025 in einem Interview.
Nicht den Leserinnen-Wünschen gemäß?
Wie unter anderem Collider berichtet, räumte Tom Hardy in einem Interview mit der Thin Blue Paw Foundation endlich mit diesen Gerüchten auf und erzählte, dass er für die begehrte Hauptrolle des Mr. Darcy in der Verfilmung damals „gar kein Vorsprechen bekommen habe“.
Jemand aus der Produktion habe ihm sehr direkt gesagt, dass „alle Frauen ein Bild oder eine Vision davon haben, wie Mr. Darcy aussieht“. Gefolgt von der Absage: „Und ich fürchte, Tom, du bist es einfach nicht.“
Mr. Darcy, der wohlhabende, sture, zynische, letztlich dann aber doch gefühlvoll-einsichtige Junggeselle aus „Stolz und Vorurteil“, scheint einige Schwierigkeiten für die Personen hinter und vor der Kamera mit sich zu bringen. Erst vergangenes Jahr erzählte auch Matthew Macfadyen, der schließlich die Rolle an der Seite von Keira Knightley ergatterte, dass er sich damals „fehlbesetzt“ und „nicht attraktiv genug“ fühlte.
Focus Features
Der Druck, der anscheinend auf der Besetzung lastete, hinderte den Film aber letztlich nicht daran, ein Erfolg zu werden. Joe Wrights Adaption von 2005 wurde international zum Hit und zählt noch immer zu den berühmtesten Verfilmungen des Stoffes, neben der BBC-Serie aus den 1990er-Jahren, in der Colin Firth die Darstellung des Mr. Darcy übernahm. Tom Hardy sieht die Absage jedenfalls – zumindest mittlerweile – gelassen, und kommentierte den Vorfall im Interview grinsend mit: „Das ist halt Showbusiness“.
Wenn ihr übrigens wissen wollt, warum „Star Trek“-Star Patrick Stewart absolut nicht daran glaubte, dass Tom Hardy so etwas wie eine Karriere gelingen würde, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
Patrick Stewart war sich nach diesem Sci-Fi-Flop sicher, dass aus Tom Hardy nichts wird: "Ein seltsamer, einsamer junger Mann"Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.