Die Rückkehr einer deutschen Regie-Legende: Lars Eidinger & Detlev Buck im Trailer zur Bestseller-Verfilmung "Heimsuchung"
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„Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte“ ist das Comeback eines der ganz großen deutschen Filmemacher der letzten 50 Jahre. Schaut hier in den Trailer zur Bestseller-Verfilmung rein und staunt über die vielen darin auftretenden Stars:

Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte“ ist die neue Regiearbeit von Volker Schlöndorff, dem legendären Macher von „Die Blechtrommel“, der als erster deutscher Film den Fremdsprachen-Oscar gewann. Das war 1980. Weitere Highlights in der umfangreichen Filmografie des mittlerweile 87-jährigen Wiesbadeners sind „Baal“, „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, „Tod eines Handlungsreisenden“ und „Die Stille nach dem Schuss“. „Heimsuchung“ ist Schlöndorffs erste große Kinoarbeit seit „Rückkehr nach Montauk“ von 2017.

Das mit einer beeindruckenden Besetzung realisierte Drama wurde in Brandenburg am Scharmützel- und am Templiner See sowie im Studio Babelsberg gedreht. Die Story schildert die bewegte Historie eines privaten Seegrundstücks bei Berlin und behandelt dabei die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Die Welturaufführung fand im Mai 2026 im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes statt. „Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte“ startet bundesweit am 15. Oktober 2026 in den deutschen Kinos.

Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte
Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte
Von Volker Schlöndorff
Mit Lars Eidinger, Martina Gedeck, Susanne Wolff
Starttermin 15. Oktober 2026

Die Hauptrollen übernehmen Lars Eidinger („Nahschuss“), Martina Gedeck („Das Leben der Anderen“) und Susanne Wolff aus „Sisi & Ich“. Zum weiteren Ensemble-Cast zählen unter anderem Detlev Buck („Sonnenallee“), Ulrich Matthes („Der Untergang“), Michael Maertens („Tausend Zeilen“), Angela Winkler („Heller Wahn“), Maria Matschke („Babystar“) und David Bennent, der damals den jungen Protagonisten in „Die Blechtrommel“ verkörperte.

Das von Schlöndorff selbstverfasste Drehbuch basiert auf Jenny Erpenbecks Bestsellerroman, in dem die Autorin ihre Kindheitserinnerungen an das Haus ihrer Großeltern verarbeitete.

Wir haben den Film in Cannes bereits sehen und für euch besprechen können. In der FILMSTARTS-Kritik gibt es solide 3 von 5 möglichen Sternen für „Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte“. In seinem Fazit schreibt unser Chefredakteur Christoph Petersen Folgendes: „Volker Schlöndorff beschränkt sich weitestgehend darauf, den epischen Roman mit einer absoluten Starbesetzung sowie aufwändigen historischen Kostümen, Sets und Autos zu bebildern, während er die nicht immer leicht verdauliche Sprachgewalt der Vorlage auf ein weit weniger komplexes Niveau zurückfährt.“

"Heimsuchung": Das ist die Story

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts teilt ein Großbauer (Detlev Buck) eines seiner am Scharmützelsee, dem sogenannten „Märkischen Meer“, gelegenen Grundstücke in zwei Parzellen und verkauft sie. Knapp drei Jahrzehnte später ist eines davon im Besitz eines Architekten (Lars Eidinger), der mit Albert Speer zusammenarbeitet. Während er mit diesem plant, ein neues Berlin zu entwerfen, errichtet er für seine Verlobte (Susanne Wolff) erstmals ein Haus auf dem Boden. Parallel dazu geht das Nachbargrundstück an einen jüdischen Fabrikanten (Ulrich Matthes) über. Der hat es zwar vor allem als Geldanlage erworben, lässt für seine Familie aber dennoch zumindest ein Badehaus für Sommerausflüge darauf bauen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs macht der Architekt zunächst auch unter der sowjetischen Besatzung weiter Karriere, bis er dann allerdings in Ungnade fällt. So zieht zu DDR-Zeiten schließlich eine erfolgreiche Schriftstellerin (Martina Gedeck) in das Haus. Dekaden später würde am liebsten ihre Enkelin (Maria Matschke Engel) dieses übernehmen. Nach dem Fall der Berliner Mauer und der daraufhin vollzogenen Wiedervereinigung Deutschlands meldet sich jedoch plötzlich die Erbengemeinschaft eines früheren Besitzers …

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Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Das deutschsprachige Gegenwartskino ist oft deutlich besser als sein Ruf. Oliver Kube fallen aktuell u. a. "Everytime", "Rose", "Vier minus drei" und "Vaterland" als Belege dafür ein.
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