Ein wunderschöner Zufall: Diese magische Szene in "Die Odyssee" entstand völlig ungeplant
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Nicht immer ist Leinwandmagie geplant. Das musste auch Christopher Nolan beim Dreh von „Die Odyssee“ bemerken, als es zu einer unvorhergesehenen Begegnung mit einem Meeresbewohner kam.

Ein guter Regisseur ist zweifelsohne in der Lage, magische Momente auf die Leinwand zu bannen. Steven Spielberg („Der weiße Hai“) kann davon nicht nur ein, sondern gleich mehrere Lieder singen. Es gibt jedoch auch Augenblicke während der Dreharbeiten, die einen ganz eigenen Zauber entfalten, ohne dass dahinter ein großer, bis ins kleinste Detail durchorganisierter Plan steckte.

Christopher Nolan („The Dark Knight“) würde man aufgrund seines Anspruchs an möglichst aufwendige technische Verfahren sowie seiner komplex arrangierten Drehbücher nicht unbedingt zutrauen, in seinen Filmen irgendetwas dem Zufall zu überlassen. Doch ausgerechnet in seinem neuen Fantasy-Epos „Die Odyssee“ gibt es einen besonderen Moment, in dem eben nicht das akribische Können des Meisterregisseurs, sondern der Zufall selbst für einen ziemlich denkwürdigen Augenblick sorgte.

Die Odyssee
Die Odyssee
Starttermin 16. Juli 2026 | 2 Std. 53 Min.
Von Christopher Nolan
Mit Matt Damon, Tom Holland, Anne Hathaway
User-Wertung
3,9
Filmstarts
4,5
Vorführungen (770)

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Während sich Odysseus (Matt Damon, „Good Will Hunting“) auf seiner Irrfahrt in Richtung Heimat befindet, gibt es in „Die Odyssee“ eine Szene, in der wir sehen, wie der Kriegsveteran an der Reling seines Schiffes steht und gedankenverloren auf das weite Meer hinausblickt. Es ist einer jener notwendigen Momente der Einkehr, die Christopher Nolan zwischen die einzelnen Episoden der Reise eingefügt hat, in denen Odysseus und seine Männer immer wieder aufs Neue um ihr Leben kämpfen müssen.

Veredelt wird diese ohnehin schon eindrucksvolle, wenn auch kurze Szene durch das plötzliche Auftauchen mehrerer Delfine. Sie verleihen dem Augenblick nicht nur einen poetischen Anstrich, sondern erwecken für einige Sekunden beinahe den Eindruck, als trage Meeresgott Poseidon Güte in seinem Herzen – bevor er später in all seiner Gewalt die Wellen aufpeitscht und den Sturm toben lässt, um Odysseus für seine Taten zu bestrafen. Dass die Delfine nicht geplant waren, wurde kürzlich in einem Behind-the-Scenes-Clip bestätigt.

Darin heißt es auch, dass solche Momente nur entstehen können, wenn man sich aus der Komfortzone klassischer Dreharbeiten herauswagt. Man hätte „Die Odyssee“ schließlich auch in einem riesigen Wassertank drehen können – so wie es einst James Cameron bei „Titanic“ getan hat. Auch dort gibt es eine ikonische Szene, in der Delfine neben dem Bug des Luxusdampfers herschwimmen. Der entscheidende Unterschied: In diesem Fall war ihr Auftauchen von Anfang an geplant.

Christopher Nolan entschied sich jedoch bewusst dafür, „Die Odyssee“ tatsächlich auf dem offenen Meer zu drehen – eine Entscheidung, die sich in vielerlei Hinsicht ausgezahlt hat. Nicht nur, weil ein magischer Zufall für einen ganz besonderen Kinomoment sorgte, sondern auch, weil die weitgehende Abwesenheit von Greenscreens dazu beiträgt, dass das Fantasy-Epos eine greifbare Bildgewalt entwickelt, die das Publikum über die gesamte Laufzeit von fast drei Stunden hinweg mitreißt.

Übrigens: Für „Die Odyssee“ nehmen Fans auch weite Reisen auf sich. Warum, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

Für Christopher Nolans "Die Odyssee": Warum Fans wie ich weite Reisen auf sich nehmen, um das Epos im richtigen Format zu sehen
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.
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