Seit einigen Jahren zeigen wieder mehr Kinos auch alte Filme – und oft sind gerade diese Vorstellungen besonders voll. Das haben offenbar auch die Programmverantwortlichen des Fantasy Filmfest erkannt – und zeigen dieses Jahr gleich drei Klassiker: Neben den bereits angekündigten „A Chinese Ghost Story“ (in 4K) und „The Chaser“ (als passende Ergänzung zum Abschlussfilm-Kracher „Hope“) wird auch „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ (Originaltitel: „Don’t Look Now“) beim Fantasy Filmfest auf die große Leinwand zurückkehren. Gerade wenn ihr auf überraschende Wendungen steht, wird euch die finale Enthüllung des Mysteriös-atmosphärischen Mordserie-in-Venedig-Meisterstücks von „Hexen hexen“-Regisseur Nicolas Roeg garantiert umhauen …
Auch von FILMSTARTS hat „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ NATÜRLICH die vollen 5 Sterne erhalten!
Mit „Blades Of The Guardians“ kehrt zudem eine absolute Legende des Martial-Arts-Genres ins Kino zurück. Mit 80 Jahren will es der Kampf-Choreograf und „Drunken Master“-Regisseur Yuen Woo-ping noch mal wissen – und haut einen historischen Action-Blockbuster mit wahnsinnig spektakulären Setpieces raus. Gerade für Fans des Hongkong-Kinos ein unbedingter Pflichtbesuch:
Der Mutterschafts-Horror hat seit einigen Jahren Hochkonjunktur. Aber der türkische Beitrag „Mutter: Diary Of A Mother“ von „Miracle“-Regisseurin Alphan Eşeli scheint beim Publikum bislang besonders gut anzukommen. Allerdings müsst ihr euch hier wohl auf ganz besonders düstere Kost einstellen: An der nebelverhangenen Schwarzmeerküste bringt die junge Gül (Hazar Ergüçlü) ein Wesen wider die Natur zur Welt. Während ihr Körper und ihr Geist langsam zerfallen, wird ihre Liebe zu ihrem Kind zugleich zu ihrer Krankheit …
Sehr viel besser gelaunt entlässt einen Quentin Dupieux aus dem Kino. Der französische Kreativkopf („Rubber“) schraubt den Wahnsinn mit „Vertiginous“ selbst für seine Verhältnisse noch mal ordentlich nach oben: Jacques klingelt seinen Freund Bruno um 5.52 Uhr morgens aus dem Bett – mit einer Nachricht, die „wichtiger ist als Krebs“. Seine so dringende Erkenntnis: Die Welt ist eine Simulation; nichts und niemand existiert wirklich! Aber der eigentliche Clou des gnadenlos-trockenhumorigen Films: Alles in „Vertiginous“ sieht ganz bewusst so aus, als sei es von – nicht mal unbedingt besonders guten – Programmierer*innen für die PlayStation 2 animiert worden …
Aus Kasachstan schaffen es leider nicht so oft Filme nach Deutschland. Aber das ist nur ein Grund mehr, „Sicko“ von Aitore Zholdaskali eine Chance zu geben – der trumpft nämlich mit einem ganz besonders dunkelschwarzhumorigen Plot auf: Azamat (Ayan Utebergen) und Tansholpan (Dilnaz Kurmangali) stecken tief in finanziellen Schwierigkeiten. Als ihnen wegen ihrer Schulden sogar Gewalt angedroht wird, täuschen sie eine unheilbare Krankheit vor und starten eine Crowdfunding-Kampagne für eine angeblich lebensrettende Behandlung. Die Geschichte verbreitet sich rasant und beschert dem Duo unerwarteten Reichtum – der jedoch alles nur noch schlimmer macht …
Noch nicht allzu viel wissen wir über „Nervous“. Aber es gibt zwei Dinge, die uns dennoch hoffnungsfroh stimmen: Zum einen stammt der Film von „A Good Woman Is Hard To Find“-Regisseur Abner Pastoll, der hier wieder mit seiner grandiosen Hauptdarstellerin Sarah Bolger zusammenarbeitet. Und zum anderen klingt der Plot wahnsinnig vielversprechend: Eine Frau verliert plötzlich die Fähigkeit, Männerstimmen wahrzunehmen …
Ein ähnliches High-Concept-Mysterium präsentiert auch die französische Komödie „Alter Ego“, in der ein glatzköpfiger Mann (Laurent Lafitte) plötzlich feststellt, dass sein Nachbar exakt so aussieht wie er selbst – nur mit Haaren:
Die Termine für das Fantasy Filmfest 2026
Das Fantasy Filmfest findet in diesem Jahr im September als jeweils achttägiges Event in sieben deutschen Städten statt. Und hier könnt ihr euch den offiziellen Trailer der diesjährigen Festivalausgabe ansehen:
Hier sind die genauen Termine:
- 2. bis 9. September in Berlin & Hamburg
- 9. bis 16. September in Köln, München & Stuttgart
- 16. bis 23. September in Nürnberg
- 23. bis 30. September in Frankfurt
Auf der Homepage des Fantasy Filmfests könnt ihr euch ab sofort die begehrten Dauerkarten für das komplette Programm (= Festivalpass) sichern. Allerdings sollte man damit besser nicht zu lange warten, da sie in einigen Städten sehr schnell ausverkauft sein können.
Die ersten acht Filme, die wir schon vor einigen Wochen bekanntgegeben haben, könnt ihr hier nachschauen – mit bislang rund 130.000 Leser*innen ist diese Ankündigung direkt viral gegangen:
"Ein so verkommener Film, dass er jede Grenze des guten Geschmacks sprengt": Die ersten 8 Titel für das Fantasy Filmfest 2026 stehen fest!