Die Prämisse ist noch immer so simpel wie genial: Ein Kindermörder kehrt Jahre nach seinem Tod als übernatürliches Wesen zurück, das seinen Opfern in ihren Träumen den Garaus macht - und somit jeden Schlaf zum Überlebenskampf macht. Kein Wunder, dass der spätere „Scream“-Macher Wes Craven mit „Nightmare - Mörderische Träume“ alias „A Nightmare On Elm Street“ den Grundstein für ein ganzes Kult-Franchise legte.
Auf das Original aus dem Jahr 1984 (in dem auch Johnny Depp in einer seiner ersten Rollen einen besonders blutigen Leinwand-Tod starb) folgten über die Jahre sechs Fortsetzungen, ein Crossover-Film mit der „Freitag der 13.“-Reihe und ein Remake. Nach dem Letzteres im Jahr 2010 jedoch massiv auf den Deckel bekommen hat, liegt die Reihe brach – auch wenn es seitdem immer wieder (vergebliche) Bestrebungen gab, sie wiederzubeleben. Nun aber will das Studio Paramount endlich Nägel mit Köpfen machen. Wie The Hollywood Reporter berichtet, befindet sich jetzt ein neuer „Nightmare On Elm Street“-Film offiziell in Entwicklung.
Zusammenarbeit mit dem Nachlass von Wes Craven
Paramount hat sich demnach die US-Rechte am Drehbuch des ersten Teils gesichert, nachdem diese im Jahr 2019 vom bisherigen „Nightmare On Elm Street“-Studio New Line Cinema bzw. dessen Mutterkonzern Warner Bros. an den Nachlass von Wes Craven zurückgefallen waren. Dieser ist in Form von Wes Cravens Witwe Iya Labunka und seinem Sohn Jonathan Craven auch aktiv an dem Vorhaben beteiligt.
Labunka sagte dazu in einem Statement: „Wir freuen uns darauf, die Welt von Wes Cravens ‚A Nightmare on Elm Street‘ einer neuen und völlig begeisterten Generation von Fans näherzubringen. Wir wissen, dass Wes begeistert gewesen wäre zu sehen, wie Horror seinen längst überfälligen Platz im kulturellen Kanon einnimmt. Wir können es kaum erwarten, dass wir alle zusammen in einem dunklen Kinosaal sitzen – um das Lagerfeuer von heute –, während sich das nächste Kapitel der ‚Nightmare‘-Geschichte entfaltet.“
Wer wird zum neuen Freddy Krueger?
Details dazu, wie dieses nächste Kapitel aussehen wird, gibt es bisher noch keine. So heißt es beim Hollywood Reporter lediglich, dass es in der Welt von „A Nightmare On Elm Street“ spielt und auf dem Originaldrehbuch basieren soll. Außerdem wird die Franchise-Fortführung der erste Film unter dem neu ins Leben gerufenen Label Paramount Primal, bei dem das Produzenten-Duo J.D. Lifshitz und Raphael Margules („Barbarian“, „Friendship“) laut THR sowohl mit angehenden Geschichtenerzählern als auch mit etablierten Filmemachern zusammenarbeiten will, um „klug budgetierte Filme über eine Vielzahl von Genres hinweg zu produzieren“ – darunter Horror, Komödie, Action und Sci-Fi.
Wer bei der „A Nightmare On Elm Street“-Neuauflage indes auf dem Regiestuhl Platz nehmen oder vor die Kamera treten wird, ist noch nicht bekannt. Eher unwahrscheinlich ist aber, dass erneut Robert Englund in die Rolle von Freddy Krueger schlüpfen wird. Das schloss der inzwischen 79-Jährige in der Vergangenheit bereits aus (zumindest in Live-Action-Form, während er für eine Rückkehr für ein potentielles animiertes „Nightmare“-Projekt durchaus offen wäre). Einer der bisherigen Regisseure der Reihe hat jedoch bereits vor einiger Zeit einen besonders spannenden Nachfolger vorgeschlagen. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
"Eine mutige neue Richtung": Macher eines der besten "Nightmare"-Filme sieht Jim Carrey als nächsten Freddy Krueger!